Geschichte A. Lee Martinez

Geschichte A. Lee Martinez

Wir laden euch ein, euch beim Schreiben einer gemeinsamen Geschichte im schrägen Universum des A. Lee Martinez auszutoben. Es soll immer nur der letzte Abschnitt der Geschichte gelesen und dann auch immer nur ein Abschnitt weitergeschrieben werden! Dazu müsst ihr euch an die Vorgaben der vorherigen Person halten, die diese als Bedingung postet (z.B. Im nächsten Abschnitt muss wörtliche Rede vorkommen/Im nächsten Abschnitt muss eine neue Person auftauchen/Der nächste Abschnitt darf nur aus einem Satz bestehen …). Eure Abschnitte sollten max. 5 Zeilen lang sein – fortgesetzt wird immer mit einem neuen Kommentar. So kann jeder den Verlauf unserer Geschichte mitgestalten. Wir wünschen viel Spaß und viel Erfindungsreichtum!


Hier ist der Anfang der Geschichte:
 

 
Margle der Schreckliche hatte die Angewohnheit, Dinge zu sammeln. Er besaß Bücher über verschiedene Studienfächer des Arkanen und der düsteren Überlieferungen. Sein Schloss war mit den verschiedensten Monstern und Teilen von Monstern angefüllt, die solchen Zwecken dienen sollten, wie sie sich wohl nur Zauberer vorstellen können. Andere Räume waren voller Juwelen und allerlei verzaubertem Krimskrams, goldenen und anderen wertvollen Dingen und jenen eigentümlichen Kleinigkeiten, die Zauberern zwar letztlich wenig bedeuteten, die sie aber trotzdem meinten, unbedingt horten zu müssen. Außerdem gab es eine große Auswahl an Feinden, die er über die Jahre zusammengetragen hatte. Margle tötete seine Gegner allerdings fast nie. Der Tod amüsierte ihn selten. Lieber behielt er sie in seiner Nähe – eine stattliche Sammlung alter Rivalen und gefallener Helden. Und wie bei allen seinen Sammlungen war es vor allem Nessys Aufgabe, sich darum zu kümmern.
Margle war ein außergewöhnlich großzügiger Meister, was bedeutete, dass er im Allgemeinen zu beschäftigt war, um sich damit aufzuhalten, sie anzuschreien. Und wenn er es doch einmal tat, dann warf er normalerweise Dinge nach ihr, und zwar solche, die nicht gefährlich hart oder scharf waren, verfehlte sie aber meistens. Margle war oft fort, dann überließ er Nessy die Führung des Schlosses. Oder zumindest der Räume, die ihr nicht verboten waren und die zu betreten sie ohnehin keine Lust hatte. Denn in Margles Schloss lauerten natürlich zahlreiche Schrecken. Es gab sogar einen oder zwei Räume, die der Zauberer selbst nie betrat. Und einen Ort - Die Tür Am Ende Des Flurs - , in deren Nähe auch er sich nicht begab, sofern es sich vermeiden ließ.
Besonders gern kümmerte sich Nessy um Margles umfangreiche Bibliothek. Und falls sie doch einmal einen kurzen Blick in einen oder zwei der geheimen Bände geworfen hatte, während sie die Regale alphabetisch ordnete, so hatte es Margle jedenfalls noch nicht bemerkt - oder es war ihm egal. Sie hatte sogar eine Handvoll Zaubertricks aufgeschnappt. Nichts Großes, eher kleine Zaubersprüche für den Hausgebrauch. Die Schreckgestalten im Bestiarium zu füttern war ihre unangenehmste Aufgabe, doch selbst dies tat sie ohne Murren. Es war eine ehrliche Arbeit, die ihr ein Dach über dem Kopf und genug zu essen bescherte. Und obwohl sie wusste, dass Margle sie eines Tages sicherlich in einem Wutanfall oder innerhalb irgendeines teuflischen Experiments oder vielleicht auch einfach, weil es ihn amüsierte, töten würde, war sie froh, sie zu haben.
Nur auf die gelegentlich allzu gesprächigen Wasserspeier hätte sie verzichten können.
„Hab ich dir schon erzählt, wie ich einmal nur mit einem nassen Handtuch bewaffnet drei Oger niedergemetzelt habe?“, fragte Gareth.
„Ja.“ Nessy polierte seinen Steinkopf mit einem Lappen, während der Wasserspeier fortfuhr.
„Tja, es war ein fürchterlicher Kampf …“ Er plapperte noch eine Weile weiter, und Nessy nickte, als höre sie zu. Sie bedauerte die arme Seele, die in einem Steindämon gefangen war, der da über irgendeinem Torbogen kauerte. Das war das Schicksal von Margles Feinden. Zumindest das dieses besonderen Feindes.
„Hörst du mir überhaupt zu?“, seufzte Gareth.
„Nein.“ Nessy war gnadenlos ehrlich. Nicht so sehr, weil sie diese Tugend schätzte, sondern weil sie, bevor sie etwas sagte, selten daran dachte zu lügen.
„Ich war ein großer Held, weißt du?“
„Ich weiß.“ Sie spuckte in sein Auge und wischte den Schmutz weg.
„Ich hasse es, wenn du das tust.“
„Hättest du lieber Schmutz in den Augen?“
„Nein.“
„Na, dann …“ Geschickt kletterte sie auf seinen Rücken und wienerte seine Hörner. Gareth rührte sich nicht, er konnte es gar nicht. Er konnte nur reden und noch mehr reden. Und den Korridor entlang auf Die Tür Am Ende Des Flurs starren.
„Hast du dich je gefragt, was da drin ist?“, fragte er.
 
 


Nessy verstand

Nessy verstand erst nicht was Gareth meinte und wollte zu einer gehässigen Antwort ansetzen, als sie dann jedoch seinem Blick folgte stieß sie einem Fluch aus der selbst dem Teufel die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte. Mehr gehtezt als elegant schwang sie sich vom Rücken des Wasserspeiers, hinab auf den steinernen Fußboden und setzte zur Verfolgung des flüchtigen Putzuntensils an.
Über ihre Eile vergaß sie es dem durchaus interresanten Fakt Beachtung zu schenken, dass sich der Putzlappen von selbst bewegt hatte. Zwar gehörten seltsame Ereignisse im Schloss zur Tagesordnung und sich bewegende oder belebte Gegenstände waren auch verhältniss -mäßig "normal" , jedoch waren dafür meist sich langweilende Geister oder Margle selbst verantwortlich. Jedoch war zur Zeit weder das eine noch das andere zugegen.
"Stehen geblieben du Drecksack!", zischte Nessy wütend als sie den Putzlappen eingeholt und ihn mit ihrem Fuß zu Boden gedrückt hatte. Selbst jetzt spürte sie noch wie er sich in Richtung Tür zu ziehen versuchte.
"Nimm deinen dreckigen Fuß von mir Putze!", brüllte der Lappen wütend.
Nun wurde sich Nessy schlagartig der abwegigkeit der Ereignisse bewusst und zog erschrocken den Fuß zurück.
 
[Bedingung: Streit mit Lappen]


Sie prustete los.

Sie prustete los. "Neugierig? Ich habe gar keine Zeit, neugierig zu sein. Wenn ich mit dir fertig bin, habe ich sofort meinen nächsten Termin mit dem Treppengeländer!"  Und das ist zum Glück alles andere als gesprächig.
"Schade", murrte Gareth, doch dann fiel sein Blick nach unten. Nessys Putzlappen hatte sich verabschiedet, war vom Torbogen gerutscht und schob sich nun Stück für Stück in Richtung Die Tür Am Ende Des Flurs. "Na, immerhin hat hier einer Mumm, um nachzusehen!"
 
[Bedingung: Der Putzlappen kann sprechen]


"Jeder in diesem Schloß hat

"Jeder in diesem Schloß hat sich das sicher schonmal gefragt!", antwortete Nessy abwesend. 
Bis auf die unbeweglichen armen Tröpfe, die diese Tür nie gesehen haben. Fügte sie in Gedanken hinzu, sagte dann jedoch laut:
"Aber niemand darf "Die Tür Am Ende Des Flurs" öffnen, den Raum dahinter betreten, an ihr lauschen oder mit dem Türklopfer reden. Oder starrst du schon so lange auf die Tür, daß dir das Schild entgangen ist?"
"Bist du denn nicht neugierig?" fragte Gareth während Nessy ihm den Rücken schrubbte.
 
[Bedingung: Irgendwas/wer steht auf einmal vor der Tür.]

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