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Wenn ich einen Roman beginne, dauert es oft lange, bis ich meinen Protagonisten so nahe bin, dass ich sie ins Herz geschlossen habe.
Aller Anfang ist schwer und da ich nicht plotte, muss ich die Figuren erst kennenlernen (Dafür fällt der Abschied dann oft umso schwerer)
Diesmal habe ich es gut getroffen.
Schon nach nur 10 Seiten ist mir meine Protagonistin so nahe, wie ich es zuvor noch nie so schnell erlebt habe. Das ist beileibe kein Zufall, denn sie ist (wie ich) ein Zwilling.
Wer selbst ein Zwilling ist oder Zwillinge kennt, wird bemerkt haben, dass es zwischen den oberflächlich gleich wirkenden Personen gewachsene Strukturen gibt, die einem oft erst rückblickend bewusst werden.
Häufig gibt es einen starken und einen schwachen Zwilling.
Einen, der beim Einkaufen das Geld bei sich trägt und bezahlt, während der andere die Einkaufstüte nach Hause schleppt.
Einen, der immer zuerst zum Friseur, Zahnarzt oder Infoschalter geht, und einen, der sich lieber zurückhält und wartet, was der Zwilling erreicht.
Einen, der mutig voranschreitet und Entscheidungen trifft, und einen der sich nur zu gern hinter dem Geschwister versteckt und froh ist, keine Verantwortung übernehmen zu müssen.
Beide Figuren finden sich auch in meinem Roman wieder. Eine starke und eine schwache.
Es war schon immer ein Wunsch von mir, diese ganz besondere Erfahrung aus meinem jahrzehntelangen Zwillingsdasein in einen Roman einzubinden.
Jetzt ist es soweit
Bis bald eure
Monika
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Hallo ! Ich schreibe
Hallo !
Ich schreibe ebenfalls und mir geht es genauso. Als ich meine letzte Geschichte beendet habe ist es mir ganz merkwürdig vorgekommen und meine ersten Gedanken waren "Ich bin nicht wirklich fertig oder?" Ich hab 2004 mit meiner Geschichte angefangen und kann also sagen, dass man in fünf Jahren schon eine gute Beziehung zu den Bösen und den Guten aufbaut. Auch jetzt noch kenne ich jede Charaktereigenheit und das ist nur gut denn ich bin schon ein zweiten Band am schreiben... ;-)
@blutreiter
Auch wenn man eine Figur sehr ins Herz schließt, fällt es einem -zumindest nach meinen Erfahrungen nicht schwer die Figur noch zu verändern. Und eingrenzen tut man sich damit nicht, weil man ja die Figur besser kennt. Und umso besser man sie kennt umso leichter fällt es einem dann auch über sie zu schreiben. ;-)
LG
Booksgirl90
Auch hallo :-))
Ich kann am besten über Figuren schreiben, die ich mag.
Das gilt auch für meine Antagonisten
Wenn ich mit einer neuen Figur beginne, ist das wie mit einer neuen Freundschaft.
Ich kenne von ihr nicht mehr als den Namen und einige wenige Äußerlichkeiten. Ihren Charakter entwickelt sie erst, indem ich mich mit ihr beschäftige. Selten habe ich ein konkretes Bild der Figur von Beginn an vor Augen, denn nur so kann ich ihr Freiraum geben, sich innerhalb der Story zu entwickeln.
Einengen würde mich eine konkrete Beschreibung der Figur ohne die Handlung des Buches zu kennen, denn das würde bedeuten, dass ich ihre Reaktion immer den Vorgaben anpassen müsste.
lg
monika
Hmm
Hallo:-),
Jeder hat ja seinen eigenen Schreibstil, sie sind jetzt aber schon eine weitere Person, von der ich lese, dass sie ihre Figuren ins Herz schließt. Ich bleibe bei meinen kleinen Geschichten immer sehr sachlich und arbeite auch viel aus, also die Welt und die Eigenschaften der Figuren und mithilfe dieser Vorarbeit habe ich dann die Grundlage meine Charaktere aufzubauen. Denn besonders jetzt Fallen mir mitten auf der Straße immer mal wieder neue Ideen ein, die ich meiner Figur geben will. Wenn ich jetzt aber Figur ins Herz schließe ist es doch bestimmt sehr schwer, sie noch zu verändern? Grenzt man sich damit denn nicht ein?
lg
blutreiter