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Abraham, Daniel: Sommer der Zwietracht (Die magischen Städte 1)

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"Sommer der Zwietracht" ist der Auftakt der von Daniel Abraham geschriebenen Tetralogie rund um die magischen Städte. Erschienen ist dieses Werk im Juli des Jahres 2007.  Es ist ein Fantasybuch, das einen in eine mittelalterliche Welt, die an den Fernen Osten erinnert, mitnimmt.
 
Zuerst ein paar Worte zu den wichtigsten Wesen - denen, die die Städte magisch machen  - des Buches, den Andaten:
Ein Andat selbst beschreibt sie als "Wirklichkeit gewordene Gedanken" und "gezähmte Ideen, die Menschengestalt angenommen haben". Und tatsächlich gibt es speziell dafür ausgebildete Menschen, die Dichter, die mittels sehr präziser Sprache eine Beschwörung erarbeiten. Diese beinhaltet einerseits die Fähigkeit, über die der Andat nach seiner Beschwörung verfügen soll, und andererseits seine äußeren und charakterlichen Merkmale. All dies muss sprachlich so genau ausgearbeitet sein, dass es keine Doppeldeutigkeiten oder Ungenauigkeiten dabei gibt. Diese könnten nämlich verhindern, dass der Andat gebunden werden kann, was für den Dichter, der ihn zu erschaffen versuchte, tödlich enden würde.
Nach ihrer Erschaffung sind die Andaten für ihre Dichter, wie ein Teil ihrer selbst. Allerdings ein Teil, der immerzu nach Freiheit und seiner eigenen Auflösung strebt, und daran gehindert werden muss zu fliehen.
Nehmen wir als Beispiel für einen Andaten Samenlos (alle Andaten tragen einen Namen, der ihre Fähigkeit ausdrückt). Er hat die Fähigkeit jegliche Art von Samen zu entfernen, so kann er die Samen der für den Handel so wichtigen Baumwolle entfernen, was langes Auskämmen überflüssig macht. Er kann aber auch Frauen Fehlgeburten erleiden lassen.
Sein Dichter Heshai hat ihn als fast überirdisch schönen Menschen, als Mensch, der er selber gerne gewesen wäre, erschaffen. Samenlos hat helle ebenmäßige Haut, schwarzes Haar und ebensolchen Augen. Er ist klug und selbstbewusst. Damit geht allerdings einher, dass er alle verachtet, die weniger klug und schön sind. Alle und allen voran seinen Dichter.
 
Zur Handlung:
Diese wird getragen von den Figuren des durchtriebenen Andaten Samenlos, dem von Selbsthass zerfressenen, mitleiderregenden Dichter Heshai, seinem liebenswürdigen Schüler Maati, dessen ehemaligem Lehrer Otah Machi (alias Itani Noyga), Otahs Geliebter Liat, Amat Kyaan, der klugen Verwalterin des Handalhauses Wilsin und dem schwachen Oberhaupt dieses Hauses, Marchat Wilsin.
 
Im Prolog des Buches findet man sich an einer Schule wieder. Dorthin geben die Adeligen und Khais ( die Herrscher der Neun Städte) ihre überzähligen Kinder ab. Mit grausamer Strenge werden diese ausgebildet. Nur wer den verborgenen Sinn hinter dem System der Schule versteht und sich als gleichermaßen charakterstark und gütig erweist, bekommt das Angebot als Dichter ausgebildet zu werden. Wer dazu nicht taugt geht mit einem Brandzeichen von der Schule ab.
Otah Machi tut keines von beidem. Er ist zwar klug, stark und doch freundlich genug ein Dichter zu werden, doch er lehnt ab, da er mit der Schule und ihren demütigenden Erziehungsmethoden nichts mehr zu tun haben möchte. Ohne das Brandmal geht er ab und muss untertauchen.
Dies tut er unter dem Namen Itani Noyga in Saraykeht, der größten Sommerstadt, einer der Neun Städte der Khais. Saraykeht lebt vom Baumwollhandel. Alle möglichen Betriebe rund um diesen Handelszweig haben sich dort angesiedelt und Baumwolle wird von weither mit dem Schiff herangebracht, um sie von den Samen zu befreien. Das geht nirgendwo schneller als in Saraykeht, wo der Dichter Heshai den Andaten Samenlos befehligt, der die Baumwolle in Augenblicken von den Samen befreit. Menschen würden dafür ungleich länger brauchen.
 
Doch der Reichtum Saraykehts hat Neid geweckt. Den Neid der Galten, eines benachbarten Volkes, das sein Reich durch einen Feldzug nach dem anderen vergrößert. Nur die Städte der Khais konnten sie der Andaten wegen noch nicht angreifen - allein Samenlos könnte alle galtischen Frauen Fehlgeburten erleiden lassen, das Vieh ebenso, und das Korn auf den Feldern vernichten.
Der Andat Samenlos, der sich nach nichts mehr als nach seiner Freiheit sehnt, tritt daher an den galtischen Rat heran und entwickelt mit ihnen einen Plan. Mit dessen Ausführung wird Marchat Wilsin beautragt. Er bringt eine junge schwangere Frau, die nur die Sprache ihrer weit entfernten Heimat spricht nach Saraykeht. Samenlos soll, ohne dass sie weiß, was mit ihr geschieht, bei ihr den sogenannten "traurigen Eingriff" durchführen, also ihr Kind abtreiben. Den Dichter Heshai soll das Leid und der Schrecken der jungen Frau, Maj mit Namen, brechen. So würde Samenlos frei werden.
Trotz Amat Kyaans Versuche Marchat Wilsin von diesem Plan  abzuhalten, geschieht es. Aber Heshai ist nur schwer getroffen, nicht gebrochen, und erholt  sich nach einigen Wochen.
Amat jedoch ist entsetzt über den Angriff ihres Arbeitgebers und Freundes auf "ihre" Stadt. So beginnt sie zu recherchieren und Beweise für das Komplott zu sammeln. Schließlich hat sie genug, um damit an den Khai heranzutreten.
Samenlos weiß von ihrer Suche und ihren Fortschritten dabei und wendet sich an Otah, dem er so drastisch wie nur möglich ausmalt, was geschehen wird, wenn der Khai davon erfährt und zu dieser Zeit immer noch über Heshai und ihn gebieten kann. Er würde Heshai befehlen Samenlos Geltland zerstören zu lassen. Samenlos weiß dafür nur einen Ausweg: Otah muss Heshai töten.
Die Einflüsterungen des Andaten zeigen Wirkung. Otah sucht Heshai auf, spricht aber zuerst nur mit ihm, um ihn dazu zu bewegen Samenlos einfach frei zu lassen. Heshai meint, das könne er nicht. So kommt Otah, der Maj versprochen hat sie könne sich für den Verlust ihres Kindes rächen, später in der Nacht mit ihr zu dem Dichter zurück und erwürgt ihn.
 
Die Nebenhandlung, die aber eigentlich immer im Vordergrund steht, wird gebildet von einer komplizierten Liebesbeziehung zwischen Liat, Maati und Otah.
Zu Anfang ist Liat mit Otah liiert. Sie strebt jedoch nach Erfolg, auch für Otah, er jedoch ist zufrieden mit seiner Existenz als einfacher Arbeiter. So kommt es immer wieder zu kleinen Streitereien zwischen ihnen und sie leben sich auseinander.
Als Otah dann auch noch in einer schwierigen Zeit Saraykeht verlässt, um eine Botschaft zu überbringen, wendet sich Liat Trost suchend Maati zu. Da auch er ihre Nähe und ihren Trost braucht kommen sie sich näher als bloße Freunde es sollten.
Bei ihrer letzten Begegnung gesteht Maati seinem Freund und einstigen Lehrer dies. Otah reagiert entsetzt. Zwar beruhigt er sich rasch, doch Maati und Liat erfahren davon nichts mehr, denn zu diesem Zeitpunkt ist Otah nach seinem Mord am Dichter Heshai bereits auf der Flucht.

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Free Tags: Daniel Abraham, Die magischen Städte

Diskussionen

Diskussionsbeiträge

Ein paar fernöstliche Namen und scchon kommt der deutsche Leser durcheinander . . . ;-)
 
Ach, und ja, ich habe die Handlung des Buches komplett wiedergegeben, inklusive des Endes.

Ich fand die Namen der Figuren etwas schwer zu merken, keine Ahnung warum. Klingen mir zu ungewöhnlich wahrscheinlich.
Cool, ein Leitartikel lockert das bestimmt auf, wobei der Artikel auch so schon gut ist. Meine Kritik war ja auf deine Frage hin formuliert.

Meinst du jetzt Namen im Sinne von "Namen" oder "Titeln"?
Ein Leit-/Übersichts-Artikel wird übrigens immer wahrscheinlicher.

Zum einen ein Fazit, deine eigene Meinung zu diesem Buch. Wäre für mich jetzt wichtig, besonders aber da ich gerade im Verlauf des Artikel starke Probleme mit den Namen hatte. Also kamst du damit gut klar und was kannst du sonst noch so zum Buch sagen? Hast du am Ende wirklich das Ende genannt?
Ansonsten finde ich einige Sätze etwas schwer zu verstehen, aber den Artikel im Großen und Ganzen gut. Du nennst die wichtigsten Personen, verschaffst einen guten Überblick über die Geschichte und diese Andaten und ihre Dichter klingen sehr interessant. 
Noch ein kleiner Tipp, falls es umsetzbar ist. Die Erklärung, was ein Andat ist, ist recht komplex und schreckt zu Beginn deines Artikels etwas ab. Was hälst du von einem Leitartikel zu der Reihe? Da könntest du sowas klären und einen groben Überblick liefern und innerhalb dieses Artikels hier kann dein Fokus sich mehr mit dem Inhalt befassen?
 
gruß

Kritikpunkte...
denen die die Städte magisch machen --> denen, die
und muss unter tauchen--> untertauchen
So würde Samenlos frei.--> frei werden oder befreit
und sie leben sich aus einander.--> auseinander
verlässt, um eine Botschaft überbringe--> Botschaft zu überbringen
Alles in allem ein guter Artikel, man erfärt die wichtigesten Zusammenhänge und kann sich ein Bild von der Handlung machen.
 
-------------------------------------------------------------------------------------------- Vor fünfhundert Jahren wussten wir, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir: sie ist kugelförmig. Stell dir vor, was wir in 500 Jahren wissen werden! -

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