Finale: Deutscher Phantastik Preis 2010!

Finale: Deutscher Phantastik Preis 2010!

... und der Meister ist gleich zwei Mal am Start:
 

Bester deutschsprachiger Roman

  • Bernhard Hennen: Elfenlied (Heyne)
  • Frank Schätzing: Limit (Kiepenheuer & Witsch)
  • Kai Meyer: Arkadien erwacht (Carlsen)
  • Markus Heitz: Drachenkaiser (Piper)
  • Markus Heitz: Gerechter Zorn - Die Legenden der Albae 1 (Piper)

 
Ob er diesmal wohl schon wieder gewinnen kann?
Am besten gleich abstimmen: http://www.deutscher-phantastik-preis.de/   =)
 
 
(Ebenfalls ins Finale geschafft hat es übrigens Richard Schwartz' Askir-Zyklus, der in der Kategorie "Beste Serie" antritt.)
 
Ich bin auf das Ergebnis gespannt!


1800.   Das ist die

1800.
 
Das ist die ungefähre Anzahl aller Teilnehmer an der letztjährigen Abstimmung! Ich weiß es aus verlässlicher Quelle: Judith Gor, Administratorin auf literatopia.de, und Holger M. Pohl, Kolumnist auf fantasyguide.de, haben sich letztes Jahr bei den Machern nach den Stimmzahlen erkundigt. Angesichts dieser Zahlen von einem Leservotum zu sprechen halte ich für lächerlich. Nur ein Bruchteil der tatsächlichen Leserschaft hat abgestimmt!
 
Dieses Jahr könnten es noch weniger Wähler gewesen sein, da mir in den Foren ein hohes Maß an Resignation entgegenschlug ("Warum soll ich abstimmen? Heitz gewinnt doch ohnehin!"). In seiner Dankes"rede" ist Heitz kurz darauf eingegangen, auf seiner HP findet sich der Inhalt sinngemäß. Da ich kein allzu großer Heitz-Fan bin, kam mir diese Aussage eher wie der Versuch einer Rechtfertigung vor ("Ich kann doch nichts dafür, dass man mich wählt!" - Genau das sehe ich aber nicht unbedingt so, wie ich gleich noch erläutern werde.), aber das kann auch nur ein persönlicher Eindruck gewesen sein.
 
Der DPP ist ein reiner Publikumspreis, und den gewinnt im Normalfall derjenige, der die meisten Leser erreicht. Abstimmen kann jeder, aber eine entsprechend große Leserschaft lässt sich nur von einem Autor mobilisieren, der in den Medien sehr präsent ist, und das ist Heitz auf jeden Fall. Heitz kündigt den DPP auf seiner HP, seinen Fanforen und in seinen Newslettern an. Viele Fanclubs haben sich um ihn herum gebildet, und seit einiger Zeit existiert sogar ein offizieller Verein.

Theoretisch würde es bei 1800 Stimmen reichen, wenn nur 361 davon auf ein Werk entfallen, damit es gewinnt. Und eine entsprechend große Anzahl an Lesern zu finden ist nicht weiter schwierig.
 
Gegenbeispiel Hennen: Null Ankündigung, kaum Präsenz im Internet, erst vor einigen Wochen ein dezenter Hinweis auf seiner sonst fast verwaisten HP. Hennen ist deutlich zurückhaltender als Heitz, obwohl viele seiner Romane nicht minder erfolgreich sind. Da ich das Glück hatte, mit ihm ein Gespräch führen zu können, habe ich den Eindruck, dass er seine Privatsphäre viel mehr schätzt und ihm der Rummel um seine Person nicht wichtig ist.
Da braucht man sich nicht zu wundern.
 
Natürlich hätte Hennen in meinen Augen längst einen DPP verdient, aber "Elfenkönigin", im Gegensatz zu "Elfenlied" eine wirkliche Konkurrenz für Heitz, stand schon in der Vorrunde nicht zur Wahl. Das läuft so: Ein kleiner Kreis der Organisatoren erarbeitet eine Vorschlagsliste (ca. 10 - 15 Romane), stellt sie ins Internet und lässt die Fans darüber abstimmen. Zusätzlich können sie eigene Vorschläge einreichen, doch nur dann, wenn genügend von ihnen es tun, schaffen es diese Vorschläge wirklich in die Endrunde. Und wer stimmt schon für einen Roman, der nicht zur Wahl steht? Die unentschlossenen Wähler sicher nicht.
Dass "Elfenkönigin" nicht zur Wahl stand wäre nicht weiter schlimm gewesen, aber es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. Letztes Jahr wurde keiner von Hennens Romanen ("Die Albenmark" und "Das Fjordland") auf die Vorschlagsliste gesetzt, und das irritiert mich dann doch, wenn es mehrfach passiert. In einer Mail sagte man mir, diese Liste werde immer von denselben Personen erstellt, und hat mich relativ barsch und unfreundlich abblitzen lassen... Ich will niemandem etwas unterstellen, aber ich halte es doch für merkwürdig.
 
Andererseits: Welchen Aussagewert hat ein Preis, dessen Träger von nur 1800 Personen ermittelt werden? Ich finde es sowieso lächerlich, nur aus Prinzip für seinen Lieblingsautor zu stimmen, ohne die anderen Bücher zu kennen. Von den nominierten Werken habe ich ganze drei gelesen - definitiv zu wenig, um nach Qualität gehen zu können.


Danke schön:-)

Noch vor einigen Wochen hatte ich versucht herauszufinden, wie die Preise vom DPP wirklich zustande kommen und dank dir habe ich jetzt nen besseren Überblick. Danke also dafür.
 
Was mich bei deinem Beitrag aber etwas fragend zurück gelassen hat, war die womögliche Tatsache, dass du Markus Heitz einen gewissen Vorwurf für seine Medienpräsenz machst, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. (Sollte ich dich in diesem Punkt missverstanden haben, dann ignorier das meiste von den nächsten Zeilen einfach.) Ist es denn verwerflich, wenn er dafür sorgt, dass er nicht vergessen wird? Auch wenn jetzt vermutlich einige sagen würden, dass er dazu einfach gute Bücher schreiben muss, so würde ich auch dem widersprechen, denn schließlich würde auch jeder von uns versuchen, dass so viele von den eigenen Büchern verkauft werden, wie eben möglich.
 
Ich sehe aber das Hauptproblem genau in deinem letzten Punkt, die Auswahl der Vorschlagsliste ist ein echter Witz. Wie kann es passieren, dass bei einer solchen Masse von neuen deutschsprachigen Fantasyromanen, zweimal Markus Heitz vertreten ist? Ich hatte es hier ja schon iwo geschrieben. Ich mag die Bücher von Heitz und finde es dennoch absolut bescheuert, dass kein Hennen, Hardebusch, Schwartz(Gesa oder Richard), Marzi, ... man merkt, dass waren jetzt wirklich die bekanntesten und trotzdem tauchen diese Namen kaum in den Listen auf. Bedenklich und absoluter Beweis dafür, dass man diesem Preis nicht mehr sonderlich viel beimessen sollte.


Nichts zu danken!   Ich

Nichts zu danken!
 
Ich mache Heitz keinen Vorwurf aus seiner Medienpräsenz, sondern will damit nur die Behauptung entkräften, er gewinne nur deshalb, weil er besser ist als andere Autoren. Er ist vor allem eines: Bekannter. Und ein guter Selbstvermarkter ist er obendrein.
 
Zu den Vorschlagslisten: Ich hatte den Wortlaut wohl nicht mehr ganz im Kopf, jedenfalls stand in der Mail nicht, dass sie immer von denselben Leuten erarbeitet wird. Man hat mir geschrieben, man ziehe den Rat von etwa sechs Personen heran, ohne selbst zu wissen, warum diese einige Bücher nennen und andere nicht. Ich hatte da offensichtlich was Falsches im Kopf und will hier natürlich keine Halbwahrheiten verbreiten.
 
Ob Hardebusch, Marzi und Co zur Wahl standen weiß ich nicht mehr so genau. Die Vorschlagslisten umfassen ja mehr als die fünf Nominierten, aus denen der Sieger ermittelt wird und die zu Beginn des Themas gelistet sind. Vielleicht war doch ein Marzi oder ein Hardebusch vertreten, hat es dann aber nicht in die Endrunde geschafft. Die Vorschlagsliste kam mir allerdings trotzdem sehr lückenhaft vor.
Übrigens wurde der Askir-Zyklus in der Kategorie Beste Serie auf Platz 2 gewählt.
 
Hier die vollständige Liste: http://www.deutscher-phantastik-preis.de/


Ah okay

Das mit dem Askir-Zyklus habe ich auch bemerkt, hatte mir die Liste ja gestern Abend angesehen. Ich hatte einfach nur ein paar deutsche Autoren genannt.
Wie würdest du das Ganze denn angehen? Also wie schafft man eine wirklich unbefangene Jury? Ich habe in meiner Bücherei nämlich das blöde Problem, dass da iwo so ein komischer Typ in einem Büro sitzt und der Bücherei sehr unbekannte und teilweise auch schlechte Fantasyromane schickt. Nennt sich "Standing order" und sollte (eig) den Büchereien helfen, wenn die Mitarbeiter nicht so viel Ahnung von dem jeweiligen Genre haben. Ich konnte die Bücherei endlich davon überzeugen, dass ich mit einer Mitarbeiterin bald die Abteilung übernehmen darf.
Aber ich tippe darauf, dass die Jury für die Vorschlagsliste genauso tolle Leuchten sind, wie der für die beschriebene "Standing Order".


Er hat es also geschafft...

Ich muss sagen, dass ich nicht wirklich begeistert bin, dass wieder ein Heitz das Rennen gemacht hat. Die Albae wurden von den Fans auf Platz 1 gewählt. Mal schauen, ob der Preis im nächsten Jahr mal etwas besser wird.


hehe

 
ich glaube man sollte mahet ins boot der jury berufen wenigsten aller 2 jahre.so hat er dann eben nicht die möglichkeit am verleih des preises als autor tätig zu sein,wäre so mein allgemeiner vorschlag der mir momentan gerade durch den kopf geht.ehm nichts gegen mahet.ja ehre wem ehre gebührt,aber mal ehrlich,es ist da schon recht langweilig.oh da werden ja wieder welche über mich schimpfen wie ich es wagen kann seinen status in frage zu stellen.so für alle noch mal zum mitlesen ich mag mahet`s bücher über alles und manche seiner werke sehen aus als wären sie schon durch hundert hände gegangen,ehm sind sie ja auch.nur so mal eine kleine randbemerkung.
 
ja also ich bin der meinung das er sich wirklich ja schon lange unsterblich geschrieben hat. die frage ist nur,ob er den denn ganzen ruhm noch brauch?
 
bin ja auch der meinung,das es ab und zu ja auch wichtig ist ein paar streicheleinheiten für sein schaffen zu bekommen,aber stets und ständig?schmeckt der erfolg den überhaupt noch wie beim ersten mal,ich mag das mal bezweifeln,aber was soll man machen,wenn der erfolg einem hinterher geschmissen wird.jetzt regen wir uns auf,mich mit eingeschlossen,das er schon wieder mit zwei werken am start ist und sehr wahrscheinlich auch gewinnt aber wenn wir im umgekehrten fall dann mal 1-2 jahre nichts von unserm mahet hören würden,da würden wir wahrscheinlich noch viel lauter,nee ganz bestimmt viel lauter,nach neuen werken von im schreien und wild drauf spekulieren was passiert ist.was ich sagen will,ist eigentlich nur das,egal was mahet machen würde,er würde uns immer irgendwie nicht recht machen,oder sehe ich da was falsch?


Ich frag mal nach

Versteh ich dich richtig: Wir meckern, weil er schon wieder auf der Phantastik-Liste steht und wohl auch gewinnen wird, was den gesamten Preis etwas langweilig wirken lässt, aber zum Anderen würden wir uns auch beschweren, wenn mal kein Buch von ihm auf der Liste steht?
Ich habe dich mal so gedeutet und selbst auf den Verdacht hin, dass du das nicht gemeint hast, antworte ich darauf mal^^
Ich ganz persönlich würde mich nicht beschweren, weil es mir an sich eh völlig schnuppe ist, wer den Preis jetzt bekommt und ich werde auch Romane nicht lesen, nur weil der Autor nen Preis dafür bekommen hat... - Nebenbei ich vermag es dennoch nicht, mich größtenteils gegen Bestseller zu wehren, weil die einem im Geschäft einfach schneller ins Auge springen und man sich das kantige Teil daraufhin etwas näher anschaut. Ich denke man sollte allgemein eine Pause bei der Nominierung einlegen, hat jemand den Preis gewonnen, dann darf er im nächsten Jahr nicht mehr nominiert werden. Kommt deinem Prinzip an sich ja sehr nahe Feuerauge? Es gibt einfach auch sehr viele andere sehr gute deutsche Autoren, die sich in der Welt der Phantastik tummeln und der Preis scheint mir immer mehr einfach nur die beliebtesten zu nehmen, wodurch eine qualifizierte Bewertung völlig unmöglich... Okay ist sie meistens eh, wenn man nur die Leser entscheiden lässt, die häufig auch nur anderen Meinungen hinterherrennen. So und jetzt habe ich mich iwie etwas verrannt und mein roter FAden ist gerissen, also warte ich auf Reaktion, falls jemand mein inhaltliches Ende gefunden hat.


oh ein kleiner fehler

jaja so ist das mit dem zunemendem alter zum glück hat es ja noch keiner bemerkt so das ich mich wenigstens selbst berichtigen kann,ehm ja wie ich da geschrieben hab jury ja zum glück gibt es ja in diesem sinne keine von daher mag man mir meinen kleinen fehler verzeihen,aber ansonsten ja warten wir mal ab,wer gewinnen wird,wir haben es allein in der hand wir alle und von daher bin da schon ein wenig neugierig wie es aus gehen wird


Wie fies...

... Der arme Bernhard Hennen... Ich denke, mit Elfenkönigin hätte er größere Chancen gehabt, als mit Elfenlied- ich persönlich bin alles andere, als gegen Gedichte, aber was der Rest der Leserschaft darüber denkt, möchte ich lieber nicht wissen- Da hat MaHet mit z.B. Drachenkaiser (vllt. haben die Albae mehr Fans, aber Drachenkaiser hätte es in meinen Augen eher verdient ;)) vermutlich mehr Glück. Mal sehen. Vielleicht überraschen mich die Phantasten ja doch noch mit Sinn für Lyrik...


Also ich mag ihn ja auch, aber....

das wird langsam langweilig, dass er immer gleich mit zwei Werken vertreten ist. Da sollten auch neuere Autoren mal die Möglichkeit bekommen, den Preis zu gewinnen. Meinetwegen bekommt Mahet dann den Fan-Sonderpreis oder so, aber bitte nicht immer nur er ...

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