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So Quixottel hat einen neuen Thread aufgemacht und ich ziehe mal gleich mit, weil es mir gerade in einem anderen Thread aufgefallen ist.
Was muss man gelesen haben, wenn man sich Fantasy-Fan nennen will? Gibt es Bücher, die so gut sind, dass sie in eine solche Liste mit aufgenommen werden sollten? Darf man eine solche Liste überhaupt erstellen?
Mal schauen, was kommt.
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Subjektiv muss ich sagen, dass Cepheid mir an dieser Stelle noch zu undeutlich mit seinen Aussagen wird. Er verurteilt den Fanatismus und lehnt im nächsten Beitrag kategorisch alles ab, was ihm nicht gefällt.
-> Man darf doch durchaus auch objektiv und subjektiv an eine Sache herangehen :P
Ich wollte damit erst recht zeigen, dass Subjektivität nicht weiterführt, wenn man hier zu einem Ergebnis kommen will.
Das sich der Geschmack über die Zeit hinweg ändert ist öfters so.
Aber man sollte blutreiters einleitende Frage wohl erst mal allgemein sehen
Also hängt es von der Einzelperson ab, ihren bisherigen Erfahrungen mit Büchern, die auch von einigen Dingen abhängen (Bildungsstand, Herkunft, Geld...). Und ihrer Entwicklung, d.h. ihr Urteil ändert sich.
Damit auch ihre Meinung, was man gelesen haben sollte, falls sie denn so eine hat. Was heißt mitreden denn schon?
Man findet immer ein Eckchen, wo ein paar Leuts sind, mit denen man über das reden kann, was man gelesen hat, statt über den neusten Bestseller.
Daher ist auch die Formulierung "mitreden" etwas gewagt, außer man will immer auf der "Höhe der Zeit" sein. Aber wer, der all die Bücher auf den Bestsellerlisten ließt, die tatsächlich allgemein schlecht bewertet werden, redet schon ausführlich über diese?
Und Ableitung nach dt hieße ja, dass es sich ziemlich schnell ändert. Oder hast du ein anderes Verständnis von d?
Aber bitte deine Gleichung:
Q := Geschmack von Quixottel
U := Urteil über die Fantasy
t := Zeit
B := äußere Einflüsse durch Bücher
M := Einflüsse durch andere Menschen
E := Einflüsse durch Erfahrungen/ Erlebnisse
U(t) = Q * ( (B+M+E) / t )
Ableitung nach t:
U´(t) = Q * (- (B+M+E) / t² )
Beweisen darfst du sie selber :P
____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz
Stockende Furcht
Also kurzzeitig, als ich den Titel dieses aus der Scham geborenen Thread las, dachte ich schon kurz angstvoll an mehrere ewig lange Listen an Büchern, die mit Kiddie-Kommentaren versehen wurden um dezent darauf hin zu weisen, wie geil diese Schinken doch sind.
Dabei entspinnt sich doch tatsächlich so eine Art Diskussion um die Frage - gibt es Fanatismus in der Fantasy? Und wozu sollte man den gebrauchen?
Subjektiv muss ich sagen, dass Cepheid mir an dieser Stelle noch zu undeutlich mit seinen Aussagen wird. Er verurteilt den Fanatismus und lehnt im nächsten Beitrag kategorisch alles ab, was ihm nicht gefällt. Blutreiter bringt im Umkehrschluss den mahnenden Finger -wie sollte ich mit meiner subjektiven Einstellung umgehen und versucht somit leise raunende Kritik zu üben. Witzig.
Ich sehe das ähnlich wie Blutreiter - nur weil ich persönlich auf die Geschichte absolut nicht angesprungen bin, heißt es ja noch lange nicht, dass es jedem so gehen muss und dass die Geschichte deshalb Schund ist. Egal was man jetzt von Harry Potter halten mag - und ja, auch ich denke, dass es eine halbgare Sache ist, die anfänglich mal für Kinder anfing und sich dann zu einer Art Hybris entwickelte - doch die Welt an sich ist stimmig gewesen. Sie war atmosphärisch gut und auch die Verwicklungen über einige Bücher hin weg konnten durchaus überzeugen. Auch wenn einem die Hauptcharaktere nicht so gefallen haben mögen - die Charakterzeichnung war deshalb nicht schlechte. Eher genau andersrum - sie war hervorragend! Habe selten so sehr über sich wiederholende Jugendprobleme zetern können beim Lesen, wie bei HP 4-7. :)
J.K. Rowling hat da wirklich eine tolle Geschichte verfasst, da sie es schaffte bis zum Ende zu kommen und auch am Schluss noch einigermaßen überzeugend daher zu kommen. George R.R. Martin hingegen schafft das, meines Erachtens nach, zum Beispiel mit seinem Lied von Eis und Feuer nicht. Auch wenn die Welt enorm überbordernd und dennoch umschließend wirkte, verliert sie sich nach und nach in Phrasen und Wiederholungen, nicht zielführenden Nebenplots und neu eingeführten Charakteren, die sang und klanglos untergehen, wo sie es eigentlich nicht hätten tun sollen. Und ob die Reihe jemals zu einem Ende kommt ist auch nicht klar.
Fantasy ist für mich ein Begriff, der viel Fundament braucht. "Weltliteratur" hat es in dem Sinne einfacher, da sie auf einer Welt aufbaut, die uns allen bekannt ist - eben unserem Alltag. Und daraus entspringen dann Charaktere und Plots, die nicht ganz alltäglich sind. Aber das Grundgerüst ist allemal vorhanden.
Für Fantasy braucht es viel Fundamentarbeit. Deshalb gibt es vermutlich auch in keinem anderen Genre derartig viele Trilogien und Mehrteiler. Es braucht einen Grundstock, der aber nicht nur darauf bedacht ist eine Einführung zu geben, sondern direkt mit Krallen nach unserer Aufmerksamkeit schnappt und uns nicht mehr los lässt. Das ist schwer. Denn da bedarf es nicht nur Charaktere und Plots, die nicht alltäglich sind, es bedarf auch noch einer ganzen Welt, die nicht alltäglich ist.
Manche Menschen sind bereit in anderen Welten herum zu schweifen - sie begehen gern Realitätsflucht. Andere hingegen sind tief mit unserem eigenen Weltenbaum verwachsen und kommen einfach nicht unter ihrem Stein hervor gekrochen - für die ist jede Welt, die nach Magie greift, eine unbegreifbare.
Deshalb dürfte es fast unmöglich sein ein einheitliches Urteil zu fällen, was denn nun für einen Fantasy Fan von nöten ist. Was gelesen werden sollte. Manche trauen sich ein paar Schritte hervor, aber wollen doch nicht all zu weit weg gehen. Andere latschen direkt los in den Dschungel der Gefahren, ohne auch nur einen Blick zurück zu werfen. Da Fantasy aber aus dem Schatten geschmäht zu werden heraus gekommen ist, dürfte es nun für fast jeden etwas geben, dass er gern lesen kann.
Ich war mal so, dass ich fast alles hätte lesen können, was Sword and Sorcery oder highfantasy zu bieten hatte - das ist vorbei. Jetzt bin ich dazu übergegangen mich wieder dem zu widmen, was existenzieller ist - der Realtität. Nicht durch und durch, aber doch deutlich mehr als früher. Ein Urteil über Fantasy ist demnach nicht nur Geschmacks, sondern auch noch zeitabhängig. Darum wünsche ich euch nun viel Spaß, beim erstellen dieser Gleichung und vergesst mir die Ableitung nach dt nicht ... !
:P
Du sollst nicht vorwärts finkeln!
@nazena
Genau das wollte ich ja rauskitzeln^^ Ich finde Bestsellerlisten immer etwas bescheuert, besonders da dann immer überall kommt. Boooah Twilight ist ja der Hammer, total genial. Wie Edward aussieht!!! Das hat mich extrem lange davon abgehalten, Twilight überhaupt in die Hand zu nehmen.
Deine genannten Bücher sind ja wirklich dauerhaft in aller Munde^^ Die Bücherei meiner Stadt ist auch immer hellaufbegeistert, wenn sie die Bücher nach Monaten dann doch mal ganz kurz wieder in Händen halten, um z.B. Signaturen zu ändern.
Meine Frage zielte auch noch darauf ab, dass ich ja auf Lehramt zusteuere und immer daran interessiert bin, ob man denn wirklich immer bestimmte Bücher gelesen haben muss oder vllt doch etwas anderes.
Bei Cepheid finde ich es gerade interessant, dass er von Fanatismus spricht, denn daran hatte ich auch gedacht. Wobei, wenn ich mal überlege, wie meine Fazits bei Artikeln immer so aussehen, dann klinge ich auch immer so^^
Kommt drauf an wen du
Kommt drauf an wen du fragst... es werden ja ab und an von allen möglichen "kompetenten" Leuten Leselisten auf den Markt geworfen. Ich denke, für die verschiedenen Spielarten der Fantasy gibt es auch unterschiedlich empfehlenswerte Bücher, abängig davon, ob man ein Hardcore Leser ist oder nur mal schnuppern will. Um "mitreden" zu können, würde ich sagen, stehen folgende Bücher im kanon:
Der Herr der Ringe (ohne Worte)
Biss-Reihe (was man auch immer davon hält)
Harry Potter
Percy Jackson
Tribute von Panem
Das sind die populärsten Fantasybücher, schätze ich, und auch diejenigen, über die man am ehesten spricht. Ansonsten einfach nach Verkaufszahlen gehen...
-------------------------------------------------------------------------------------------- Vor fünfhundert Jahren wussten wir, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir: sie ist kugelförmig. Stell dir vor, was wir in 500 Jahren wissen werden! -
Um "mitreden" zu können....
siehst du, Nazena, du bist auch so eine.
Der Herr der Ringe (ohne Worte) -> sechs mal gelesen, gibt aber viel zu kritisieren, was ist jetzt daran so besonders? Ist gut, aber sonst?
Biss-Reihe (was man auch immer davon hält) -> Männer und Kleinmädchenbücher? Ich bin doch nicht kirre
Harry Potter -> Ähm ja, viel verkauft, aber literarisch nichts besonderes
Percy Jackson -> Kenn nur den Kinofilm - vom Titel her, was heißt, das ichs bisher nicht gebruacht habe um mitreden zu können
Tribute von Panem -> Nie gehört. Rest, siehe letzten Punkt
Das sind die populärsten Fantasybücher, schätze ich, und auch diejenigen, über die man am ehesten spricht. Ansonsten einfach nach Verkaufszahlen gehen...
-> Gerade die populären sind gewöhnlich alles andere als die besten. Und da ich von wei nie wirklich gehört habe, können sie auch nicht so besonders sein.
Wenn du jetzt Bücher wie "Das Lied von Eis und Feuer" oder "Das Spiel der Götter" genannt hättest, dann könnte man drüber reden. Die sind wenigstens was. Ersteres habe ich nicht gelesen, nur viel davon gehört. Verkaufen tun die sich auch ganz gut, stecken dabei aber mal nebenbei Herr der Rnige locker in die Tasche.
Alles subjektiv und von daher schon Unsinn darüber zu diskutieren. Objektiv gesehen gilt da eher das aus meinem ersten Post.
____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz
Rein subjektiv?
Ich habe auch lange darüber gerätselt, ob ich Bücher auch dann gut finde, wenn sie mir nicht gefallen, aber dafür sorgen, dass viele Menschen lese. Ich finde die Bücher von Michael Peinkofer z.B. total dämlich und schlecht geschrieben, aber die Leute lesen sie!!! Das freut mich dann auch wieder total.
Betrachte ich auch z.B. Percy Jackson, so sind die gut geschrieben, treffen kindliche/jugendliche Lebenswelt und erfüllen extrem vielen pädagogischen Ansprüchen. Kann man dann nicht sagen, dass die Bücher gut sind?
Lied von Eis und Feuer habe ich auch erst vor kurzem endlich gelesen und finde sie gut, vorher habe ich sie aber noch nie gelesen und auch kaum davon gehört. Warum ist das dann also LvEuF etwas anderes, als Tribute von Panem? Wird nebenbei übrigens auch gerade verfilmt und ist bei Jugendlichen extrem beliebt^^
Fan(antismus?)
Um ein Fantasyfan zu sein, muss man Fantasy toll finden und sie gegenüber Lästerern verteidigen und nicht einfach mit dem Kopf nicken oder still schweigen.
So sehe ich das, vereinfacht geschrieben.
Ob man jetzt Heitz oder Schwartz toll findet, ist einerlei, wenn man nicht auf diese beschränkt ist, sondern auch das ein oder andere Fantasybuch toll findet.
So kann ich mit Heitz gar nichts anfangen, finde dagegen Schwartz gut, besonders der erste Zyklus. Aber auch Die Wächter Tetralogie finde ich toll, die Eddingsbücher sind auch nett, wenn auch klischeehaft. Und auch sont das ein oder andere Werk, was ich nciht alles aufzählen möchte.
Wenn man aber der Ansicht ist, nur als Anhänger eines bestimmten Buches wäre man ein wirklicher Fan, dann ist das Fanatismus oder vll. auch eher Fundamentalismus.
Es gibt nur eine wahre Religion, alles was ihr dagegen sagt ist Blasphemie!
Es gibt nur ein wahres Buch, wenn ihr es nicht toll findet, seit ihr nicht würdig euch ein Fantasyanhänger zu nennen!
So ein Quatsch.
____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz
Ich beginn doch gleich mal^^
So, auch wenn es angeblich unschön ist, werfe ich hier mal noch die gesamte Geschichte ein, da sie im Eröffnungstext vllt zu fest wäre.
Im Ork-Gewinnspiel habe ich mir gerade mal die Antworten durchgelesen und bin ziemlich erstaunt über die euphorische Antwort von Nachtengel, der schreibt, dass man Peinkofers Orks gelesen haben muss, um sich als echter Fantasy-Fan bezeichnen zu dürfen. Auf das Buch würde ich jetzt gar nicht weiter eingehen wollen, aber auf die Aussage als solche. Muss man einen Tolkien gelesen haben? Einen Richard Schwartz? Markus Heitz? Kai Meyer? Joanne K. Rowling? (Alle nicht erwähnten sind hiermit auch genannt :P)