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Das Ewige Lied...

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Das Ewige Lied...

Ja, hier kann nun so ziemlich alles rein, was man über die Buchreihe weiß, was man erwartet und vor allem, von dem man glaubt, dass es doch mal passieren könnte. Zum Beispiel dass ein Ende in Sicht kommt. Die makabere Sichtweise wäre - George R R Martin ist ja nun schon über 60 - wer weiß wie lang da noch geschrieben werden kann? 

Klar, auch Goethe wurde ordentlich alt und konnte noch im hohen Alter schreiben, und zwar so gut, dass es heute zur Zwangslektüre von Schulen gehört (was auch immer das über Qualität aussagt...) . Aber es gibt genügend Beispiele, wo Autoren mitte 40 oder 50 umkippen und die Feder aus der Hand geben - und unvollendete Buchreihen hinterlassen. Ich würde mir natürlich ersteres für Martin wünschen, aber wenn ich überlege, dass die Vollendung dieses Zyklus noch 20 Jahre dauern soll ... puh. Das ist auch nicht gerade leicht zu verdauen.

 

Aber auch das sollte nicht tragendes Material sein, sondern nur Nebenplot. Das Lied von Eis und Feuer wird deshalb so gern mit großen Augen umwimmelt, weil es auf eine Art erzählt wird, die keiner verklärten SciFi oder Fantasytugendhaftigkeit untergeordnet werden kann. Alles kommt darin vor. Helden die früh sterben, Intriganten die ewig leben, Durchschnittscharaktere, Trottel, Begabte, überbegabte .. und jede Menge Wiedersätze. Verbeißt man sich zu sehr in Sympathien für einen Charakter trifft es einen um so härter, wenn er von Martin über die Klinge springt. Ich denke vor allem darin liegt der Reiz dieser Reihe - wir wissen alle, dass reine Zuneigung und Sympathie noch niemanden vor dem Tod beschützt hat. Liebe macht nicht unsterblich - sie zeichnet nur die Grausamkeit von Verlust deutlicher nach. Warum auch immer, aber die Menschen stehen drauf Verlust und Herzschmerz live zu erleben ....

oder wie erklärt ihr euch das?

Naja, dann mal viel Spaß, ich binde mich auch gern mit anderen Ansichten ein...