Das "Wunder", das vom Kreuz herabgestiegenen Jesus, gibt dem Leser Rätsel auf. Ist dieses Buch nun ein realistischer Thriller mit einem ausgekochten Betrüger, oder ein geschichtlich-historischer Mystik-Roman im modernen Stil? Spannend und mitreißend erzählt ist es auf jeden Fall! Ansatzweise wird auch schon wieder einmal das skrupellose Vorgehen der katholischen Kirche, die ihre Interessen gewahrt sehen will, thematisiert. Doch in diese packende Handlung integriert, wirkt das nicht abgestanden und wieder aufgewärmt, sondern im Zusammenhang passend. Isau ist ein Garant für intelligent gemachte, spannende Unterhaltung.

Diesem Thema mit Witz zu begegnen ist mal eine ganz andere Art von Literatur und bestimmt nicht schlecht gemacht. Leider ist die Leseprobe etwas zu kurz um es richtig bewerten zu können, da ich von diesem Autor bisher noch keines gelesen habe und mich in seine Schreibweise nicht richtig integrieren kann. Aber vom Groben her scheint dies wirklich ein gelungener Roman zu sein.

 
Die Leseprobe war leider etwas kurz und wurde am Anfang von der vielen Beschreibung langweilig. Aber dann dieses Getöse in der Kirche und der Messias liegt vor dem Altar wie tot und bittet um Hilfe auf hebräisch. Das ist schon nicht schlecht. Vielleicht kommt doch noch etwas mehr Spannung auf, wenn man das Buch liest.

Isau heißt bei mir guter Stoff, spannend und witzig erzählt und vorallem flüssig geschrieben. Und das trifft auch auf Messias zu.

Jesus lebt- und zwar fällt er im beschaulichen Irland vom Kreuz und erstaunt die Menschen dort. Ein fragwürdiges Buchthema- doch brilliant von Ralf Isau umgesetzt- mit Witz, viel Sinn fürs Detail, tollen Charakteren!
Mehr von Ralf Isau, der Mann liegt mit seinen Büchern immer goldrichtig!

Ein kleines Dorf in Irland mit skurrilen Gestalten, vorne weg der 103jährige Seamus Whelan, das ist der Schauplatz von Ralf Isaus Roman "Messias". In diesem kleinen beschaulichen Dörfchen steigt eines Tages der Sohn Gottes von seinem Kreuz herab, und fällt Seamus dabei fast vor die Füße, der gerade dabei ist das Inventar der dörflichen Kirche instand zu setzen. Der Messias wird ins Krankenhaus gebracht, wo seine Stigmata versorgt werden, und er nach einiger Zeit anfängt Bibelzitate auf Hebräisch herunterzubeten. Aber gibt es wirklich Wunder? Was ist dran an dem Messias von Graig? Der Vatikan beauftragt Bruder Hester McAteer damit, dem Wunder nachzugehen. Doch McAteer trifft in Graig nicht nur auf den angeblichen Messias, sondern auch auf seine Vergangenheit - seinen Vater und seine große Liebe, die er einst für die Kirche verlassen hat. Messias liest sich wie ein Thriller mit fantastischem Einschlag. Isau selbst bezeichnet seine Werke als Phantagone, Romane, deren Genrezugehörigkeit für jeden Einzelnen anders zu bewerten ist. Diese Beschreibung trifft den Nagel auf den Kopf, Isaus Werk lässt sich wirklich schlecht in eine Schublade packen. Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen, auch wenn die Spannung nicht von Anfang bis zum Ende gehalten hat. Das ganze liest sich wie eine Mischung aus kirchlicher Geschichte und religiösem Krimi. Die Geschichte ist gut recherchiert und die skurrilen Personen wachsen einem teilweise richtig ans Herz im Laufe des Romans. Ralf Isau hat mit "Messias" einen Roman geschrieben, der viele Fans finden dürfte, sowohl unter Lesern von Thrillern, Familiensagen und Fantasy. Und die Frage, ob es Wunder wirklich gibt, muss jeder für sich selbst beantworten ;o)

Wunder gibt es immer wieder....
Und warum sollte nicht auch der Messias wieder unter uns weilen?
Von der Idee her finde ich die Geschichte gut. Die literarische Umsetzung ist mir zu plump.
Da gibt es aufeinmal ein Getöse in der Kirche und der Messias steht wieder auf in einer Kirche in Irland dadurch, dass er sich von einem silbernen Kreuz "löst", kurz durch die Luft schwebt und dann als nackte halbe Leiche vor´m Altar in der Kreuzigungsposition liegt... Naja... Ich denke, dass es da bestimmt eine bessere Umsetzung gibt.

Ein wirklich spannendes Buch!
Sämtliche Figuren dieses Thrillers werden größtenteils als recht originelle Charaktere beschrieben. Das finde ich generell bei Romanen wichtig, ich mag keine farblosen Hauptdarsteller.
Vom Schreibstil her ist das Buch schön flüssig zu lesen. Erst ziemlich spät merkte ich beim Lesen, dass es schon frühere Romane des Autors gibt, auf die sich einige Passagen dieses Buches beziehen. Es wird aber alles so gut erklärt und die entsprechenden Personen vorgestellt, das mir "nichts fehlte".
Sehr gut hat mir der Schauplatz gefallen. Bei dem Titel dachte ich zuerst an eine Handlung in päpstlicher oder allgemein mehr klerikaler Umgebung im Vatikan oder so. Die familiäre Atmosphäre in dem irischem Kaff macht einen besonderen Reiz aus und gibt den eigenwilligen Charakteren ihren Rahmen.
Die Spannung der Handlung steigert sich nicht wirklich, bleibt aber bis zum Ende erhalten. Wenn ich ganz ehrlich bin, dachte ich bis kurz vor Schluß der Geschichte nicht, dass alle Unklarheiten aufgelöst werden können. Der Autor hat aber wohl doch an alles gedacht, es bleiben keine Fragen offen.
Einziger Punkt, der mich so ein bisschen stört: die Geschichte mit der Prophezeiung, war die wirklich nötig?
Ein spannendes und faszinierendes Buch, das ich jedem empfehlen kann.
 

Ein blutender nackter Mann der Hebräisch spricht. Ist es Jesus??oder der Antichrist??ist es eine verschwörung??will jemand die Kirche stürtzen???: Man wird ihn ein wechselbad der Gefühle geschicht, denn was ist schein und was ist sein!!.Gibt es Wunder?? und ist dies ein Wunder??Was ist man selber bereit zu glauben und wie weit geht man für seine Überzeugungen. ??Ein sehr spannender , interessanter und wundersamer Thriller

Es sieht aus, als erlebe das kleine irische Städtchen Graiguenamanagh am 9. April 2009 ein Wunder: In der Kapelle des Dorfes liegt ein Mann vor dem Kreuz. Er nennt sich Jeschua, spricht nur Hebräisch, ist nackt und blutet aus mehreren Wunden.
Es dauert nur wenige Stunden, da bekommt der Vatikan Wind davon und schickt sogleich Hester McAteer als Ermittler dorthin. Mit Wundern kennt man sich im Vatikan aus; mit getürkten Wundern noch viel mehr, und so soll McAteer herausfinden, was nun wirklich hinter diesem neuen Messias steckt und wer ihn geschickt hat. Hester ist der Meinung, dass es keine Wunder gibt, nur unerklärte Phänomene. Tatsächlich zeichnet sich schon bald ab, dass er recht haben könnte. Jeschuas Wundmale sehen so aus, als hätte ein Chirurg sie ihm beigebracht. Doch dann erweckt Jeschua im Krankenhaus einen Patienten aus dem Koma. Hat er doch wundertätige Kräfte?
Hesters Zweifel bleiben und er ermittelt weiter, was ihn bald selbst in Lebensgefahr bringt ...

Mit Messias legt Ralf Isau einen soliden Thriller vor, der sich flüssig und spannend liest, allerdings viel zu früh mit der Auflösung aufwartet. Das ist schade, da so die restlichen 120 Seiten doch recht plätschern. Zwar gibt es auch dann noch einen spannenden Showdown, aber mir hätte es besser gefallen, wenn der Leser bis zum Ende im Unklaren geblieben wäre.
Trotzdem liest sich das Buch richtig gut, der Autor kann schön erzählen und hat einige ungewöhnliche Figuren erschaffen. Besonders der hundertdreijährige Hausmeister der Kirche (er ist so eine Art Mädchen für alles und kümmert sich darum, wenn etwas den Ablauf der Messe stört), ist ein absoluter Sympathieträger. Sehr originell auch der Perücke tragende Gemeindepfarrer, der deshalb den Spitznamen Pompom hat.
Erfreulicherweise wird es auch nicht allzu kirchlich und katholisch.

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