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Nach einer Schreibpause, die ich wegen einer Lesung in Leipzig einschieben musste, kann ich mich heute endlich wieder meinem Roman widmen.
Mal ein wenig OT aus dem Nähkästchen geplaudert:
Eine Lesung zu halten, bei der ich fünf Stunden oder länger im Zug sitze und übernachten muss, kostet mich in der Regel vier Tage Arbeitszeit. Die Vor- und Nachbereitung des Familienalltags ist dabei die größte Kreativitätsbremse.
Naja.
Die Lesung ist vorbei, die Ordnung in Haus und Hof wieder hergestellt. Nun kann ich ich mich wieder meinem Text widmen - und stelle fest, dass so ein wenig Distanz auch eine neue Perspektive schafft.
Habe ich bisher nur über meine beiden Hauptprotagonistinnen geschrieben, muss ich (anders als geplant) schon jetzt beginnen, die zweite Handlungsebene in einem anderen Land zu eröffenen.
Mache ich das nicht, muss ich später sehr viel erklären, was nach der Regel "Show dont tell" ein fataler Fehler und vermutlich langweilig zu lesen wäre.
Ich lege also die Insel mit seinen Bewohneren erst einmal zur Seite und befasse mich mit den Protagonisten auf dem Kontinent. Diese kenne ich noch nicht und bin sehr gespannt, wen ich da kennenlernen werde.
Bis bald
Monika
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Naja ...
... das mit der Arbeitszeit ist sicher von Autor zu Autor verschieden.
Markus arbeitet mit seinem Laptop auch im Zug, so kann er die Reisezeit vernünftig nutzen. Ich kann das leider nicht, weil ich im Zug nicht die nötige Ruhe habe.
Zudem ist es sicher ein Unterschied, ob man, wie ich, zwei schulpflichtige und pupertierende Kinder zu Hause hat, die ohne einen strengen Blick am liebsten faulenzen, oder ob man kinderlos ist und das Haus bei der Ankunft wieder so vorfindet, wie man es verlassen hat.
Hier spielen die privaten Lebensumstände doch eine große Rolle.
Bei mir ist es leider so, dass Lesungen sich nicht mit der Kreativität vertragen.
Eine Lesung kommt i.d.R. zustande, indem der Veranstalter eine Anfrage an den Verlag oder Autor richtet. Wir man sich mit den Konditionen einig, schließt man üblicherweise einen Vertrag, der Rechte und Pflichten beider Seiten festlegt.
Leider ist es aber so, dass Lesungen oft nicht so gut besucht werden, wie es sich die Veranstalter erhoffen. Dadurch wagen es immer weniger Buchhandlungen in eine Lesung zu investieren.
Hier sind auch die Leser gefordert.
Wo eine spürbare Nachfrage nach Lesungen besteht, wird ein Buchhändler auch gern bereit sein, eine solche auszurichten.
Viele Grüße
Monika
So viel Zeit kostet ...
eine Lesung? Ist iwie doof, dann weiß ich auch wieso autoren immer so viel zu tun haben! Würde mir wünschen, dass in meiner Stadt auch mal ein paar mehr autoren kommen würden, aber außer einer kurzfristigen Lesung von Markus Heitz, die auch nur zustandekam, weil eine andere ausfiel, gab es hier noch keine weitere:-(. Wie wird eine Lesung eig geplant? Muss das vom Buchhandel angefragt werden? Wäre toll, wenn sie da ein wenig Klarheit schaffen könnten:-)
lg