Sie sind hier

Und wenn ein Lied mein Konto bluten lässt....

13 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
Und wenn ein Lied mein Konto bluten lässt....

Dieser Thread hier sollte sich für die Nörgler eignen - die Nörgler, die viel Futter bekommen durch die momentane Marktverhunzung der deutschen Übersetzung, die einen neuen Einband und eine neue Übersetzung erhielt.

Aus John Snow wir Schnee, aus Kings Landing wird Königsmund, aus Greyjoy Graufreud und so weiter... die schlimmsten habe ich noch gar nicht aufgezählt -

es klingt ekelhaft, wenn man die "originalere" Version kennt. Das Problem ist nur, dass die neuen Bände von Martin nur in dieser Übersetzung existieren/existieren werden! Wer sich also bis Band 6 an die althergebrachte Übersetzung hält und dann umsteigt, den wird das noch viel mehr erschüttern als all jene, die sich noch recht frühzeitig für die schlechtere Alternative entscheiden können - um sich dran zu gewöhnen.

Wie seht ihr das? Ich habe nun 2 Bücher der neuen Übersetzung geordert und werde vermutlich auch die ganze Reihe noch darin anfordern - allein um mich vor diesem all zu herben Schlag in die geistige Magengrube zu immunisieren.

Ich denke nur, dass ich dennoch immer von John Snow sprechen werde. ....

Anzumerken wäre aber, dass diese Umänderung der Übersetzung wohl darin zu Grunde liegt, dass sich die Leute vom Verlag der Erhaltung deutschen Sprachgutes verpflichtet haben - es ist immer wieder mal am Rande zu hören, dass die zunehmende Anglizissmus.Manie eine Sprache aushöhlen und korrumpieren kann. Fragt sich nur ob es sich überhaupt lohnt so prinzipientreu an unserer deutschen Sprache fest zu halten. Sieht man es jedoch mal aus der Warte der Spracherhaltung, dann macht diese Veränderung durchaus Sinn. Sie deckt sich nur nicht mit dem Lesegefühl. Was soll nun also mehr unterstützt werden? Der Selbsterhaltungstrieb einer Sprache oder aber der Lesekomfort?

 

Winke winke vom Unentschlossenen....

Anmerkung + Anfang...

Merke gerade 2 Dinge: 

1. Habe bis Band 6 geschrieben - meinte aber bis Band 8. Bis dahin gibt es schließlich die "älteren" Übersetzungen. Vom letzten Buch, Dance with Dragons, wird aber nur die neuere Übersetzungsversion erscheinen.

2. Der Titel bezieht sich auch darauf, dass die neue Version auch noch etwas mehr kostet mit 15€ pro Broschur-Band .... (anstatt 13€ wie bisher...)

 

So, und nun noch ein Diskussionsbeitrag: 

Wenn man auf die englische Variante übergeht hat man nicht nur kompakteren Lesestoff (halb so viele Bücher) sondern auch noch enorme Ersparnisse. Auf Amazon kosten die ersten 4 Bücher als Sammlung 17,95€-  versandkostenfrei.

 

Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Preis

...

image

 

Jetzt habe ich hier einen schönen Beitrag geschrieben und wollte ihn, eingedenk früherer Unfälle, natürlich zwischendurch kopieren, um mich dann der Entwicklung von Sprachen zu widmen.

Natürlich bin ich auf strg-v statt strg-c gekommen und prombt stand der letzte kopierte Test da.

 

Ich versuchs daher nochmal, allerdings wohl weniger ausführlich, man möge es mir nachsehen.

Die Bücher sind mir mit 15 Euronen zu teuer, wo sie ja sogar aufgeteilt sind und angeblich einen klebrigen Einband haben. So ein Buch dann in der Hand halten? Nein Danke! Oder ist das mal wieder übertriebenes Gejammer von kleinlichen Rezensenten?

 

Übersetzte Eigennamen stören mich nicht, wenn die Übersetzung gelungen ist. Ich gebe sowieso nicht so viel auf Englische Sprache oder Sprachen allgemein, auch wenn ich inzwischen Englisch einigermaßen beherrsche, will heißen flüssig kommunizieren kann, allerdings mit einer beträchtlichen Leermenge, was Wörter angeht.

 

Die Bücher kaufen werde ich mir auf jeden Fall nicht. Ich habe in vergangener Zeit recht viel für Bücher ausgegeben, da beschloss ich, einen Schlussstrich zu ziehen und keinen Bogen mehr um Büchereien/Bibliotheken, wie auch immer man das nennt, zu ziehen.

Mal schauen, was die Semesterferein bringen. Ich hatte schon lange keinen neuen Stoff mehr, da ich die Ausleihe immer noch meide.

 

So, das war dann mein rekonstruierter Beitrag, kürzer und anderes formuliert. Durchaus interessant, das es dazu kommen kann, wenn man dasselbe versucht neu zu schreiben.

 

Die Entwicklung der Sprache, da gibt es eine Menge zu sagen. Viel will ich da gar nicht schreiben, lieber wenig und dabei eindeutiger meinen Standpunkt beleuchten.

 

Sprachen verändern sich, sterben aus oder entstehen aus anderen Sprachen, wobei man dies aber auch erst Mal Veränderung heißen kann. Das ist ganz natürlich. Ebenfalls natürlich ist es, das Sprache auch mit Kultur zusammenhängt, aber gerade diese verändert sich ja auch. Von daher eher unwahr, dass damit Kultur verloren ginge, die tatsächlich immer weniger gelebt wird. Trotzdem ist es nicht erfreulich, wenn man seinen Wortschatz aktiv auffrischen muss, um bei manchen Sachen noch mitzukommen. Wir hatten da in der Schule mal ein paar nette Beispiele von "Buisnessdeutsch", wie ich es mal passend nenne. Eine nette Verquikung von Englischen Nomen und einigen Verben und Adjektiven, dazu rührt man deutsche Pronomen und Konjunktionen aller Art, wie man sie eben zu Konstruktion braucht und noch die ein oder anderen Verben. Heraus kommt ein unverständlicher Mist - schön vulgär ausgedrückt.

Da geht es ja noch, wenn auf dem Werbeprospekt - ich nenne es mal absichtlich nicht Flyer -,

in der Mensa, steht "Hol dir eine Tasche for free". Anmerkung: Wörtliche Wiedergabe.

 

Zusammenfassend schreibe ich dann mal, dass ich nichts gegen Veränderung von Sprachen habe, solange sie einen nachvollziehbaren Zweck hat. Wo sie sich gewandelt hat, muss dies auch aus einem praktischen Grund geschehen, und nicht nur, weil man cooler klingen will oder gar die deutsche Sprache nicht mehr gescheit beherrscht - ich fordere hier keine weltbewegende Kenntnis, die habe ich ja selber nicht.

Zusätzlich muss man ja bedenken, dass die Deutsche Sprache, wie sie heute besteht oder eher bestand?, noch nicht lange in dieser Form existiert.

____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz

Worauf reagiere ich jetzt?

So wir haben jetzt ja zwei verschiedene Themen und beide reizen mich sehr. Ich versuche sie mal wieder zu verbinden.

 

Das Lied von Eis und Feuer wird neu herausgegeben und das mit neuer Übersetzung, weil die deutsche Sprache geschützt werden soll... Ich habe im Moment gerade mehrere Kurse an der Uni, die sich genau mit diesem Prozess, also der Sprachentwicklung des Deutschen befassen und es ist grausam. Iein vertrottelter Politiker hat vor einem halben Jahr oder so auch gefordert, dass wir nur noch Klappbildschirm sagen, anstatt Laptop. Dieser ganze Prozess hat also eine komische Richtung genommen. Sprachliche Veränderungen wie das Beispiel von Cepheid sind meiner Meinung nach Elemente, die im Deutschen nichts zu suchen haben. Wenn wir aber immer mehr englische Begriffe in unseren Wortschatz aufnehmen, dann zum größten Teil nur aufgrund der Schwierigkeit sie adequat ins Deutsche zu übersetzen. Es sind Eigennamen und dennoch bitte auch so zu belassen. Ich möchte als Person auch nicht nach Amerika kommen und weil die ihre Sprache schützen wollen, hieße ich dort plötzlich Miller...  Wenn ich also das Ganze auf das Buch von Georg Martin übertrage, so ist der Übersetzungsprozess völlig daneben und völlig entfernt von der Realität. Soweit vllt hierfür.

 

Zu den Büchern im Allgemeinen. Ich habe mich jetzt entschieden, dass ich die Bücher bis Band 8 in der alten Fssung lesen werde, denn die gibt es alle in der Bücherei, danach werde ich dann auf die englischen Ausgaben umsteigen. Da Goerge Martin sich ja eh etwas Zeit lässt, kann ich dann auch immer auf billige Neuauflagen warten. Quixottel hat es ja schon geschrieben. Im Moment kosten die ersten vier Bände 18 Euro, bis vor einem Monat aber übrigens sogar nur 14. Band 5 dagegen liegt im Moment aber bei 8 Euro. Unser Glück ist aber, dass englischsprachige Bücher großen Preisschwankungen unterliegen und man ab und an auch mal Glück haben kann.

...

Ich habe schon alle 8 alten Bücher. Diese werde ich erst mal auch behalten. Ob jemand Jon Schnee oder Jon Snow heißt ist mir eigentlich egal. Wenn aber ein Verlag mitten in einem Zyklus den Rappel bekommt und das Aussehen der Bücher ändert, dann bin ich schon verärgert. Wenn jetzt auch noch die ganzen Namen geändert werden, dann ist das ganze für mich ein Kündigungsgrund.

Im Falle von Lied von Eis und Feuer werde ich vermutlich auf die 50 Euro teure Version von FanPro umsteigen. Ist halt ein Schnitt im Aussehen der Bücher, aber ich brauche mich nicht umstellen bei den Namen.

Wenn ich jetzt einsteigen würde, dann würde ich alle Bücher in deutscher Übersetzung kaufen.

 

Findet ihr den Preis bei 700 Seiten mit 16 Euro wirklich zu teuer?

Ok, bei Askir hat man für soviele Seiten nur 10 Euro gezahlt, aber auch schon mal 9 Euro für die Hälfte. Prinzipell finde ich den Preis gerechtfertigt. Ärgerlich finde ich den zu hohen Preis nur bei den eBooks.

 

PS: Von klebrigen Einband habe ich nichts gespürt.

PPS: Englisch ist eine Sprache, die ihre Vielfalt durch Vereinnahmung von vielen Wörtern aus anderen Sprachen erhalten hat. Im Deutschen versuchen wir uns wieder einmal gegen alles Fremde abzuschotten, anstelle sich gleichberechtig hinzustellen und durch Qualität zu überzeugen.

Preis gerechtfertigt?

Das Problem ist auch ein bisschen, in welcher Relation wir den Preis betrachten. Die Verlage haben es ziemlich clever eingefädelt, indem sie die Preise schön Schritt für Schritt erhöhen. Nehmen wir hierfür mal ein anderes Beispiel: Markus Heitz - Ulldart

Band 1+2 - 8.90 Euro (Autor noch unbekannt)

Band 3+4 - 8.95 Euro (Erster Erfolg)

Band 5-9 - 9,95 Euro (Zwerge kamen)

Die Bücher haben quasi alle die gleiche Seitenzahl, aber haben dennoch unterschiedliche Preise. Wenn ich mir die dann anschaue, wie die Preisänderung bei den Klappenbroschur-Büchern abgelaufen ist, dann ist das ein ähnliches Bild, nur das da die Preise ohne ersichtlichen Grund teuer geworden sind. Versuch mal heute noch ein Buch für 13 oder 14 Euro zu kaufen, was man vor etwa 5 Jahren noch locker konnte. Jetzt fangen die teilweise schon bei 17 Euro an und das obwohl die teilweise nur 500 Seiten haben. Meines Erachtens ist das Geldmacherei, weil wir es ja alle zahlen. Haben wir einen Lieblingsautoren, dann wird jeder Preis fürs neuste Buch bezahlt.

Demzufolge finde ich, dass 16 Euro für 700 Seiten keineswegs gerechtfertigt sind, denn die Bücher hatten früher auch genauso viele Seiten und die Verlage hatten da auch keinen Verlust mit...

Preise

 

Ihr habt ja alle Recht damit, dass man als Schüler/Student nicht so viel Geld hat und die Preise bei früheren Romanen weit günstiger waren.
Auch wenn ich mich damit ins Aus stelle, will ich über die Verlage im Allgemeinen keine Stab brechen. Es wird auch bei den Verlagen das eine oder andere schwarze Schaf geben, aber im Prinzip werden sie zwar gewinnorientiert die Preise festlegen, aber Preiserhöhungen nicht nur rein aus dem Bauch sich überlegen.
 
Insgesamt sind in den letzten Jahren in allen Bereichen die Preise angezogen. Inflation und Spekulationen haben dazu geführt.
Dass man deshalb heute keine Taschenbücher mehr für 5 Euro (früher 10 Mark) bekommt, ist darin begründet.
 
Je nach dem wie ein Verlag aufgestellt ist, muss der eine oder andere Erfolg, die Verluste bzw. Investitionen in einen neuen Autor mitfinanzieren. Ein Verlag muss das Risiko tragen, wenn er in Vorkasse  tritt. Es fallen Druck- und Lagerkosten an, das Marketing und der Vertrieb muss gemacht werden, und die Materialkosten.Wenn ich dann noch höre, wer alles vor dem Druck an dem Buch mitarbeitet (Lektor, Korrektor, usw.) die alle ihren regelmäßigen Lohn erwarten, dann addiert sich das. Bevor ich jetzt aber völlig nach Verlagsangestellten klinge – der ich nicht bin – breche ich lieber ab.
 
Ein großes Problem bei den Buchpreisen ist, dass es eine Preisbindung gibt, und diese den Wettbewerb einbremst. Das verhindert die wirklich günstigen Preise. Schützt aber die Buchläden vorm Internet, was ich positiv empfinde.
 
Unsere Gesellschaft ist inzwischen immer mehr eine Haben- und Wegwerf-Gesellschaft geworden. Jeder will alles selbst besitzen und schmeißt es weg, wenn er es nicht mehr benötigt. Bei Büchern weniger. Aber der Umgang mit Büchern ist doch sehr unterschiedlich. Das damit Ressourcen vergeudet werden, sieht nicht mal unserer Staat ein (s. Autoprämie). Als Schüler/Student musste ich mir auch alle Bücher selbst bezahlen, und war deshalb Stammgast in den Büchereien gewesen und habe mir vieles in den Secondhand Buchläden gekauft. Nur so konnte ich mir die Bücher leisten.Heute bietet Ebay einen noch viel größeren Markt an. Dort kann man 30-50% für selbst die aktuellsten Highlights einsparen. Man muss nur etwas Geduld haben.
Und daran hapert es häufig. Alle wollen es immer sofort und gleich haben.
 
zu Ulldart
Bei 5 Cent würde ich von keiner Preiserhöhung, sondern von einer Anpassung reden. Auch wenn in der Kasse des Verlags sich diese zu Tausende summiert. Die 1 Euro bei Band 5+6 sind knallharte Gewinnerhöhungen.
So mache ich es auch :-)

Also mittlerweile kaufe eigentlich nur noch bei E-Bay, da ich dort einfach an die günstigsten Bücher komme. Auch Tauschticket.de ist für mich zu einer guten Quelle geworden.

 

Zu Ulldart

Bei den 5 Cent ist mir das bewusst, aber ich wollte es der Vollständigkeit halber auch aufführen.

 

Über Gewinn und Verlust von großen Verlagen will ich ehrlich gesagt nicht mehr groß in die Diskussion treten, da ich einfach eine andere Meinung vertrete, was die wirklichen Riskien von diesen Firmen angeht. Bei kleineren Verlagen mag dies stimmen, aber ansonsten wage ich zu bezweifeln, dass die Verlage es wirklich spüren, wenn einige neue Autoren sich als Ladenhüter erweisen.

...

m Deutschen versuchen wir uns wieder einmal gegen alles Fremde abzuschotten, anstelle sich gleichberechtig hinzustellen und durch Qualität zu überzeugen.

-> tun wir gar nicht, sonst würde dieser Wandel ja nicht stattfinden. In Frankreich handelt man tatsächlich so.

 

Findet ihr den Preis bei 700 Seiten mit 16 Euro wirklich zu teuer?

-> Wir sind arme, kleine Studenten ;)

Bei der Herrder Ringe habe ich auch noch die 50€ Variante genommen, aber nur weil es meine Mutter (Vater) gezahlt hat. Inzwischen sieht das anderes aus. Allgemein wurden mir kaum Bücher gezahlt und immer alles aus eigener Tasche, das wird mit der Zeit teuer. Und 15€ sind definitiv zu viel, der Preis ist ja nur wegen der Nachfrage so, nicht weil sie es brauchen , um was zu verdienen.

 

Wenn ich mal selber berufstätig bin und einen vernünftigen Job (Verdienst) haben sollte, dann gönn ich mir auch so oft neue Bücher, wie ich will. Freue mich schon.

 

Wird Zeit, dass sich E-books etablieren.

____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz

Preise, Übersetzung etc. pp.

Also was das Geld ausgeben für Bücher anbelangt - das wird sich bei mir vermutlich nie ändern. Ich schaffe es schon manchmal mir ganz ganz fest vorzunehmen mehrere Wochen nichts zu kaufen, aber auch das ist nur eine ganz kleine Episode von dem, was ich im Jahr an Buchvolatilität vorzuweisen habe.

 

Allein im Januar habe ich mir - zusammengewürfelt aus Originalbüchern, Gebrauchten und Mängelexemplaren - 13 Bücher gekauft. Das ist zwar ein bisschen über dem Durchschnitt, aber pro Monat um die 5 Bücher ist wohl schon anzusetzen. Ob ich da also diese  Buchreihe kaufe oder nicht ... ist nur eine Frage der Zeit. Ich habe schon immer Geld für Bücher ausgegeben und daran wird sich nicht viel ändern. Jeden Monatsende sehne ich herbei, da ich mich die letzten 2 Wochen gepflegt von Nudeln ernähre, da für mehr kein Geld mehr da ist, dennoch bleibt der Buchkonsum eine Konstante. Angewandt auf diese Reihe muss ich gestehen, dass sie ein hohes Potential darin besitzt mich anzuziehen - und deshalb werde ich sie kaufen. Egal wie viele Vortagsbrötchen ich mir dafür runterzwängen muss... ;)

 

Was die Preise angeht, so bin ich auch nicht unbedingt einverstanden. Dieses Broschurformat gab den Verlagen etwas an die Hand, was ihnen eine hohe Flexibilität zusichert. Denn wie schon angesprochen, die Preise für dieses Format schwanken zwischen 12 und 18€ - es scheint dabei nicht auf die Dicke anzukommen, so scheint mir das zumindest. Und wenn ein Buch dann doch mal echt dick ausfällt, dann wird der höchstsatz verlangt - wie Hennens Drachenelfen. Bisschen über 1000 Seiten - 17,95€. Deftig.

Und Broschur ist irgendwie so ein richtiges Standardmodell für Fantasy und SciFiBücher geworden. Woran liegt denn das überhaupt?! Sonst gibt es Taschenbücher und HC - sonst wenig in Broschur. Aber die Sparte Fantasy besteht, so scheint es mir, nur noch aus diesem Format. Ist da mehr Rendite drin? Hach, manchmal wünschte ich mir schon mehr Ahnung davon zu haben, was die Verlage so für Druck, Werbe und Herstellungskosten blättern müssen. Denn was Blutreiter anspricht, die Preissteigerung von Ulldart - sie ist je nach Sichtwinkel erklärbar. Die ersten Auflagen waren klein und wurden bestimmt weniger unterstützt als die kommenden. Mit steigender Auflagszahl sollte es doch aber so sein, dass ein Buch im einzelnen günstiger wird. Je mehr von einem Teil produziert wird, um so günstiger wird der Einzelpreis. Das sollte sogar im Buchmarkt so sein. Aber wie viel günstiger?! Und wie viel Werbekosten und PR-Programme liefen an, als Ulldart auf einmal gefragter wurde?! Immer nur auf den Fakt "die wollen Gewinne!!" zu pochen ist bestimmt nicht falsch, jeder an der Marktwirtschaft orientierte Betrieb will Gewinne. Aber das kann doch nicht immer alles sein. Oder doch? Hm.

 

Naja, aber zurück zu Eis und Feuer - ich habe mir die ersten beiden Bücher dieser neuen Auflage besorgt - je 4,85€ als Mängelexemplar fand ich vertretbar. Habe das erste Buch gerade erste angefangen, bin also noch nicht so weit, aber es fällt schon auf, wie die Namen verändert wurden. Ganz schlimm wird es allerdings, wenn auf einmal der Standardnamen auftaucht - ja, tatsächlich, die Neuübersetzung ist auch noch so geraten, dass ab und an ein Begriff übersehen wurde und Casterly Rock heißt auf einmal wieder Casterly Rock und nicht Casterlystein... das fand ich schon etwas traurig und gleichzeitig witzig. Da waren se doch so bemüht was eingedeutschtes hin zu bekommen, und dann so ein Fauxpas. Wenn mich jetzt jemand auf "Mängelexemplar" hinweisen möchte - das bezieht sich nur auf die Erscheinung. Die unterkante einer Vorderseite ist leicht zermatscht bzw. das ander Buch hat am Schnitt Tusche - oder ähnliches - abbekommen, und ist da leicht eingschwärzt. Alles in allem stört das überhaupt nicht. Die Übersetzung, der Inhalt dürfte eine deckungsgleiche Kopie zu dem sein, was auch sonst im Handel für 15€ zu finden ist.

 

Naja gut, so viel zu dieser Übersetzung. Was mir gerade noch auffällt beim Lesen ist, dass ich jetzt immer die TV Figuren vor dem inneren Auge habe, wenn ich dieses Buch lese. Und eigentlich sind die erstaunlich gut getroffen. Ok, der angesprochene Altersdefekt macht sich manchmal verwirrend bemerkbar, aber sonst betten sich die Flimmerbilder gut in das Kopfkino ein ...

 

Vielleicht werde ich nun die ganze Reihe so lesen. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass ich es auch noch auf Englisch probieren werde. Fragt sich nur, wann.

 

Zur Sprachendiskussion will ich auch noch ein paar wenige Takte sagen: 

 

Sprachen sind und bleiben ein Prozess. Sie nehmen einen Verlauf, entwickeln sich und manchmal gehen sie auch ein. Das ist einfachste Evolution. ;) 

Dass sich manche Menschen dagegen sträuben wollen, dass ihre angelernte erste Sprache infiltriert, verändert und an eine andere angepasst wird, ist eine rein menschliche Reaktion. Es ist nur schwer darüber zu streiten, wer sich anmaßen kann darüber zu entscheiden, was nun mit dieser Sprache geschehen wird. Krampfhafte Ablehnung wird nichts aufhalten können und so wäre es sinnvoller ein Podest zu finden, auf dem die weiterentwickelte Sprache stehen kann, anstatt sich zum Eigenbrödler zu machen. Es ist ja nicht so, dass nur Deutsch beeinflusst wird. Es ist ein bisschen wie bei Gravitation - es wirkt gegenseitig. Auch im Englischen gibt es deutsche Anglizismen. (Ein schönes Beispiel aus der Physik wäre: "Solution by Ansatz") Ich glaube im Englischen wird auch perhaps ein recht selbstmotivierter Dreschflegel gegen solche Verschandelungen geschwungen - aber bei weitem auch nicht überall.

Ich kann nur nicht so richtig sagen, von welchem Ausmaß ich eigentlich spreche. Wenn wir uns hier ein bissche über die Verdeutschung von Eigennamen aufregen, die in einem Buch vorkommen, dann haben wir zwar einen gemeinsamen Ausgangspunkt, verfehlen aber ein wenig die eigentliche Kausalität. Denn nicht jeder kennt diese Bücher und weiß was mit diesen Wörtern anzufangen, die da verändert wurden.

Da ich ja nun aber in Berlin wohne und leider gerade in der Position bin viel Bus fahren zu müssen, kann ich sagen, dass es bereits recht seltsame Abwandlungen von Sprachen hier gibt. Nicht nur von Anglizismen durchwirktes Deutsch, sondern auch grammatikalisch auf dem Stand einer Nuklearbombe - möglichst viel Kolleteralschaden und Langzeitwirkung bei nur einem Gedanken - viel hilft viel!

Einige Worte werden mit englischer Grammatik generalüberholt, andere bekommen den 5.Fall Partizip III reingewürgt und wieder andere können nicht mehr ohne ein Hilfswort dastehen - wobei diese Hilfsworte auf ein einziges reduziert werden können  - "Alter!" .

 

Dass Sprache deshalb nicht ganz sich selbst überlassen werde sollte kann ich verstehen. Denn ich habe keine Lust mit meiner Sprache auf Unverständnis zu stoßen, nur weil ich die Verbkrümmung für die Zeitform progressives Futurpast nicht über die Lippen kriege....

 

Dass wiederum kann man aber nicht mit den Büchern von Martin vergleichen. Dass Sprache dort in ihrer Grundästhetik gehuldigt wird sollte erkennbar sein. Warum man also die Eigennamen austauscht - es bleibt ein missverständliches Rätsel...

 

Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Fortschritt mit Macken...

So, nunmehr bin ich bei Band 6 angekommen - in ein oder 2 Tagen sollte der fertig sein - ich steck schon bei 50%. Band 7 lungert schon hier rum, Band 8 erscheint in diesem Format allerdings erst am 19.3. - ich werde also mindestens bis Ende März brauchen, um alle 8 Bücher die bisher erschienen sind zu lesen...

 

Aber das wollte ich gar nicht mitteilen. Ich wollte mal was los werden, was dieses neue Buchformat von Blanvalet betritt - tatsächlich musste ich feststellen, dass diese Bücher doch gern mit Rechtschreibfehlern aufwarten. Manchmal auch mit Grammatik oder vergessenen Wörter. Auch die schöne und allseits "beliebte" Ausdrucksform "als wie" erschien schon vor meinen arg getrübten Augen... ?!

Das macht mich doch ein bisschen ... schüchtern, im Sinne der Verteidigung dieser neuen Formate. Wenn es eine Überarbeitung der bisherigen Ausgaben sein soll, wie können dann derartige Fehler auftreten?! Es erscheint mir viel mehr, dass ganz neue Fehler hineingebracht wurden...

 

Alles in allem stört es natürlich nicht so sehr - wäre das ganze eine total miese Geschichte, dann würden mich die orthographischen Fehler vermutlich ebenso entnerven wie auch der Storyplot... aber so ist es ja nicht. Es ist nur ein Schönheitsfehler, der um so krasser erscheint, desto mehr Mühe in den Glanz der Erscheinung gesteckt wird - in diesem Falle muss ich nämlich zugeben, dass mir die Covergestaltung alles in allem recht gut gefällt. Naja, egal.

 

Schlussplädoyer wäre auf jeden Fall: Diese Auflage bedarf einer Überarbeitung, damit auch der stilsichere Inhalt den Ansprüchen gerecht wird...

 

Grüße

Michse

 

 

 

 

Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Ich halte mich mal aus der

Ich halte mich mal aus der "Bucht teilen"-Debatte raus und gehe zum Thema "Übersetzung":

Ja, die deutsche Sprache ist wundervoll und schützenswert.

Aber warum in aller Welt man Eigennamen übersetzt, ist mir generell ein Rätsel. OK, Ortsnamen lasse ich mir noch eingehen, Sesame Street ist eben die Sesamstraße, und gefälliger ists allemal - King's Landing = Königsmund ist also für mich vollkommen in Ordnung und vertretbar.

Aber Figurennamen? Warum?

Möglicherweise liegt das in der deutschen Synchro der Fernsehsendung begründet, in der meines Wissens nach die Namen ebenfalls übersetzt sind - man knüpft da an, um den Leser nicht zu verwirren? Möglich, scheinbar ist den Lesern nicht allzu viel zuzutrauen.

 

Übrigens: Diese Eigennamen-Übersetzung trieb auch schon seltsamere Blüten. So hieß ein bekannter Agenten-Thriller aus der Feder Robert Ludlums in der deutschen Erstübersetzung "Der Borowski-Betrug" - warum auch immer. Was an "Jason Bourne" so schlimm war, würde ich auch gerne mal wissen... ;)

Die Kekse waren alle und da bin ich einfach durchgedreht!

Wieso wird hier getrennt?

Wieso trennst du zwischen Eigen- und Straßen/Ortsnamen? Ich finde beides darf als Begriff nicht geändert werden, da die jeweiligen Orte nunmal so heißen.

 

Schleierhaft ist für mich auch immer noch, warum Sprachen geschützt werden sollen? Wenn wir uns mal etwas stärker mit der Sprachentwicklung beschäftigen, so ist sehr öffentlich, dass es schon immer Vermischungen gegeben hat und dies gerade zur Blüte einer Sprache beitragen kann. Nicht umsonst ist die deutsche Sprache erst durch die Einmischung von Franzosen zu differenzierteren Sprache geworden. Was genau wollen wir also schützen?

Die einzige Erklärung, die mir bisher gegeben wurde, war, dass Sprachen auch Identitäten bilden, weswegen Minderheitensprachen, wie etwa das Plattdeutsch auch dringend mehr an Schulen unterrichtet werden sollten. Meiner Meinung nach wird auch hier viel zu sehr Wert auf die Abgrenzung zu anderen gelegt, was in keinster Weise ein natürliches Vorgehen ist und besonders unzutreffend. Wenn ich meine Identität bilde, dann doch gerade durch kulturelle Gepflogenheiten und nicht durch Sprache an die man sich eh gewöhnt.

 

Von daher bleibe ich dabei, dass Eigennamen nicht übersetzt werden sollten, sondern vielmehr als neue Begriffe zu integrieren sind, damit der Charme nicht verloren geht, den sie in ihrer Ursprunglichkeit hatten.

Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden oder Registrieren.

image