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Soooo, ich rechne unbedingt mit riesiger Beteiligung an diesem Thread, aber wenn man nichts beginnt kann auch nie etwas fortschreiten - seien wir unter diesem Motto also mal fein naiv und gehen einen neuen Thread an -
Bernhard Hennens letzten Auswurf - Die Drachenelfen!
Ich stecke erst noch im Anfang drin, schaue gerade mal unter die ersten kleinen Steinchen welche mitten auf einem riesigen Geröllfeld liegen. Ich glaube ich bin auf Seite 130 - immerhin schon mehr als 10% geschafft. Wuhuuu...
Unglaublich was sich der Herr Autor da immer wieder für Wälzer aus den Fingern nuckelt - aber bisher, bei all den Elfenbänden (bis auf Elfenlicht, was man wohl nicht so direkt in die Reihe reinzählen kann, auch wenns nen schönen Chronologieüberblick besitzen soll, wurden alle der Hennen´schen Elfenbücher von meinen Augen bis zur letzten Interpunktion begafft...) kann keine rechte Lethargie und Langatmigkeit unterstellt werden. Im Gegenteil - es hat eher etwas Zyklisches an sich. Es kommen leichte Schwächephasen (Rezession), die dann wiederum in einem Boom gipfeln.
Bei vielen Fantasyreihen ist es erstaunlich, wie weit sie sich von ihren kleinen Anfängen her entwickeln. Nicht jeder Reihe entwickelt sich streng chronologisch - doch meistens ist es schon zu beobachten, dass jedes neue Buch eher ein Sequel darstellt. Bei Hennen ist das ja überhaupt nicht der Fall. Alles fällt durcheinander, läuft quer, stößt zusammen, kippt um und doch liegt am Ende ein Muster vor, das nicht nach willkür aussieht. Das ist es, was mich am meisten daran beeindruckt. Alles baut aufeinander auf - nur das das Fundament erst jetzt, mit dem nunmehr 8. Elfenroman, ins Spiel kommt. Woher nimmt der Kerl diese Chronologie, die er immer strikt im Kopf haben muss, aber als Autor immer wieder so leichtfüßig umgeht?
Naja, das so viel zu meinem beeindruckten Staunen gegenüber seiner willfährigen Chronologie - komme ich mal noch zum Buch.
Bisher ist schon einiges passiert und, was ich Bernhard Hennen immer gern anrechne, er hält sich noch immer an seinen partiell Sagen entlehnten Stil, Gegebenheiten und menschliche- sowie Andersweltmythen einzubinden. So wirken seine Geschichten immer selbst wie ein Antiquariat, wie ein Fossil - dabei sind sie teilweise erst taufrisch gedruckt.
Dass die Geschichte für die Drachen nicht gerade gut ausgehen kann ist wohl jedem klar, der auch nur ein einziges Buch von Hennens Elfen zuvor gelesen hat - da tauchen sie meistens nur in einer Beziehung auf, und zwar in der, dass sie nicht vorhanden sind. Nicht mehr.
Das Ende des Buches sollte also nicht gerade überraschend werden. Ist mir aber schnuppe. Es geht mitnichten nur um Drachen oder Drachenelfen - es geht auch wieder einmal um den schwächsten literarischen Charakter, den sich ein Mensch wohl nur erdenken kann - den Mensch höchst selbst. Schön mal wieder eine vom Devanthar fehlgeleitete Weltmacht auf dem Weg zu Zerstörung betrachten zu können. Es könnte einem langsam langweilig werden immer wieder dieses Schema wiederkehren zu sehen - Gottartiges Wesen pflanzt den Menschen einen glauben, eine Ideologie ein und lenkt dann auf grausame Art und Weise die Geschicke in eine einige Richtung - Zerstörung. Liest man es bezugslos auf Papier, so hält dieses Thema nur wenig reiz bereit, hat man es schon 2 oder 3 mal wiederkehren sehen. Doch, wie oft haben wir einen Fehler mehrfach begangen? Wie oft kehr in der unseren Geschichte etwas wieder, dass schon beim ersten Mal ganz klar als Steigerung des Unnötigen und der Idiotie angesehen werden konnte? Viel zu oft. Deshalb werde ich auch nicht überdrüssig werden Hennens Geschichten zu lesen. Sie befassen sich nicht nur mit Welten, in die wir so nie gelangen werden - er verbindet sie auf einfachste und doch exakteste Korrelation mit unserer eigenen Welt. Lese ich ein Buch von ihm, so glaube ich ein Stück Geschichte zu lesen, die irgendwo auf unserer Welt so ähnlich stattgefunden haben kann. Dies erschrickt und fasziniert mich. Ich bin gespannt auf welchen Gleisen die Geschichte wandeln wird.
Zudem bin ich gespannt, ob ich Figuren wir Emerelle oder Ollowain vermissen werde. Bisher gibt es noch kein Pendant für diese Figuren - doch bisher ist es auch nicht nötig. Wäre ja schön, wenn Hennen mehr in Petto hat, als ständig wiederkehrende Charaktere (abgesehen vom Devanthar... der ist als feststehende Konstante aus dieser Gleichung auszuklammern...)
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so schnell...
...hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass etwas hier geantwortet wird.
Hm... Überzeugungsarbeit würde ich es mal nicht direkt nennen, aber ich kann es ja so ausdrücken: Ich lese das Zeug und finde es .... achtung, jetzt kommt ein überwältigendes Synonym für Unbeschreiblichkeit .... toll!
:P
Klar gibt es auch schwache Stellen drin, aber allein für die Elfenritter - Bände lohnt es sich die ersten drei Bücher (Die Elfen, Elfenwinter, Elfenlicht) zu lesen. Und es geht da ja auch nicht nur um die Elfen. Das wäre schon bisschen langweilig, muss ich zugeben. Es geht vermehrt auch um Menschen, die größtenteils dem Aberglauben verfallen sind, das alles andere Böse ist. Und das wird auf eine Art und Weise durchgezogen, dass es nur Erinnerungen wecken kann - an den Verfolgungswahn der Menschen gegenüber der Natur aller Dinge, die sie nicht auf den ersten Augenblick hinaus verstehen können. In Hennens Welt sind es zwar die Devanthar, die die Menschen mit diesem Irrglauben vorantreiben, aber die Furcht vor Unbekanntem steckt so oder so in den Menschen drin. Da braucht es nur ein paar geschickter Taten, um es zum eskalieren zu bringen.
Ja, ich denke darum geht es in den Büchern - wie es geschafft werden kann Menschen zum eskalieren zu bringen und ganze Welten zerstören zu wollen. Die Bücher sind in keinster Weise einem Happy End verpflichtet, und das macht sie so gut. Finde ich zumindest. Einige behaupten dass es mehr kindlich geschrieben ist - ich kann das nicht nachvollziehen.
Wenn du die Elfen mal beginnst, nimm dir viel Zeit für die folgenden Bände... das dauert ne ganze Weile, eh man da mal durch ist. Vielleicht ist es aber gar nicht so schlecht immer mal eine Pause einzulegen. Wie schon gesagt, chronologisch ist es sowieso nicht und wenn man dann noch im Hinterkopf hat, was eigentlich erst 1000jahre nach dem gerade gelesenen passieren soll, dann denkt man zu viel über die Geschichte nach und verliert bisschen das Herzstück aus den Augen - die momentane Geschichte selbst.
Vermutlich hat dich das jetzt auch nicht so wirklich überzeugt.
Egal, noch eines: Bisher braucht man die ganzen Vorbände der Elfen für Drachenelfen nicht wirklich. Man hat dann zwar ein ausgeprägteres Verständnis der Welt gegenüber, aber bisher wurde nichts ins Feld geführt, was auf bereits Geschriebenem aufbaut. Bisher ist es wirklich der Anfang des Epos. Mehr noch nicht...
Du sollst nicht vorwärts finkeln!
Hatte kurz überlegt
Mittlerweile habe ich dank der tollen Erfindung von Mängelexemplaren auch beinahe alle Elfen-Bücher und habe den ersten Band ja auch gelesen. Deswegen jetzt mal meine Frage als Unwissender. Sollte man die Elfenwinter, Elfenlicht und Elfenkönigin gelesen haben, bevor man mit Drachenelfen anfängt oder ist das vollkommen egal? Bisher bin ich ja immer noch nicht so angetan von den perfekten Wesen, weswegen ich die Bücher in meinem Stapel immer schön weiter nach hinten verschiebe, wenn es etwas anderes dazwischen kommt. Lust auf Überredungsarbeit?