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Swift, Jonathan

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Lexikonrubrik: 

a) Leben

Jonathan Swift wurde am 30. November 1667 in Irland, genauer in Dublin, geboren. Sein Vater starb bereits 7 Monate vor seiner Geburt und seine aus England stammende Mutter schickte das Baby  nach England, während sie selbst in Irland blieb. Er lebte nach verschiedenen Quellen die ersten 3 bis 5 Lebensjahre bei einer Amme. Später kehrte er nach Dublin zurück und lebte dort im Haus eines Onkels. Dort studierte er auch an der Universität Theologie. Nachdem er 1686 einen Abschluss als „Bachelor of Arts“ erhalten hatte, blieb er an der Universität, bis sie wegen politischer Unruhen geschlossen wurde.  Danach ging er nach England, wo er in Oxford weiter Theologie studierte und gleichzeitig bei Sir William Temple als Sekretär arbeitete. Obwohl Swift sich 1694 als Priester ordinieren ließ, arbeitete er weiter für Temple bis zu dessen Tod 1699. Danach ging er zurück nach Irland, wo er als Priester tätig war. Daneben war Swift auch politisch aktiv. Zunächst für die Whigs um 1700 und danach für die Tories um 1710. Dieses Engagement endete mit dem Tod von Queen Anne. Ab 1713 konzentrierte er sich auf seine Tätigkeit als Dekan von St. Patrick in Dublin sowie seine schriftstellerische Tätigkeit. Er wurde 1742 für geisteskrank erklärt und starb 3 Jahre später.

b) Einstellungen und Ansichten

Jonathan Swift war Zeit seines Lebens jemand, der von seinen Mitmenschen als rebellisch angesehen wurde. Er wurde von seiner Umwelt oftmals herabgesetzt und betitelt als „Armer Schlucker“ (von seiner Familie) oder als „Emporkömmling“  (von Sir William Temple). Dies prägte ihn so, dass er innerlich mit den Menschen, insbesondere den Engländern brach. Das wiederum drückte sich deutlich in seinem literarischen Schaffen aus, welches durch scharfe Satire und Gesellschaftskritik gekennzeichnet war. Das brachte ihm im von den Engländern geknechteten Irland den Status eines Volkshelden ein Im Gegensatz dazu wurde er stets als ehrgeizig bezeichnet. Dieser Charakterzug ermöglichte ihm trotz der Schmähungen die verschiedenen Stationen seines Lebens zumindest zu überstehen, wenn schon nicht zu meistern.

c) Literarisches Werk

1. Gullivers Reisen (The travels into several remote nations of the world by Lemuel Gulliver) Dies ist sicherlich sein wichtigstes Werk, an dem er von 1720 bis 1726 arbeitete. Hier versteckt Swift in fremden Welten die Kritik an den Zuständen der eigenen Zeit. Es gehört trotz seiner deutlichen Menschenverachtung zu den Klassikern der englischen Literatur. Dass es in bereinigten und verkürzten Fassungen zu einem Kinderbuchklassiker wurde, dürfte kaum den Absichten des Autors entsprochen haben.

 

2. Dissensions in Athens and Rome (1701)
3. The Tale of a Tub (1704)
4. The Battle of the Books (1704)
5. Bickerstaff Predictions for 1708 (1707)
6. The Sentiments of a Church of England Man (1708)
7. Arguments Against Abolishing Christianity (1708)
8. Letter upon the Sacramental Test (1708)
9. Project for the Advancement of Learning (1709)
10. Ancient Prophecy (1709)
11. Sid Hamet’s Rod (1710)
12. Meditation upon a Broomstick (1710)
13. Short Character of the Earl of Wharton (1710)
14. The Conduct of the Allies (1711)
15. The Representation of the House of Commons on the State of the                     Nation (1711)
16. An Address of Thanks to the Queen (1711)
17. Proposal for Correcting, Improving, and Ascertaining the English                      Tongue (1712)
18. Reflections on the Barrier Treaty (1712)
19. Remarks on the Bishop of Sarum's Introduction to His Third Volume of the         History of the Reformation (1712)
20. Journal to Stella (1710-13)
21. The Public Spirit of the Whigs (1713?)
22. Free Thoughts on the State of Public Affairs Cadenus and Vanessa (1713)
23. A Proposal for the Universal Use of Irish Manufactures, &c. (1720)
24. The Drapier’s Letters (1724)
25. Miscellanies (1727)
26. A short view of the state of Ireland (Dublin, Harding, 1727/1728).
27. A Modest Proposal for Preventing the Children of Poor People from Being a       Burthen (1729)
28. A Letter from the Grand Mistress of the Female Free-Masons to Mr.                Harding, the Printer (1731)
29. The Day of Judgment (1731)
30. Verses on the Death of Dr Swift (1731)
31. Rhapsody of Poetry (1735?)
32. The Legion Club (1736)
33. Upon Sleeping in Church (nach demTod des Autors erschienen)
34. History of the Peace of Utrecht (nach demTod des Autors erschienen)
35. Directions to Servants (nach demTod des Autors erschienen)

Kommentare

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Bild des Benutzers Argimpasa

Kannst du noch ein Foto einfügen? Wenn du z.B. eines von Wikipedia nimmst, gibts auch keine Probleme mit dem Copyright (wobei das Urheberrecht bei so alten Gemälden sowieso längst erloschen ist):

https://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Swift

Bei diesem Satz fehlt etwas, kannst du das noch ergänzen?
Das brachte ihm im von den Engländern geknechteten Irland den Status eines

 

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Bild des Benutzers wulfric

Hallo,

Bild ist hochgeladen und den Satz habe ich auch noch ergänzt. Danke für die Lektorarbeit.

Carpe Diem - Carpe Noctem

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Bild des Benutzers CanisLupus

Interessanter Artikel! Danke dafür:) lg

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Bild des Benutzers Lui

find ich die Aufzählung der Literarischen Werke nicht 100%ig gelungen, was die Formatierung angeht. Beim schnellen Drüberschaun hab ich mich gewundert, warum du bei 2 anfängst zu zählen. Und ich weiß ned ob das nur bei mir so aussieht, aber manchmal sind da ziemlich große Abstände in den Titeln 15, 17, 19, 27 und 28. ich könnte mir vorstellen, dass es davon kommt, dass die breite der fertigen Texte und der bearbeitung unterschiedlich groß sind und das die neuen Zeilen in der Bearbeitung anzeigt, wo du die Wörter reinrücken wolltest. Oder natürlich mein Compi dreht seinen eigenen Schmarn. auch gut möglich.

Aber inhaltlich gefällt mir der Artikel sehr gut
 

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Bild des Benutzers wulfric

Hallo Lui.
Ich fange gar nicht bei 2. an. Das ist mal wieder die Formatierung.

Carpe Diem - Carpe Noctem

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Bild des Benutzers Lui

böse Formatierung XD