Lesermeinungen und Diskussion zu: "Die Weiße Flamme"

Lesermeinungen und Diskussion zu: "Die Weiße Flamme"

Nachdem im anderen Thread ja eher über das diskutiert wird, was man vom neuen band der Götterkriege erwartet, soll es hier darum gehen, Meinungen und Theorien auszutauschen, für die, die den neuen Band bereits gelesen haben. Daher:
Achtung Spoiler!!
 
Nachdem der Eröffnungstermin für den von uns allen wohl sehnlich erwarteten neuen Roman von Richard Schwartz erst für den Januar angekündigt wurde, schaute ich heute morgen mal bei Amazon vorbei und was sehe ich? Als Kindle Edition war das Buch bereits downloadbar. Eigentlich bin ich kein Fan von ebooks, hierbei habe ich jedoch eine Ausnahme gemacht und direkt zugeschlagen. Nach einem durchgelesenen Tag - das Studentenleben hat halt doch was...- möchte ich euch nun ein paar Gedanken, die mir jetzt frisch vom Lesen noch im Geist herumspuken, teilen.
1) Erst einmal muss gesagt werden, dass Richard Schwartz es auch diesmal wieder gelungen ist, einen einzigartigen Erzählsog aufzubauen, obwohl es sich bei diesem Buch eindeutig um eine Übergangsroman handelt. Doch gerade das macht den Reiz des Buches aus: Schwartz gelingt es in diesem Roman, der bisher der actionärmste aller Teile ist, eine Atmosphäre aufzubauen, die meiner Ansicht nach fast etwas einer Gesellschafts- und Beziehungsstudie aufweist. Die Intirigen am Hofe Illians, die weit in Leandras Vergangenheit zurückreichen, die Spannungen zwischen den Legionen Askirs, die sich durch die wiedererstandene zweite Legion und ihren "ungebildeten" Lanzengeneral in ihrer Ehre berührt fühlen und die Beziehungen zwischen den lange lieb gewonnen Protagonisten der Vorgängerteile werden mit einem Deteilreichtum dargestellt, der es erlaubt hinter die Kulissen der Akteure zu schauen und einige offengebliebene Verhaltensweisen in einem anderen Licht zu sehen.
2) Inhaltlich knüpft "Die weiße Flamme" direkt an die Geschehnisse aus der Rose an; die Erzählperspektive konzentriert sich auf 3 Haupthandlungsstränge, die sich mehr oder weniger untereinander vermischen:
                           - Wiesel und Marla (allein in der Kronstadt)
                           - Leandra (zusammen mit Serafine, Blix, Asela, Santer, Desina und anderen pendelnd zwischen der Donnerfeste, Askir, und der Gegend um Lassahndar)
                           - Havald ( meist nur aus Sicht von den anderen Protagonisten)
 
Besonders Wiesels und Marlas Handlungsstrang kommt eine große Bedutung zu, sind sie doch unfreiwillige "Agenten" in der Kronstadt und müssen mit ansehen, wie nach Eleonoras Tod machtgierige und böswillige Kräfte die Macht an sich reißen wollen und dabei alles wofür Ihre Königin gelitten hatte, verraten. Gerade bei diesem Erzählstrang ergeben sich die interessantesten Erkenntnisse, wird doch klar, welchen Einfluss Kriegsfürst Corvulus bereits auf die führenden Kreise in der Stadt hat.
Leandras Erzählstrang ist am meisten mit dem anderer Akteure verwoben, was sie immer wieder davon abhält, endlich nach Illian aufbrechen zu können. Obwohl durch diese "Nebenschauplätze" (Rettung der Bewohner Lassahndars vor einer neuen Feindeslanze, "Versöhnung" mit der alten Elfe und ihren Werwölfen, die von Balthasar gequält wurde, Angriff auf Brywylde, Havald und sein "seltsames";-) Verhalten) das eigentliche Thema des Romans, nämlich die Einstzung Leandras als Königin in der Kronstadt, sich immer weiter verschiebt, lebt das Buch genau von diesen Episoden. Wenn es dann jedoch endlich dazu kommt, ist die Art und Weise, wie es Leandra gelingt, ihren Anspruch auf die Krone geltend zu machen einfach hervorragend erzählt und ein logisches Ergebniseines komplexen vielschichtigen Ereignisablaufes, der sich auch dem Leser erst beinahe im letzten Moment erschließt.
Dies ist zwar teilweisew die Schwäche des Romans als Übergangsband, man hätte die für die "Storyline" wichtigen Ereignisse auch auf vielleicht fünfzig Seiten abhandeln können; gleichzeitig ist dies aber auch die Stärke des Buches, ergibt sich daraus doch die bereits oben genannte "Gesellschaftsstudie".
Havalds Rolle darf natürlich auch diesmal nicht unterschätzt werden. Bei vielen Ereignissen sieht man immer noch die Ergebnisse seiner langfristige Planungen, die er noch vor dem Kronrat in Askir durchgeführt hatte. Havalds Rückkehr war für mich im ersten Moment etwas enttäuschend, hatte er doch aus meiner Sicht fast alles verloren, was ihn so einzigartig machte: Seine Sturheit, sein Plicht- und Ehrgefühl, seine innere Zerissenheit und seine Überzeugungskraft scheinen zu Anfang einer labilen Rührseligkeit gewichen. Doch man erkennt schnell, dass e´r mit dem Verlust eines Großteils seiner Erinnerungen vorerst nur zu dem wurde, was er immer sein wollte: Ein Bauer, der zufrieden mit sich umgeben von seinen Liebsten ein glückliches Leben führen will. Dass ihm dies nicht vergönnt ist und dass der alte Havald vonnöten ist, stellt sich zum Glück schnell genug heraus, da trifft es sich dann natürlich gut, dass eine gewisse Elsine ihm seine Erinnerungen und auch seinen fehlenden Respekt von angestaubten Regeln widergibt... Auf alle Fälle können wir uns im "Blutigen Land" auf den alten Havald, wie wir ihn kenn und schätzen gelernt haben freuen, ob er jedoch noch die Legionen anführen wird, bezweifle ich doch in einem gewissen Maße...
 
Abschließend lässt sich sagen, dass Richard Schwartz es mit "Die Weiße Flamme" geschafft hat, die im Kronrat und der Rose aufgebauten losen Enden wieder zu verknüpfen und eine große Vorfreude auf "Das blutige Land" geweckt hat, dass dann wohl wieder ein echter Roman im Stile des Herrn der Puppen oder der Feuerinseln wird: Havald at its best...


Die Liebelei

 Ich bin ein Sympathisant Leandras und habe gestern Nacht enttaeuscht den Band beendet. Wiedergeburt (Serafina und Jerbil) hin oder her... es ist keine Rechtfertigung die alte Bande wieder aufzunehmen. 
Als Leandra waehrend seiner Amnesie vor ihm stand, fuehlte er doch, dass er sieliebt und sie ihn. Daher ist mir seine Entscheidung fuer Serafina sehr uebel aufgestossen. Ich persoenlich mag Beziehungskillerinnen, wie Finna eine ist, ganz und gar nicht und Leandra hat es schon recht ausgedrueckt, Finna hat IHR den Kerl gestohlen. 
Sonst war ich sehr zufrieden. Die Ich-Perspektive war in den ersten Baenden allerdings einzigartig toll. Bisher sind diese Perspektiven sehr schwer zu lesen. Aber ich konnte Havalds Stimme vernehmen. Dies fehlte natuerlich in diesem Buch. So bin ich gespannt wie es weitere geht.
 


Die Liebeleien zwischen den

Die Liebeleien zwischen den Beiden sind sicher nicht zu Ende. Havald hat ja zwei Leben( Jerbil und Jamal^^, Roderick und wie er noch hieß) und als solches hat er eine tief vergrabene Liebe und eine Liebe, die ohne Zwang entstand. Ich denke nicht, dass er sich da so schnell entscheiden kann. Falls du mitdiskutieren willst, kannst du mal im Love-Triangle Thread nachsehen. Dort haben wir bereits viele Meinungen gesammelt und es gibt nicht wenige, die deine Meinung bis zu einen gewissen Punkt teilen :) 


@ Sini

Wiesels Diebesfähigkeiten werden für mich auch entäuschend durch magische Talente abgedeckt. Zudem benutzt Wiesel das so ziemlich billigste Diebeswerkzeug überhaupt: Einen Dietrich. Vom Schlösserknacken schient er nicht viel Ahnung zu haben. Oder R.S. hätte recherchieren sollen.
 
 
Ich frag mich immer wieder, wie man es negativ ankreiden kann, dass ein Charakter in einem Buch nicht vorkam.
Der Autor sschreibt die Bücher und hat dabei auch einen Handlungsverlauf im Kopf und kann daher nicht Charaktere einfügen oder weglassen, nur weil die Leser es so gerne hätten.
 
Die unerwähnten Charaktere kommen schon noch früh genug drann. Vor allem wäre es zu früh, jetzt schon Askannon auftreten und seinen Plan offenbaren zu lassen. Gerade da musst du einsehen, dass es reichlich unlogisch wäre und viel kaputt machen würde. R.S. lässt Askannon ja in der Rose sagen, dass es noch zu früh für ihn wäre, sich zu offenbaren, es würde alles zunichte machen.
 
Ich stimme dir allerdings zu, dass man Byrwyldes Hinrichtung länger und besser hätte gestalten können, wofür ich mich auch in der Leserunde ausgesprochen habe. So ein uraltes Wesen, dass einfach mal von hier auf jetzt umgebracht wird. Das hat keinen (literarischen) Stil. Außerdem hätte man auch eine gewisse Tragik reinbringen können, das Byrwylde dem Anschein nach nicht absichtlich Dinge zerstört, sie sind ihr einfach egal, sier lebt vor sich hin.
 
____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz


So ein uraltes Wesen, dass

So ein uraltes Wesen, dass einfach mal von hier auf jetzt umgebracht wird. Das hat keinen (literarischen) Stil. Außerdem hätte man auch eine gewisse Tragik reinbringen können, das Byrwylde dem Anschein nach nicht absichtlich Dinge zerstört, sie sind ihr einfach egal, sier lebt vor sich hin.
-----------> Diese Punkte werden in der weißen Flamme wohl thematisiert. Gewünscht hätte ich mir auch, dass sie mehr Gewicht bekommen. Aber irgendwie ist das ja auch R.S. Markenzeichen, dass er gerade bei solchen Höhepunkten erzählerisch (bewusst?) schlicht, einfach, verhältnismäßig nüchtern und sachlich wird.
 
Wiesels Telekinesefähigkeiten stören mich überhaupt nicht. Im Gegenteil! Sie erklären erst, wie er einen so legendären Status erlangen konnte. Andererseits ist es ja auch interessant, dass erst Desina gewissermaßen den Grund zur Legende gelegt hatte...
Ich stelle mir das so vor: So ein Typ stellt fest, ja, er kann Dinge mit seinen Gedanken bewegen, innerhalb eines 10-20 cm Radius von seinem Körper. Und nur ganz kleine. Der Gute wird sich Gedanken machen, wo sich dieses Talent am wirkungsvollsten einsetzen ließe. Verbunden mit seinem Status als Hafenratte bleiben da nicht so wahnsinnig viele Möglichkeiten...
 
Bei den unerwähnten Charakteren stimme ich Cepheid zu. Natürlich hätte auch ich mir gewünscht, schon was zu Zokora lesen zu können. Aber ich warte gerne.


Ich fand die weiße Flamme

Ich fand die weiße Flamme inhaltlich eng an dRvI gebunden, hat mir allerdings besser gefallen.
Kritikpunkte, die mir spontan noch einfallen (habe das Buch meiner Schwester nach Spanien mitgegeben):
-Zokora kommt nicht vor - das ist schade, wird sie doch nicht nur von mir als ungeheuer interessanter Charakter aufgefasst.
-Die Intrige in Illian war (zumindest für mich) ziemlich offensichtlich. Insofern hat ihre Lösung unangemessen viel Zeit (bzw. Seiten) beansprucht, die auch an anderer Stelle hätte genutzt werden können. Etwa die Enthauptung Byrwildes hätte ausführlicher beschrieben werden können, das läuft ab in der Art Planung, Planung, Planung, so, erledigt.
-Finde, es wird sehr lange bzw. viel darüber geredet, was/wie oft/wie schnell bzgl. der Schaffung von Toren möglich ist. Gut, das zeigt, dass auch die mächtigen Charaktere ihre Grenzen haben, ist mir aber dennoch zu viel.
-Wiesel. Nicht, dass er eine so große Rolle hat, das ist voll und ganz in Ordnung. Sondern sein Talent zur Telekinese. Ich hätte gerne eine andere Lösung dafür gehabt, warum er so erfolgreich ist (Findigkeit, selbst entworfenes Diebeswerkzeug, irgendwas). Generell kommt er mir zu wenig als Dieb rüber und zu sehr als Retter. Würde gerne über irgendwelche Diebstähle von ihm noch mehr lesen - wie geht er Wachen aus dem Weg, welche Wege wählt er in ein Haus, wie genau plant er vorher, ...). Ein Beispiel für eine gelungene Diebesbeschreibung findet sich etwa in "Schattenwanderer" von Alexey Perhov.
-Die Ermordung von Corvulus geht mir zu schnell. Selbst wenn man annimmt, dass die Verhandlungen Desinas sich darum drehen (und nicht etwa auf den Kauf von Sprengpulver, "Banndolchen" oder sonstiger Kriegsausrüstung), sollte man meinen, Xiang wäre schon aus Eigeninteresse früher bereit gewesen, zu solchen Mitteln zu greifen. Abgesehen davon macht es mir das Ganze etwas zu einfach.
-Askannon bleibt im Verborgenen; von Istvan erfährt man auch nichts; Mama Marbellina (oder gar der Winterwolf) regen sich nicht vordergründig.
+Miran ist ein starker Charakter, die ein herrliches Stück Unzufriedenheit in die Bücher bringt. War ja bereits im neuen Kronrat so, jetzt noch mehr. Spitze.
+Havald taucht wieder auf. Und er hält sich nach wie vor nicht an die Regeln. Klasse.
+Der Schluss. Insgesamt weckt der Schluss wieder sehr deutlich Apetit auf mehr.
+Elsine taucht auf.
Das schaut jetzt nach wesentlich mehr negativem aus als Positiven, liegt aber wohl daran, dass meine Erwartungen an den Band vorrangig bzgl. einiger Personen nicht erfüllt wurden, denke insgesamt handelt es sich um einen gelungenen Band.


Fehler + Unstimmigkeiten

Ich wollte noch mal ein Thema hervorholen, das im letzten Jahr so ziemlich das Lieblingsthema war...
 

  • Es wurde ja schon angemerkt, dass auf S.435 Steinwolke von Santer "Desinas Greif" genannt wird. Ein kleiner Versprecher, der frühen Stunde geschuldet, der bei nächster Auflage leicht ausgebessert werden kann.
  • Während der Fluß Braiya auf S.464 20 Meilen westlich der Feste Braunfels liegt, sind es im Anhang auf S.555 70 Meilen. Ursprünglich stand im Manuskript generell 70 Meilen, bis ich in der Leserunde angemerkt hatte, dass das zu viel sei. Leider hatte ich nur den Fehler auf S.464 angemerkt und nicht den auf S.555.
  • Eine Unstimmigkeit, die ich aber sehr wohl in der Leserunde angemerkt habe, ist die Dauer des Aufenthalts von Mama Maerbellinae in Askir auf S.558 im Anhang. Hier steht 20 Jahre, in der Eule von Askir jedoch 30 Jahre. Welche Angabe ist richtig?

Generell scheint mir der Anhang nicht überarbeitet bzw, durchgesehen worden zu sein. Ich war bereits geneigt, mich über die Maerbellinae-Unstimmigkeit aufzuregen und habe aus diesem Grund mal stichprobenartig überprüft, welche unserer Anmerkungen in der Leserunde Eingang in die Druckfassung gefunden haben.
Ich werde jetzt nicht alles in Einzelheiten aufzählen, aber im Großen hat es sich wirklich gelohnt. Ich fand vieles verbessert, manchmal eben nur durch ganz kleine Zufügungen, wodurch aber beispielsweise die Santer-Fuß Geschichte mit dem Tor wieder stimmt. Auch an anderen Stellen habe ich mit Freude gesehen, dass unsere Kritik und unsere Anmerkungen/regungen aufgegriffen worden sind!
 
Vielen Dank für dieses Eingehen, Richard, Du hast einen wunderbaren Mittelweg gefunden, uns einzubinden, ohne die geistige Urheberschaft aufzugeben. Wie gesagt, in den Anmerkungen haben sich noch zwei Fußangeln verborgen...


Weisse Flamme und graue Nekromanten

Den zweiten Band des Handlungsbogens um die 'Rose von Ilian' habe ich nun gerade mit großem Vergnügen ausgelesen und wollte hier ein paar Gedanken dazu äußern:
Die weisse Flamme ist eine so nahtlose Fortschreibung der 'Rose von Ilian', dass sie mit dieser zusammen eher einen Doppelband innerhalb des Zyklus bildet als dass sie eigenständige Motive herausarbeiten würde. Doch ist dies kein Nachteil, sondern gereicht dem Plot zum Vorteil: wird in der 'Rose' das Spielfeld abgesteckt und mit mächtigem äußeren Geschehen zurechtgelegt, so bewegen sich in der 'Flamme' die Figuren auf dem Spielfeld um den Thron von Ilian und führen die Partie passenderweise nicht in einer großen Schlacht, sondern in einer feinen Intrige mit einem Minimum an Blutvergießen zu ihrem Ende.
Dabei gelingt es Richard Schwartz, viele (scheinbare?) Nebenstränge weiterzuentwickeln und den über den Zyklus liebgewonnenen Figuren zu einer wie ich finde überzeugenden Entwicklung zu verhelfen. Die wesentlichsten Dinge hat dabei Marla für mich vermittelt - wir erfahren aus erster Hand, wie man es anstellt, zum Nekromanten geboren zu sein und dann doch nicht im Götterkrieg auf der Seite der "Bösen" zu landen. So verfeinert sie das Schwarz/Weiss-Bild der Nekromanten aus den dGvA-Bänden zu einer offeneren Darstellung, die auch andere Lösungen denkbar erscheinen lässt als "Schlagt-dem-Obermonster-den-Kopf-mit-dem-Bannschwert-ab". Ich jedenfalls bin wieder viel neugieriger geworden
Natürlich habe ich auch viele Charaktere aus den vorangegangenen Bänden vermisst - doch die meisten davon hätten in diesem Plot fehl am Platze gewirkt, schließlich müssen sie gerade woanders ihren Teil der Welt oder sich selbst retten. Wirklich gefehlt hat aber Mama Maerbellinae, die als spirituelle Heimat des Wiesel-Haupthelden und Protagonistin der Havald-Rettung einen stärkeren Auftritt verdient gehabt hätte - zumal sie als ausgewiesene Göttin auch hinreichend qualifiziert gewesen wäre.
 


Deinas Greif

"--> Gibt es wirklich einen Satz, wo von Desinas Greif die Rede ist? Das wär blöd.
In meinem Exemplar gibt es ihn. Seite 435 im unteren drittel."
 
-> Arg! Da hab ich doch tatsächlich noch angemerkt, ob ein vogelartiges Wesen schnarchen kann, aber das habe ich nicht bemerkt und die anderen auch nicht. *Peinlich³*
Beim Endfassungsskript übrigens auf Seite 526. Satz (Format) geändert?
 
@Omti: Keine Szene mit Havald und Elsine, aber siehe S. 532/533 im Pdf.
____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz


jup

--> Gibt es wirklich einen Satz, wo von Desinas Greif die Rede ist? Das wär blöd.
In meinem Exemplar gibt es ihn. Seite 435 im unteren drittel.


Die weiße Flamme

Hallo,
vielleicht ist die Kritik wirklich ein wenig zu hart ausgefallen, aber irgendwie ist der Stil
von Herrn Schwartz anders geworden, in den ersten 6 Bänden, hatte man eine Truppe,
die sich dem Bösen gestellt hat. Es hat auch nichts damit zu tun, das ich über die Entwicklung
enttäuscht bin.Es gibt einfach nur zu viele Schauplätze und ich habe einfach die Befürchtung
das allles höher,besser, schneller sein soll und das sich die zum Schluß als Eigentor erweist.
Bei Raymond Feist war es genauso so, so das von den letzten Büchern noch nicht mal eine zweite Auflage erschien.
Lieber Piper Verlag, lieber Herr Schwartz, verzichten Sie lieber auf den ein oder anderen Band und bleiben Ihrern Stil treu.
Danke und mit freundlichen Grüßen
F.Rüsse
 
 


Kämpf um das was dir

Kämpf um das was dir wichtig ist, auch wenn du schon lange verloren hast. Abdastart


Havald und Bessa

Nehmt Desinas Greif und fliegt hin" .... grummel
Elsine, Bessa, Havald...
Da habe ich wohl nicht aufgepasst... Elsine kann Imperial, aber Havald nur bruchstückhaft Bessa, eben das, was er in Gasalabd aufgeschnappt hat... auch wenn ihm die Sprache überraschend leicht fiel : )

-> Gibt es wirklich einen Satz, wo von Desinas Greif die Rede ist? Das wär blöd.
 
Aber warum sollten Havald und Elsine nicht Bessa können?
Havald hat ja anscheinend jetzt auch Jerbils Erinnerungen, siehe Serafines Bericht über ihr Treffen mit ihm und Elsine ist ja anscheinend göttlich. Und Sprache kann man ja laut Asela auch mit Magie erlernen. Also "Fehler" geklärt und nicht wieter geärgert :)
 
PS: Ich fände es schön, wenn ab jetzt alle immer ihren neuen Beitrag oben mit Zitat einstellen würden, wegen der Übersichtlichkeit.
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Bessa

Elsine spricht ja in der Sprache mit ihm. Hat sie es ihn gelehrt oder hat er es durch die Erinnerungen von Jerbil?
-> Genau, woher auch sonst. Erinnerungen umfassen ja auch die Sprachen, die man kann. Begungensabläufe kann man daruch nicht erhalten, die sind ja im Kleinhirn gespeicher, soviel ich weiß. Also kann er dadruch nicht schwimmen gelernt haben, der Arme :)
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So beim zweiten mal Lesen

So beim zweiten mal Lesen ist mir noch was aufgefallen.
Seit wann kann Havald Bessa? Elsine spricht ja in der Sprache mit ihm. Hat sie es ihn gelehrt oder hat er es durch die Erinnerungen von Jerbil? Lernt Havald so auch die Sprache der Babaren oder sprechen die Imperial?
Ein kleiner Fehler ist mir noch aufgefallen. Seite 435
"Nehmt Desinas Greif und fliegt hin", schlug Santer vor.


ggrrr

"Nehmt Desinas Greif und fliegt hin" .... grummel
Elsine, Bessa, Havald...
Da habe ich wohl nicht aufgepasst... Elsine kann Imperial, aber Havald nur bruchstückhaft Bessa, eben das, was er in Gasalabd aufgeschnappt hat... auch wenn ihm die Sprache überraschend leicht fiel : )
 
 


Da habe ich wohl nicht

Da habe ich wohl nicht aufgepasst...
Wir auch nicht... SEUFZ!
 
Nebenbei bemerkt: Ich würde mich über ein bisschen Feedback zu meinem Bericht über das Askir-Treffen freuen...


Waas? Eine Scene mit Havald

Waas? Eine Scene mit Havald und Elsine? Man ich brauch so die neue Ausgabe... Ist die bei euch eigentlich inzwischen da?
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Money implies poverty - Iain M. Banks: The state of the art
Eine ausreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht mehr zu unterscheiden.


Moin, die weiße Flamme hat

Moin, die weiße Flamme hat mir viel besser als die Rose von Illian gefallen. Das lag vorallem daran, dass mir Leandra nicht mehr so auf die Nerven ging wie zuvor. Auch half es, dass die Kapitel mit Wiesel und Marla in meinen Augen sehr gut geschrieben sind. Es hätten ruhig noch ein paar mehr Kapitel mit ihnen sein können. Die Charakter haben sich eigentlich alle gut entwickelt, besonderes Augenmerk lag bei mir auf Leandra. Wie oben erwähnt schafft sie es ihr negatives Image zu verbessern. Leider kam Havald wieder zu kurz, aber dies wird sich ja im nächsten Buch ändern. Auch hat er ja seinen Charakter wieder und ist nicht das "Kerlchen" aus dem Tempelgarten. Gespannt bin ich wie sich Elsine weiter in die Geschichte einbindet. Ein paar Fragen sind mir aber noch gekommen.
 
1. Corvulus hat ja die Fähigkeiten von Sondja an Render übertragen. Ihre eigene Fähigkeit, die Verführung, seh ich ein, aber ihre göttlich gegebene Fähigkeit, die Wahrheit erkennen, sollte dabei doch eigentlich nicht übertragen werden, bzw. er darauf Zugriff haben, oder hat er die gar nicht erhalten?
2. Irgendwie dachte ich, dass eine Person nur eine Fähigkeit/Gabe haben kann. Wenn sie mehr hat müsste diese gestohlen sein. Aber sowohl die Priesterin als auch Wiesel haben ja scheinbar mehr als eine Gabe. Oder muss hier zwischen natürlichen Gaben und göttlichen Gaben unterschieden werden? Bei Sondja die Wahrheit erkennen und bei Wiesel die "Telekinese", welche er ja vielleicht von Mama Maerbellinae erhalten hat.


Fragen

Was Leandra betrifft, stimme ich voll zu. Die Gute entwickelt sich prächtig!
 
Zu Deinen Fragen: Eine Person kann durchaus mehr als ein Talent haben ohne Nekromant zu sein. Ist bei uns auch so. Jemand kann sehr musikalisch sein, aber auch gut schreiben können, wie E.T.A. Hoffman oder Robert Schumann zum Beispiel.
Render hat beide Talente übertragen bekommen. Corvulus sagt unter anderem, als Wiesel ihn und Render im Keller belauscht: „Ihr könnt ja im Moment spüren, dass ich die Wahrheit sage. Nur versucht nicht, mich zu verführen, ich könnte es Euch übel nehmen."
 
Render ist nur ein Esel, dass er das Talent nicht nutzte, als Wiesel im Kronsaal seine Show hinlegte...:-)
 
 


Fragen

Ay, man kann mehrere Talente haben.
Siehe auch Desina oder Balthasar(Asela). Beide haben das Talent zur Magie und Blutmagie.
Oder Havald. Sein "Glück" und sein Taelnt zur Magie. Auch wenn es für letzteres eine andere Erklärung gäbe. Auf jeden Fall würde er aber sicher bis zur 4. Stufe der Eulen kommen.
 
Das Render sein Talent gegen Wiesel nicht genutzt hat, ist mir gar nicht aufgefallen. Verflixt. Dabei impliziert Corvulus Satz doch, dass das Talent intuitiv wirkt. Es ist passiv, nicht aktiv, wie die Verführung. Naja, vielleicht hat Wiesel ein Gegentalent oder Render war zu sehr von seinem Erfolg geblendet oder es ist doch passiv
 
Hab selber eine Frage:
Weshalb hat jetzt eigentlich Havald die Ohrfeige von Serafine verdient?
Sie meinte ja, er wüsste wieso, wenn er sich wieder erinnern kann.
Also muss der Grund vor seinem Tod begraben liegen.
Da er ja jetzt auch Jerbils Erinnerungen hat, macht es das Ganze schwieriger.
Es ist wohl am wahrscheinlichsten den Grund bei Jerbils Taten finden zu können. Oder?
____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz


--> Weshalb hat jetzt

--> Weshalb hat jetzt eigentlich Havald die Ohrfeige von Serafine verdient?
Das naheliegenste wäre, weil er sie nicht persönlich informiert hat, dass er sein Gedächtnis wieder hat.
Wenn es auf Jerbil zurück geht, dann könnte es deswegen sein, dass er sein Versprechen nicht eingehalten hat. Aber bei Jerbil ist es nur Spekulation, da hier zu wenig bekannt ist.


Die Ohrfeige bekam er weil

Die Ohrfeige bekam er weil er nachdem er wieder wusste er war nich sich Serafine mitgeteilt hat sonder schnurstracks in die Ostmark abgehauen ist.
Kann sein das ich das jetzt mit Stoff aus der Leserunde durch ein Bänder bringe aber ich meine auch das der Besuch einer schönen Sera in seiner Amtsstube ein Grund war.


mehrere Gaben

Auch der Herr der Puppen war wohl ein von den Göttern gesegneter mit mehr als einer Gabe. Er sprach davon, dass er die Gaben der Bewegung, die über den Geist anderer zu verfügen und die Macht, mir die Seelen zu nehmen, die er will, zu haben. (IV, S. 419)
So wie er es betont, denke ich sind alle drei Eigene gewesen.
Ob und welche er sich dazu gestohlen hat, wird nicht erwähnt.
 
Das Wiesels einzigartiger Erfolg als Dieb auf Telekinese und "nicht bemerkbar" zu werden sind, fand ich eher schade, weil er damit von einem Normalo, der sich selbst geschult hat, zu einem ganz simplen Super-Charakter entwickelt hat.
Damit fällt er nicht mehr unter die Kategorie normaler Mensch wie Blinx und Grenski. Auch wenn ich die Wieselpassagen mochte, hat er damit an Mysteriösität verloren.


Götterkriege 2

Hallo,
also diese Buch war meiner Meinung nicht gerade die beste Leistung von Herrn Schwartz,
es kam mir alles ziemlich zusammen gewürfelt vor.
Beim Ende auf einmal wird Corvulus von der Assaine ermordet, oder die Kaiserin kommt
wie nichts in den Plot rein und trifft Havald.
Außerdem war es wie der Band zuvor alles  ziemlich Wiesel lastig und die wirklich interessanten Charaktere kamen gar nicht vor ( z.B. Arnim).
Aber das ist halt wie bei Raymond Feist, das Problem das um den Leser bei der Stange zu halten alles immer größer, besser und stärker sein muß. 
Ich liebe diese Serie über alles, und ich hoffe das der nächste Band, wieder das Niveau der ersten sechs Bände erreicht.
Mit freundlichem Gruß
F.Rüsse
 


@ f.ruesse

Also ich kann deine Meinung - genau wie phanto - auch nicht nachvollziehen.
 
Es passieren eben Dinge im Hintergrun, weil selbstverständlich nicht alles erzählt werden kann. Das ist eine ganze Welt, die in Bewegung ist, nicht irgendein Märchen, das in einem kleinen Dorf spielt.
 
Aber Desinas Verhandlungen wurden ja schon vorher von ihr erwähnt.
Und Elsine ist auch in der Rose schon ausgetaucht, genau wie phanto es schon geschrieben hat.
 
UNd jeder hat seine Lieblingscharaktere, nur muss man nicht gleich muss sein, weil einer mal nicht mehr vorkommt. Armin ist nun eben aus dem Blickwinkel, er taucht aber sicher noch mal auf, wenn es darum geht, die 2. Legion ins Feld zu führen, da diese ja bei Gasalabad stationiert ist. Aber sonst hat er keine sinnvolle Daseinsberechtigung mehr.
 
Außerdem möchte ich anmerken, dass du in der Leserunde dabei warst.
Du hast dort auch in einem Satz erwähnt, dass es dir zu Wiesel und Marla lastig sei. Aber sonst nichts weiter. Keine konstruktive Kritik. Vielleicht hättest du etwas erreichen können, wenn du gut argumentiert hättest, wie man es anders hätte machen können.
Aber so kannst du dich ja kaum beschweren.
____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz


Zusammen gewürfelt?

Ich versuche gerade, diese Aussage zu verstehen und nachzuvollziehen. Zusammen gewürfelt. Wäre mir wieder einmal im Traum nicht eingefallen, die Weiße Flamme so zu bezeichnen. Vielleicht auch, weil ich die Entwurfs- und auch die Arbeitsfassung gelesen habe und daher weiß, wieviel (Gedanken-)Arbeit da drin steckt. Sowohl von R.S. als auch von der Leserunde.
 
Aber ich gehe mal auf Deine einzelnen Kritikpunkte ein:
Beim Ende auf einmal wird Corvulus von der Assassine ermordet...
Wenn ich mich richtig erinnere, erwähnt Desina viele Seiten vorher, dass sie in Verhandlungen mit Xian steht, und dass diese sehr mühselig seien. Ich meine, dass die Schlussszene mit Corvulus genügend Hinweise darauf gibt, dass Desina genau darauf im Hintergrund, abseits der Haupthandlung hingearbeitet hat.
 
...oder die Kaiserin kommt wie nichts in den Plot rein und trifft Havald.
Elsine tauchte auch vorher in der Rose von Illian schon überraschend auf und übergab Desina die Kaiserinnenkrone. Auch ihr jetziges Auftauchen ist ein Hinweis auf Geschehnisse im Hintergrund der erzählten Geschichte, der sich einfach bisher noch nicht vollends enthüllt haben. Ein Trostpflaster: Möglicherweise wird sie im nächsten Band stärker in Erscheinung treten.
 
Außerdem war es wie der Band zuvor alles ziemlich Wiesel lastig und die wirklich interessanten Charaktere kamen gar nicht vor ( z.B. Armin).
Auch ich mag Armin sehr und würde ihn gerne wieder treffen. Sein (und Faihlyds) Auftauchen im Kronrat war gar zu kurz! Andererseits: ist Wiesel denn kein interessanter Charakter? Ich finde ihn eine der lebendigsten und interessantesten Figuren, die R.S. je erschaffen hat. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass Zokora wieder auftritt und Askannon, aber was solls, die kommen schon wieder dran.
 
Ich habe das Gefühl, dass Deiner Einschätzung eine Mischung aus Enttäuschung, weil gewisse Lieblingscharaktere nicht auftreten, und dem Nichterkennen des angedeuteten Hintergrunds zugrunde liegt.
Der Plot selber, nüchtern betrachtet, ist durchaus stringend: Wiesels "Vorbereitung" auf Leandras Eintreffen und Leandras Aufgaben (Byrwylde!), die sie vor Illian zu erledigen hat und ihre Machtübernahme durch bestandene Feuerprobe, wo dann beide Erzählstränge zusammengeführt werden. Parallel dazu koppeln sich Serafine und Havald ab, was wohl im blutigen Land weitererzählt wird. Dahinter geschieht vieles, das, würde R.S. das alles jetzt beschreiben, nicht nur den Band sprengen, sondern auch den Erzählsog zerhacken würde. Der Leser würde NUR Fragmente zu Gesicht bekommen, so sind nur gewisse und manche Fragmente in den Hauptplot eingestreut. Den ersten Weg hat übrigens George R.R. Martin mit "das Lied von Eis und Feuer" beschritten, mit dem Ergebnis, dass manchmal das Gefühl aufkommt, er habe sich in seinen vielen Subplots verloren.
 
Die Tatsache, dass jetzt streiflichtartig Szenen abseits des Hauptplots auftauchen, ist etwas, das die Götterkriege von dGvA unterscheidet. Dort waren diese durch die Ich-Perspektive stärker in den Plot eingebunden. Und vieles war so auch nicht möglich zu schildern. Daher der Extraband der Eule (im Rückblick betrachtet eine wundervolle Idee. Ich wünschte, das wäre in den Götterkriegen auch möglich, aber der Verlag möchte wohl ein rasches Ende des Zyklus...).
In den Götterkriegen wird nun langsam der Vorhang vor diesem größeren Geschehen weggezogen, manchmal rascher, manchmal weniger rasch. In gewissem Sinne auch eine Herausforderung an die Leser, die ausgestreuten Hinweise auch richtig zu deuten. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass R.S. manchmal auch bewußt "falsche Fährten" legt.
 
Vielleicht gefällt Dir der Band besser, wenn Du ihn noch einmal gründlicher liest. Dass Armin nicht auftaucht, wird das zwar nicht ändern, aber vielleicht kannst Du dann besser das Geschehen im Hintergrund erahnen und erkennen, dass das Buch alles andere, aber nicht zusammen gewürfelt ist.


...

Vielleicht auch, weil ich die Entwurfs- und auch die Arbeitsfassung gelesen habe und daher weiß, wieviel (Gedanken-)Arbeit da drin steckt. Sowohl von R.S. als auch von der Leserunde.
 
Du vergißt, Phantolemchen, dass f.ruesse auch bei der Leserrunde dabei war. Es waren zwar nur sehr magere Statements, aber er/sie haben die Wiesellastigkeit die ganze Zeit bemängelt. Es kann also nicht sein, dass f.ruesse die Arbeit in dem Buch nicht kennt. Dass er/sie jetzt das Buch so hart kommentiert, ok...
Aber was hätte R.S. anderes schreiben sollen?
Die WF führt die begonnen Handlungsstränge der RvI fort. Es sollte also keine Überraschung gewesen sein, dass Wiesel wieder dabei ist. Für meinen Geschmack hätte Wiesel sogar noch mehr agieren dürfen. Irgendwie lief es in Illian zu glatt - sorry - ich weiß, Marla würde es anders sehen.  ;-) -aber das Schlangennest, dass sich in Illian Politik nennt,  zu ergründen, hätte gerne ausführlicher sein dürfen.
Armin und Handlungen in Bessarein hätten in diesem Buch gestört und verwirrt. Aber auch dort wird der Kampf sicher weitergeführt.
 
Da der Verlag und RS die Göttterkriege auf sechs Bücher festgelegt haben, wir aber inzwischen viele Personen und Handlungsstränge haben, werden wir wohl nur einen Schnelldurchlauf bei vielen Geschehnissen erleben und können nur hoffen, dass später in Einzelbüchern gewisse Punkte mehr Raum erhalten. Vielleicht erlaubt der Verlag auch noch den einen oder anderen 800er (Seiten) und R.S. teilt die Handlung in einem Buch wieder in zwei/drei parallele Stränge.


Entschuldige bitte, f.ruesse

Entschuldige bitte, f.ruesse und danke, DNob, dass Du mich aufgeklärt hast! Ich hatte das wirklich nicht mehr gespeichert.
 
Ich habe die Kritik aber mal als Anlass genommen und mich selber gefragt, welche Bücher der Askir-Reihe ich als schwächer empfinde und warum. In der Rückschau betrachtet ist das hauptsächlich das Auge der Wüste, weil es wirklich sehr stark als Fortsetzung von der zweiten Legion und praktisch nicht als Einzelband wirkt.
Ansonsten hatte ich dieses Gefühl nur bei der Eule und bei der Rose. Bei der Eule, weil mir das Ganze etwas zu schnell ablief, als dass ein wirklich plastisches Bild von Askir in meinem Kopf entstehen konnte. Fand ich beim Kronrat besser gelungen. Die Rose leidet natürlich unter ihren vielen kleinen Fehlern, ansonsten war mir Blix (mit dem ich mich aber wieder versöhnt habe) als POV-Charakter, der er meist ist, nicht originell genug (wie ich schon öfter angemerkt habe). Er hatte zu wenig Gelegenheit, um seine widerborstige Ader gegenüber Vorgesetzten zu zeigen... Dadurch fiel er Havald gegenüber einfach etwas ab. Wie gesagt, in der weißen Flamme habe ich mich wieder versöhnt und ansonsten finde ich auch die Rose gut gelungen und mitreißend.
Im ersten Horn sind mir manche Passagen ein wenig klischeehaft, aber die ganze Geschichte ist zu mitreißend erzählt, um sie als "schwachen Band" abzutun. Und auch die Bezeichnung "schwacher Band" muss ich relativieren, denn sie sind es höchstens im Vergleich mit ihren etwas besseren Vorgängern und Nachfolgern.
 
Wie gesagt, ich bin gespannt, wenn ich dann endlich die Druckfassung der Weißen Flamme in den Händen halten werde!


ich denke das es neben

ich denke das es neben bücher geben muss da onst eine menge an paralelen handlungen nicht tief genug rüber kommen.
was den verlauf in ilian angeht er ist ja noch nicht abgeschlossen und lea hat ja noch nicht ihre macht gefästigt. außerdem ist der feind ja noch immer für einige überraschungen gut.
 
aber mein endgültiges urtei fälle ich erst wenn ich das buch in händen halte......


@exterminans

Ich schließe mich Cepheid an, eine sehr gute Rezension! Apropos Amazon, als ich eben reingeguckt habe, war nun auch die "Analogversion" erhältlich. Bin gespannt, wann unsere Exemplare so reintrudeln werden!
 
Marcos wurde auch in der Neuausgabe von dGvA konsequent und Marcus umbenannt. Mir gefiel Marcos besser, aber da durch einen Irrtum in dRvI Marcus geschrieben ward, ist dieser Name nun verbindlich.
@Cepheid: Die Salbe soll, soviel ich weiß, den/die im Feuer stehende(n) nur vor den Flammen schützen. Dass die Weißfärbung auch darauf zurückgeht habe ich so im Text nicht gelesen. Möglich (wenn auch unerklärt) wäre es natürlich schon...
 
Interessant, wie verschieden man ein und dasselbe Buch lesen kann. Ich hätte im Leben dWF nicht als "Übergangsband" empfunden, sondern eher als 2. Teil der Rose von Illian. Der sich ankündigende Perspektivwechsel am Ende deutet darauf hin, dass jetzt etwas Neues kommt (ich finde diesen Schluss übrigens ganz genial!).
Ich mochte übrigens Havald in seiner "neuen Rolle". Sentimental kam er mir nicht vor, sanfter ja. Seinen Sturkopf hat er aber behalten. Nicht nur einmal sagt er Leandra, sie müsse sich irren, es müsse doch anders sein. Leandra kommt mir in dieser Gartenszene übrigens etwas "kleinmädchenhaft" vor. Als sei sie ihm so richtig ganz "erlegen". Ansonsten mag ich aber ihre Sicht der Magie, die das erste Mal deutlicher beschrieben wird, sehr. Ursprünglich gab es mehrere solcher Szenen, die R.S. aber aus Gründen der Stringenz entfernt hat.
Die Herzogin ist ein faszinierender neuer Charakter mit durchaus ambivalenten Zügen. Es wird ja eine Verbindung zwischen ihr und Leandra angedeutet und ich hoffe, dass sie und Havald noch einmal zusammentreffen werden.
Übrigens zeigt jetzt auch Serafine neue Seiten, die man so noch nicht von ihr kannte. Ich meine, dass sie dadurch, wenn auch härter, so doch realistischer wirkt. Ich würde zu gerne wissen, welches Verhältnis Armin und Helis hatten. Er ist ja bedeutend älter als seine "kleine Schwester", aber ich glaube, jetzt hätte er schon etwas Angst vor ihr.
 
Ich hab mir auch schon mal etwas Gedanken über das Schicksal der dritten Legion und ihre Kommandantin gemacht. Ich glaube, sie begeht gerade den gleichen Fehler, wie die Feindlanze vor den Toren von Aldar im Kronrat. Könnte ich mir zumindest vorstellen.
Miran ist auch so ein Charakter. Zuerst konnte ich sie nicht wirklich leiden. Aus der Sicht von Leandra kommt sie unsympathisch rüber, und das Lob, das sie erhält, ringen sich die Charaktere fast schon mühsam vom Munde ab. Aber es ist beharrlich, dieses Lob, und am Ende mochte ich sie fast schon und tat sie mir leid.
 
Byrwylde irgendwie auch. Obwohl ich den Einfall, mit dem ihrer schließlich Herr wurde, wirklich genial finde! Vor so ein Problem gestellt hätte ich lange überlegen müssen!
 
Sosehr ich es schätze, dass Havald im dritten Band wieder Ich-Erzähler sein wird, so hoffe ich doch, dass Richard Schwartz in späteren Bänden auch wieder auf die dritte Person umschwenken wird. Das Geschehen ist zu groß für einen Einzigen und ich bin schon gespannt, wie es sich auf die letzten vier Bände der insgesamt 12 (+bisher 1) verteilen wird. Ob Piper die magische Grenze von 1000 Seiten gestatten wird zu überschreiten? Ich wage es nicht zu hoffen (und tue es natürlich trotzdem!).
 
Vor allem aber freut es mich, nun endlich ein Kommentar von jemandem gelesen zu haben, der nicht mit der Nase in der Leserunde drinnen gesteckt hat (sosehr ich alle eure Kommentare auch zu würdigen weiß!). Es ist schön zu lesen, dass dWF auch außerhalb dieses Kreises zu überzeugen vermag und den Schwung aus der Rose weiterträgt!

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