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Was liest Ihr? Leseempfehlungen von Askir-Jünger/-innen

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Was liest Ihr? Leseempfehlungen von Askir-Jünger/-innen

Ich mache mal diesen neuen Thread auf, bevor Ihr den Theorien-Thread komplett damit vollmüllt, und kein A. die ganzen Hinweise und Tipps wiederfindet.

Kleine Zusammenfassung aus dem o.g. Thread (hier):

Über die Diskussion über Belagerungsmaschinen sind die Kollegen und ich auf Befestigungsmauern und deren Aufbau gekommen und haben die Mauer um Askir(Stadt) und die Großen Mauer aus „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin miteinander verglichen.

Wenn diesem Punkt an, war es ein kurzer Sprung, dass wir Empfehlungen ausgetauscht haben. Ich denke, unsere Kritik könnte so interessant sein, dass sich dieser Thread lohnt. Der Eine oder andere spart sich evtl. dadurch einen Fehlkauf.

Dann mal los.

Das Spiel der Götter von Steven Erikson

Eigentlich sollte das hier ja ein Empfehlungsthread sein, aber ich stelle sogleich einen Zyklus zur Frage, den ich noch gar nicht gelesen habe: Das Spiel der Götter des kanadischen Autors Steven Erikson.

Folgendes Zitat brachte mich auf die Idee, dass eine Diskussion hier interessant sein könnte:

Viele der Protagonisten kommen im Laufe der Handlung ums Leben (wobei allerdings mehrere in irgendeiner Form wiedererweckt oder -geboren werden). [siehe hier]

Kommt euch das bekannt vor? Geschieht sicher auch in anderen Büchern...

Ein weiteres Zitat, das mich aufmerken ließ:

Um diese Haupterzählung herum spielt jedoch eine weit gespannte andere Handlung, in der auch Götter und Halbgötter auftauchen, die oft aktiv in die Geschehnisse eingreifen. Dabei können Götter von Menschen getötet werden, wie auch Menschen unter bestimmten Umständen zu Göttern aufsteigen können, die keineswegs allmächtig sind.

Auch das ist irgendwie nicht unbekannt...

 

Der deutsche Wikipedia-Artikel ist durchaus spannend zu lesen, aber was da wirklich vorgeht habe ich natürlich nicht erfahrenimage. Der Zyklus ist mit 11 Bänden auf Englisch (dieses Jahr abgeschlossen) sehr umfangreich, nach dem 1. Band wurden die deutschen Übersetzungen jeweils in zwei geteilt (Frechheitimage!). Drei englische Bände harren noch ihrer Übersetzung, sodass der Zyklus auf Deutsch insgesamt 19 Bände umfassen wird. Sehr episch also und eine glückliche Fügung, dass der Autor nicht über seinem Mammutwerk verstorben ist (was ja schon manchem passierte)!

Also, Cepheid, Du hast schon einiges vom Spiel der Götter gelesen, erhelle uns/mich mal mit ein bisschen Detailkritik! Ich hab mir schon mal vorgenommen, etwas hineinzuschmökern, brauch aber noch etwas "Starthilfe".

„Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson

Mit dem Zyklus von Erikson hatte ich auch so meine Startschwierigkeiten. Es ist ein interessanter spannender Zyklus, der schwer zu verstehen ist und sehr komplex daher kommt.

Was will ich damit sagen?

Eriksons Reihe ist im Gegensatz von Martins für den Leser schwieriger nachzuvollziehen. Er ist sehr chaotisch, er scheint keine Regeln zu befolgen, als dass alles immer noch größer mächtiger und geheimnisvoller werden muss. Alle Charaktere reagieren auf Handlungen anderer, ohne dass ich einen roten Faden erkennen konnte, wo die Reise hingehen soll. Charaktere gibt es bei Erikson viele. Er erschafft sie am laufenden Band. Und wo andere Autoren diese dann hegt und pflegt, geht er ruppig mit ihnen um; erschafft immer wieder jemanden, der stärker, loyaler und mächtiger ist. Lässt sie sterben und erweckt sie (wie Phantolemchen schon zitiert hat) schnell wieder zum Leben. Ganz wie er es braucht.

Es gab eine Person, normaler Mensch, der im ersten Buch schon auftauchte und verschwand, den ließ er Höllenqualen in einer späteren Handlung durchleben, an die dieser verstarb. Am Ende bekam dieser eine neue Chance (= Körper) und verschwand mit einer Söldnerarmee im Hintergrund der Story. Im Band 12 erschien dieser Mann als der letzte Überlebender der Armee wieder in die Handlung, nur um am Ende wieder zu sterben. Wozu das ganze, fragt man sich da.

Erikson erschafft am laufenden Band die unglaublichsten Persönlichkeiten und Wesen. Und weil seine Romane so reich an Charakter sind, geht er vielleicht absolut verschwenderisch mit diesen um. Das befremdet mich und vermutlich die anderen Leser. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass ein liebgewonnener Held den nächsten Morgen überlebt.
 

Man kann sich nur sicher sein, dass Erikson immer wieder eine mächtigere Person, einen mächtigeren Gott oder ein stärkeres Volk erschafft um die Hierarchie durcheinander zu wirbeln. Außerdem sind die Namen seiner Götter/Helden unglaublich kreativ und interessant („Verkrüppelter Gott“ „Der Vermummte“, „Schnelle Ben“, „Fiedler“, „Elster“,"Halbdreck, Hohepriester von D`rek", Hauptmann Gütig…)

Götter scheinen schon länger/immer zu existieren, wenn sie in Vergessenheit geraten, verlieren sie ihre Macht. Sie können getötet werden. von anderen Göttern oder auch von Menschen. Menschen können zu Aufgestiegenen werden, dazu braucht es nur Zufall, starken Willen oder große Macht. Es geschieht einfach.

Er hat eine neuen Typus für das Fantasy geschaffen, die "Vielwandler", der wirklich interessant ist. Das sind Gestaltwandler, die sich in verschiedene Tiere verwandeln können. Verschieden soll heißen, gleichzeitig in mehrere der gleichen Art, z.B. einmal ist jemand ein Frau und diese kann sich in hunderte von Spinnen aufteilen.
 

Jedes Buch (engl.) hat eine eigene Handlung, die grob mit den Anderen verbunden ist, und einen Abschluss hat.
Beispiele:

  • Band 1 spielt in einer Stadt, die von der malzanischen Armee unterworfen werden soll.
  • Band 2+3 spielt in einem anderen Reich, wo eine andere Armee der Malzaner als Besatzer einen blutigen Aufstand erleben. Außer malzanische Armeen haben die beiden nichts miteinander zu tun, da sie auf verschiedenen Kontinenten spielen. Trotzdem erscheinen vier Charaktere aus Band 1 wieder, weil sie sich auf einem Zwischenstopp ihrer Reise dort befinden.
  • Band 4+5 spielen auf dem ersten Kontinent und beenden die Kriegshandlungen dort.
  • Band 6+7 +10 + 11 spielen wieder auf dem zweiten Kontinent

In allen Büchern tauchen die unterschiedlichen Personen wiederholt, mal als Neben-, mal als Hauptperson auf.

Es scheint in der Vergangenheit ein Unglück passiert zu sein, als man gegen einen mächtigen Herrscher unbeabsichtigt einen Gott vom „Himmel“ geholt hat. Dieser will sich an allen rächen. Dagegen wehren sich die Völker, einzelne und die Götter. Es wird zusammen gearbeitet und gegen einander gekämpft.
 

Die Götter sind in sogenannte Häuser zusammen gefasst. In einem Kartenspiel wiederholen sich doch bestimmte Karten bei den verschiedenen Farben. Ähnlich ist es bei den Häusern der Götter. Jede Has hat einen „König“, „Königin“, Ritter/Champignon, Priester/Magier, Soldat usw. Wer wer ist, erfährt man nur sukzessiv. Einige sind bekannt. Manche „Positionen“ scheinen unbesetzt, und werden von neuen Aufgestiegenen/Göttern besetzt. Es gib eine Macht - Die Azath -, das sind richtige Häuser, die selbstständig wachsen, die regulierend auf zuviel Macht wirken. Mächtige Wesen werden von diesen angelockt und verschluckt, aber auch normale Menschen durchschreiten diese und können als Aufgestiegene zurückkommen. Logik? Nicht erkennbar!
 

Es gibt Magie in dieser Welt, die hier Pfade oder Gewirre genannt werden. Teilweise gehören die Gewirre wieder zu den Häusern der Götter. Ein Magier, der öfters eine Hauptrolle spielt, ist der „Schnelle Ben“, den man gut mit Balthasar vergleichen kann. Am Anfang wird dem Leser glauben gemacht, dass er eher ein durchschnittlicher Magier ist, so zeigt sich immer mehr, wie genial und mächtig er in Wirklichkeit ist.
 

Szene: Neugierig besucht der „Schnelle Ben“ ein Haus von zwei Nekromanten (gibt es dort auch, diese beiden sind nicht wirklich gut, aber gehören zu den eher guten). Keine Ahnung worum es mehr ging. Auf jeden Fall unterhalten sich der Schnelle Benn und eine der Nekromanten, während der zweite schon gierig nach Ben`s Macht?? rumschleicht. Als der Zweite plötzlich angreift, löst Ben sechs Gewirre aus und schießt den Nekromant glatt durch die Wände in eines der nächsten Zimmer. Ein normaler Magier beherrscht nur einzelne Gewirre (scheint eine Art Spezialisierung darzustellen). Da der „Schnelle Ben“ genug für sechs Gewirre hat, ist sehr beachtlich.
Erstaunt blickt der erste Nekro den Schnellen Ben an und gibt sich erstaunt über diese Macht. Er äußert nur seine Bedenken, dass Ben all diese Macht auf seinen Freund auf einmal vergeudet hat und greift ebenfalls an.
Ben meint nur: „Wer sagt, dass ich alles rausgefeuert habe!“ und haut dem Ersten ebenfalls sechs weitere Gewirre um die Ohren. {Alles frei zusammengefasst}
 

Ich musste bei dieser Szene von einem Ohr bis zum anderen grinsen. Das macht den Spass an den Büchern aus. Die einzelnen Geschichtchen. Die kleine Handlung!
 Aber sich alle Namen zu merken ist praktisch unmöglich. Laufend kommt ein neues Volk dazu und damit neue Helden/Schurken/Götter.
 

Mit dGvA hat „Das Spiel der Götter“ rein gar nichts zu tun. Auch wenn unterschiedliche Rollen, Versatzstücke und Stereotypen in beiden Zyklen vorkommen, wird jeweils völlig unabhängig voneinander mit diesen umgegangen. Die unglaublich vielen Parallelen gibt es nicht, wenn man die Bücher ließt

Das Spiel ist härter, dreckiger und chaotischer. Askir folgt dagegen einer nachvollziehbaren Logik. Keines ist dabei besser oder kreativer. Das ist so, als ob man die Filme „Das fünfte Element“ und „Star Wars“ miteinander vergleichen wollte. In beiden kommen Außerirdische und Menschen vor, aber das war es schon mit der Ähnlichkeit.
Wenn man im Spiel nicht krampfhaft versucht eine Logik zu erkennen, dann könnte der Zyklus einem wirklich gefallen.

Ich hoffe, ich habe Euch nicht zu sehr verwirrt. Ich habe einfach mal runter geschrieben, was mir in den Sinn kam.

WOW, das war ausführlich!

Aber den Eindruck, den Du hier wiedergibst hatte auch schon bei meinen Recherchen. Niemand hat das so klar geschrieben, aber es klang tatsächlich etwas chaotisch. Hab heute in den ersten Martin-Band reingelesen (die Herren von Winterfell) und war gepackt! Muss mir Platz in meinen Bücherregalen schaffen, aber das wird wohl demnächst angefangen! Den Epilog fand ich noch eher mittelmäßig, aber das erste Kapitel hatte einen wunderbaren Spannungsrhythmus, wo sich eines aus dem anderen zwanglos ergab und fügte, ganz große Erzählkunst! Muss mich beherrschen, um nicht gleich noch anfangen zu schwärmen!

 

Bei Deiner Beschreibung der Magier-Nekro-Szene musste ich übrigens ganz spontan auch herzlich lachen! Das klingt schon nach einer Parodie dieser typisch amerikanischen Hypertrophierung, wie sie sich auch bei Superman gerne findet, nach dem Muster: S muss einen Lastwage anhalten. Schafft er auch, ...mit äußerster Anstrengung. Dann muss er einen kilometergroßen Meteoriten aufhalten, was er mit der genau gleichen Anstrengung vollbringt! Bei Erikson fehlt eben die Anstrengung...

 

Was den Vergleich zwischen 5. Element und Star Wars betrifft: Star Wars (den Originalfilm) finde ich besser! Weil fantasiereicher und von der Story packender. 5. Element fand ich dann schon reichlich oberflächlich. Die packendste Szene fand ich dann noch, wie Milla Jovovich vor dem Bildschirm sitzt und all die Kriegsszenen auf sie einprasseln. Vieles andere ist zum Schmunzeln, aber nicht unbedingt erinnernswert...

 

Eine Serie, die ich jedoch allen hier ans Herz legen möchte, ist der Hexer-Zyklus von Andrzej Sapkowski! Ich habe noch in keinem Fantasy-Buch so ab- und hintergründige, intelligente Dialoge gelesen. Und auch sonst spricht Sapkowski sehr interessante Thematiken an. Hab schon zwei Lexikonartikel zu diesem Thema verfasst und werde weitere schreiben, mittlerweile gibt es ja alle Bücher in Deutsch.

Eriksson habe ich auch mal

Eriksson habe ich auch mal angefangen - der erste Band für sich genommen ist nicht schlecht, und folglich habe ich mir direkt auch den zweiten Band gekauft. Der ist für sich genommen auch nicht schlecht, hat jedoch (nahezu) nichts mit dem ersten Band zu tun. Da ich befürchtet habe, dass das so weiter gehen könnte habe ich die Bücher danach verschenkt...

...

dass das so weiter gehen könnte habe ich die Bücher danach verschenkt...

Schade!

Das die Handlung konfus ist hatte ich geschrieben. Es ist nur immer schade, wenn jemand aufgibt. Und das nur weil man noch keine roten Faden erkennt.

Wie gesagt, die Handlung springt örtlich viel. Hauptsächlich verbinden die Bücher die Charaktere, die Erikson gerne auch mal über die Klinge hüpfen lässt. Trotzdem, wenn Du schon das erste Buch nicht wirklich schlecht fandest, dann empfehle ich Dir doch weiterzulesen.

ACHTUNG an alle. Nur Band 1 (deutsch) entspricht Band 2 (engl.). Danach wurde aus einem englischen Band zwei Deutsche gemacht. Wer sich also Band 2 alleine kauft wird enttäuscht sein, weil die zweite Hälfte fehlt.

„Das Lied von Eis und Feuer“ von Georg R. R. Martin

Superklasse Erzählung. Es wird eine sehr detaillierte Welt entworfen. Z.T. bekommt man das Gefühl die Intrigen, Kriege und Geschehnisse in einer Parallelwelt aus dem Mittelalter mitzuerleben. Damit meine ich, dass es um die Kämpfe und Machtverhältnisse von Herrscherfamilien geht. Hochzeiten und Schwerter sind gleichberechtigt Mittel die persönlichen Ziele zu erreichen. Magie gibt es nur „noch“ ganz wenig. Es gibt sie, aber sie scheint sich zurückentwickelt zu haben. In der aktuellen Zeit vertraut man mehr auf die Kraft im Arm und den Verstand. Auch fehlen viele fantastische Völker. Es geht hauptsächlich um Menschen. Vereinzelt kommen Riesen, Drachen und Wiedergänger vor.

Was das Buch spannend macht, ist, dass Martin eine jede Menge von Akteuren erschaffen hat, denen er jeweils ein ganzes Kapitel widmet. Man erfährt unheimlich viel über die Beweggründe von allen möglichen Helden und Schurken. Auch beendet Martin öfters geschickt die Handlung des einen Charakters in dem einem Kapitel mit einer Info in einem anderen Kapitel.

Bsp. Es findet ein Kampf um eine Burg statt, ein Teilsieg wird errungen, das Burg später doch gefallen ist, erfährt man als Mitteilung eines Kuriers, die ein anderer Charakter erhält. (Bsp. Beschreibt die Vorgehensweise, keine Ahnung mehr, ob es wirklich genau so geschehen ist)

Die vielen Charaktere machen das Buch einmal spannend, aber am Anfang unübersichtlich. Man kommt rein. In der Summe sind es bis zum 8. Buch ungefähr 40 Leute, an deren Leben man direkt teilnimmt.

Die Handlung ist recht einfach zu beschreiben, es gibt drei große Stränge. Einmal verstirbt ein Hochkönig und hinterlässt das Land, in dem viele „kleinere“ Könige herrschen. Es entbrennt ein Erbfolgekrieg und es finden Abspaltungen statt. Kriege und Grausamkeiten sind die Folge. Zweitens wird das Reich durch eine große Mauer beschützt, die den Nordteil des Landes komplett abtrennt. Die Mauer wird von Männern aus allen Königreichen (Nachtwache) besetzt, die ihre Loyalität zu den einzelnen Königen aufgeben. Viele Verurteilte/Verbrecher landen dort. Nach 8000 Jahren leidet die Nachtwache an Männer. Im Norden regt sich eine Gefahr. Wiedergänger drohen einzufallen, und Riesen fliehen und wollen die Mauer durchbrechen. Als Drittes gibt es eine letzte Nachfolgerin des ursprünglichen Herrschergeschlechts, die vor dem oben beschriebenen Hochkönig, im Land geherrscht hat. Die sollte als Puppe für die Rückkehr alter Mächte dienen, aber sie entwickelt sich zur eigenständigen Person, und wird mehr aus der Not heraus zu einem Machtfaktor der die Rückkehr selbst vorantreibt.

Im Mittelpunkt steht die Familie Stark, Könige von Winterfell – dem Reich im Norden. Die Familie hat viele Kinder (6 oder 7). Alle Familienmitglieder verschlägt es in eine andere Ecke des Reiches und jeder muss selbst sehen wie man überlebt im Chaos.

Ich kann jedem die Serie empfehlen, der intelligente anspruchsvolle Fantasy-Kost mag. Was Komplexität angeht, ist der Herr der Ringe daneben ein Kinderbuch. Wer Fantasy ohne Zwerge und Elfen nicht liebt, oder einfache gerade Geschichten mag, sollte die Finger weg lassen.

Die Serie ist auf acht Bücher (im Englischen) ausgelegt. Vier sind erschienen und auch ins Deutsche übersetzt. Leider ist jedes Buch aufgeteilt auf jeweils zwei. D.h. im Deutschen wird es 16 Bände geben. Da mag an Geldmacherei der Verlag liegen, aber auch daran, dass in Deutsch der Text länger ist. (1 Band engl. á 800 Seiten = 2 Bände deutsch á 600-700 Seiten). Von Verlag Fantasy Productions sind die Bücher als limitierte Bände (2000 Stk.) zusammengefasst erschienen (1 Band engl. = 1 Band deutsch). Würde ich gerne haben, aber unbezahlbar. Ist inzwischen eher eine Geldanlage. Neupreis war 50 Euro, inzwischen wurde bei Ebay Einzelstücke für 1500 Euro verkauft. Es gibt aber auch noch den Blanvalet Verlag, der günstiger ist. Empfehlen würde ich die alte Ausgabe, da bei der Neuen die Übersetzung grundsätzlich zwar überarbeitet und verbessert wurde, aber LEIDER auch Eigennamen ins Deutsche übersetzt wurde.

Am fünften Band wird schon 3-4 Jahre geschrieben, der Autor ist alt und kümmert sich z.Z. mehr um die Verfilmung. Es ist zu befürchten, dass die Serie nie endet. Das nur noch, für die, die nur komplette Serien haben wollen.

Es gibt zwei Kurzgeschichten zur Vorgeschichte (Heckenritter = Ritter ohne Gut und Einkommen, die auf der Strasse leben), die auch als Comic rausgekommen sind. Bringe ich am 12. mit (Code für Eingeweihte).
 

Ich schreibe was im Askir-Forum^^

Ich wollte mich nur mal kurz einschalten, weil ich mir gerade die ersten fünf Bände der Reihe angeschafft habe und zwar in der alten Fassung. Erst danach durfte ich erfahren, dass es auch eine neue Übersetzung geben wird und die quasi neue Namen enthält... Jetzt wollte ich mal fragen, wie ihr das mit den weiteren Bänden machen werdet. Lest ihr dann in der neuen Fassung weiter, da die alte von Blanvalet ja nicht mehr herausgebracht wird oder wechselt ihr auf die englischen Version, wozu ich im Moment tendiere...? Also die 5, die ich jetzt habe wieder verkaufen und mir gleich die gesamte Geschichte auf englisch kaufen.

Gruss

Ich hoffe, dass Du "Das Lied von Eis und Feuer" meinst Du nicht "Das Geheimnis von Askir".

Ich habe mir die alten Versionen der Bücher in guter (wie neuer) Qualität bei Ebay gekauft. Ich habe keinen Bock mich an neue Namen zu gewöhnen. Und außerdem finde ich sollten Eigennamen nicht wie in der zweiten Auflage geschehen plötzlich mit übersetzt werden.

Einige Beispiele:

  • Aus einer Stadt mit Namen "Gulltown" wird "Möwenstadt".
  • Aus dem Familiennamen "Greyjoy" wird "Graufreud".
  • Der Stoff "Moleskin" soll sogar mit "Hirschleder" übersetzt wurden sein.
  • [Edit: Sorry mir ist noch ein Beispiel eingefallen, dass ich einfach aufzählen muss. Ist auch für Neuleser interessant.
    Martin hat sich u.a. ausgedacht, dass alle uneheliche Kinder als Nachnamen einen Einheitlichen bekommen, der nur von Gegend zu Gegend variiert. Im Königreich des Nordens lautet er "Snow". Auch König Stark hat einen solchen "Bastard":
    JON SNOW
    Der Neuauflage heißt er wohl "Jon Schnee". Klingt nicht gut. Wenn man schon eindeutscht, warum nicht Johann Schnee image
    Bei uns im Forum hätte es bei dieser Idee bestimmt den Einwand/Frage gegeben, wie die ehelichen Kinder von solchen "Bastard"-Kinder heißen. Snow nach dem Vater ... grins ... bedeutet generationslange Diskriminierung.]

Alles nur Hören und Sagen aus dem Forum von Eis- und Feuer.

 

Im Englischen haben die Begriffe zwar diese Bedeutung, ich finde es nur interessanter, wenn man sie losgelöst als eigenständige Begriffe versteht.

Auf jeden Fall sollte man bei der Übersetzung intelligent und bewußt vorgehen und nicht mit dem Gießwasserprinzip. Und das fehlt wohl in der 2. Auflage. Die beste Übersetzung soll die von Fantasy Produktion sein, ist halt jetzt zu teuer. (Schaut mal hier. Eine ganz besondere Zusammenstellung der Sonderausgabe. Mit Autogramm und gleicher Auflagennummer)
Ich fand die Übersetzung in der 1.Auflage aber nicht so schlecht, dass man davon abraten muss.

 

Danke schonmal

Also danke für die ausführlichere Sicht auf die Übersetzung, das mit dem Snow Namen hatte ich z.B schon wieder verdrängt oder einfach vergessen.

Was mir aber jetzt noch nicht klar geworden ist, wie wirst du die Reihe weiterhin lesen? Wenn du dich nicht an neue Namen gewöhnen möchtet, dann wirst du also zwangsläufig die englische Version lesen müssen, da die deutsche in der alten Blanvalet-Version nicht mehr erscheinen wird. Oder hat da jemand andere Infos. Wie ich oben schon geschrieben hatte, bin ich jetzt halt am Überlegen, ob es sich überhaupt lohnt, die bisherigen deutschen Versionen noch anzuschaffen oder gleich alle Bände auf englisch zu erwerben.

Welche Variante wählst du da jetzt?

...

da die deutsche in der alten Blanvalet-Version nicht mehr erscheinen wird

 

---> Die Info hatte ich noch nicht. Ich bin auch ein Spätleser, der die Serie nicht von Anfang an gelesen hat. Ich warte zwar seit drei Jahren, aber verfolge nicht alle Infos im Netz.

is dato hatte ich geglaubt, dass die Alten auch noch weiter herausgegeben werden. Nach Deinem Kommentar zu folgen, werde ich wohl das beschriebene Problem bekommen, mich entscheiden zu müssen. Keine Ahnung was ich dann tue. Die Alten wegschmeisen, auf die teuen von FanPro wechseln. Ich werde mich wohl spontan entscheiden. Ist erst mal Zukunft.

Wiedermal macht ein Verlag nur Murks!!! Wie ich das hasse.

 

Aufruf: Wer kann helfen?

Gibt es von hier im Forum irgend jemanden, der Zuhause Pay-TV hat?

 

Wer wie ich "Das Lied von Eis und Feuer" gelesen hat, ist natürlich auch an der Verfilmung interessiert, die am 2. Novermber in Deutschland bei dem Pay-Sender TNT (Info siehe z.B. hier) ausgestrahlt wird.

Hat hier jemand einen Zugang und kann mir die gesamte Serie (10 Teile) auf Video oder DVD aufnehmen und dann schicken.

 

Das wäre wirklich genial!!!

Habe zufällig letzte Woche

Habe zufällig letzte Woche genau diesen Zyklus in der Buchhandlung angefangen, werde mir demnächst wohl die ersten Bände zulegen.

Ist scheinbar die neue Übersetzung, denn an den Nachnamen "Schnee" erinnere ich mich noch.

Aus meiner Sichtweise erschien weder dieser noch einer der anderen Namen als unpassend, lässt sich also auch in dieser Version gut lesen (gut Umbennenung in der Mitte ist ein anderes Thema).

Allzu weit bin ich nicht gekommen (etwas über 100 Seiten), schien mir aber bereits einen äußerst guten Eindruck zu machen, was bei mir so früh eher selten vorkommt.

Hab letzte Woche mit "Das

Hab letzte Woche mit "Das Lied von Eis und Feuer" begonnen. Einfach faszinierend, die Bücher! Bin am Anfang von Band 3 (neue deutsche Blanvaletausgabe) und kann und will nicht aufhören! Wer sich über die Rose von Illian beklagt hat wegen Perspektiven- und Personenwechsel, der sollte mal hier reinlesen! Konsequent ist jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschrieben, wodurch sich ein interessanter Effekt ergibt:

Die Geschichte wirkt wie aus vielen Gliedern zusammengefügt, wie ein Ketten- oder Chitinpanzer. Ich finde das hochinteressant, weil das Garn der Erzählung, der Faden der Geschichte quasi im Unter- und Hintergrund verborgen liegt. Braucht ein bisschen Mitdenken, um da mitzukommen, und ich liebe ja die Herausforderung!

...

Habe ich doch gesagt.  image

 

PS: Lasse Dir mehr Zeit mit dem Lesen. Nach 8 Bänden ist Schluss ohne dass ein Ende erreicht ist. Eine grässliche Wartezeit steht Dir bevor.

dLvEuF

PS: Lasse Dir mehr Zeit mit dem Lesen. Nach 8 Bänden ist Schluss ohne dass ein Ende erreicht ist. Eine grässliche Wartezeit steht Dir bevor.

-> Ich habe die Reihe schon entdeckt, als es erst 7 gab, aber aus dem Grund beschlossen zu warten.

Es klang interessant und jetzt noch mehr :), aber ich will etwas (zumindest bald) abgeschlossenes. Ok, Askir its da eine Ausnahme, kann man ja mal machen.

____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz

aber ich will etwas

aber ich will etwas (zumindest bald) abgeschlossenes.

---------> Kann ich verstehen, ging mir auch so. Die ersten drei Bände (englische Fassung) wurden im Abstand von drei Jahren veröffentlicht (1996, 1998, 2000). Für ein Werk dieses Umfangs und Anspruchs durchaus gerechtfertigt. Aber der nächste Band kam erst 2005 heraus und der fünfte dieses Jahr, sechs Jahre nach dem letzten! Da bekam ich etwas Sorge, dass der Autor sich verfranst hatte und nicht mehr "durchblickte". Deshalb ließ auch ich erstmal die Finger davon und wollte sehen, wie es weiterging. Dann las ich den englischen Wikipedia-Artikel.

Ich fand ihn ziemlich gut, weil er nämlich schlüssig erklärte, was passiert war: Der Autor hatte sich tatsächlich verfranst, aber anders als gedacht. Nach Band 3 sollte ein Sprung von 5 Jahren in die Zukunft erfolgen und die Ereignisse dazwischen in Rückblenden erzählt werden, aber nach einem Jahr Arbeit wurde Martin klar, dass das Konzept nicht aufging. Also zurück an den Anfang und einen neuen vierten Band schreiben...

Das war schon mal die erste Hürde. Das Konzept passte nicht, ein neues musste entworfen werden. Das braucht Zeit...

2005 war der vierte Band fertig, aber mit über 1500 Seiten zu lang geworden! Selbst für die offensichtlich lesefesteren Angelsachsen (hier wird schon ab 500 Seiten Zeter und Mordio gerufen...). Eine Trennung in zwei Teile kam für den Autor nicht in Frage - verständlich; wenn man bei Band 4 ist und diesen noch einmal in 2 Teile aufsplittet, irgendwie komisch. Martin entschloss sich für den schwereren Weg und teilte nach Charakteren und Orten auf. Dadurch konnte der vierte Band noch in 2005 veröffentlicht werden, aber der Rest war fragmentarisch und musste überarbeitet werden. Es heißt, ein Drittel des 5. Bandes war ursprünglich im 4. Band enthalten. Es ist bekannt, dass Überarbeitungen wesentlich anstrengender sind als Neuschöpfungen (kenne ich von mir selber), zusätzlich kam wohl noch die Planung der Umsetzung des Zyklusses als Fernsehserie.

Martin bestätigte auch, dass er bereits 2010 mit dem Folgeband (Band 6) begonnen habe. Die ganze Serie würde nun sieben Bände umfassen (im Deutschen also wohl 14).

 

Ich bin gespannt, ob der Autor nun seinen "Hänger" überwunden hat und nun etwas zielstrebiger dem Finale zusteuern kann. Möglich ist es, denn der "Knoten", entstanden durch Fehlplanung und die vielen Überarbeitungen wegen der Aufteilung des vierten Bandes scheint ja nun gelöst. Lassen wir uns überraschen... Die Ablenkung durch die Mitwirkung an der Fernsehserie ist sicher nicht zu unterschätzen.

 

Aber wenn Martin den Zyklus wirklich vollenden kann, dann hätten wir bestimmt eines der gewaltigsten vollendeten Fantasywerke vor uns! "Rad der Zeit" ist ja (immer noch) Fragment und unvollendet.

große Werke

Aber wenn Martin den Zyklus wirklich vollenden kann, dann hätten wir bestimmt eines der gewaltigsten vollendeten Fantasywerke vor uns! "Rad der Zeit" ist ja (immer noch) Fragment und unvollendet

-> Es gibt ja noch "Das Schwert der Wahrheit", 15 Bände, vollendet soviel ich weiß. Habe ich auch mal ins Auge gefasst, aber die Wertungen des letzten Bandes waren zu der Zeit (damals frisch erschienen) ziemlich schlecht. Hat mich abgeschreckt, auch wenns ja noch 14 Bände davor gibt. Kennt das einer und was dazu schreiben?

 

Und das Spiel der Göttter wäre im Englischen auch fertig glaube ich, fehlt nur noch die Übersetzung, die bis Band 19 gehen soll.

 

Und wenn wir nur vom Seitenumfang reden, dann gehört die Askirsaga ja auch bald dazu. 6+6 Bände + Einzelbände (Eule, vll. noch Bände über Jerbil, früheren Havald, Askannon, Xiang, Balthasar, Den Namelnlosen? ;D - wäre auch interessant  )

____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz

Das Schwert der Wahrheit

Kennt das einer und was dazu schreiben?

Kennt einer und kann was dazu schreiben ;) :

Das Schwert der Wahrheit ist tatsächlich eine 11-Bändige, abgeschlossene Reihe (teilweise auch als 17-bändige Version verfügbar; dabei wiederum (teilweise?) Doppelausgaben verfügbar - gibt also leider mindestens 3 verschiedene Umschlagsgestaltungen, was sich im Schrank natürlich nicht so toll macht... Ich empfehle, die Finger weg zu lassen von den 17 Einzelbänden (Wegen des Preises: ~12,50€ / Band, während es die Doppelbände für ~12€ / Doppelband bzw. die 11-teiligen Bände für 10€ pro Band gibt); Covergestaltung ist meiner Meinung nach am schönsten bei der 11-Bändigen Reihe, die Doppelbände sind in Ordnung, während ich die 17 Einzelbände abgrundtief abscheulich finde.
Das erstmal vorneweg, durch die unterschiedlichen Ausgaben kommt es nämlich leicht zu Verwirrungen, was denn nun der nächste Band ist - vor allem wenn man zwischendrin auf die 11-Bändige Reihe wechselt.
Das englische Original besteht übrigens ebenfalls aus 11 Bänden.

Zum Inhalt:
Hui, das ist gar nicht so einfach - wobei es mir auf jeden Fall von Anfang bis Ende relativ durchgeplant erscheint. Ich versuche es mal nicht, sondern verweise auf Wikipedia, die eine recht treffende (und ausführliche) Inhaltsangabe zur Verfügung stellt.

Zur Qualität der Reihe.
Dazu lässt sich nichts sagen, vielmehr müsste jeder Band einzeln bewertet werden.
Die Reihe (11-Bändige Ausgabe!) fängt mit den ersten 2 bis 3 Bänden (Bd. 1: Das erste Gesetz der Magie, Bd. 2: Die Schwestern des Lichts, Bd. 3: Die Günstlinge der Unterwelt) wahnsinnig stark an, wobei der erste Band zum Ende hin teilweise recht grausam (nicht klassisch brutal, aber grausam - Folter!) ist, weswegen ich ihn nicht an zu junges Publikum empfehlen würde.
Danach lässt es irgendwann (keine Ahnung wann genau) nach, wird teilweise etwas wirr und zieht sich stellenweise. Den absoluten Tiefpunkt bildet jedenfalls Band fünf (Die Seele des Feuers). Eine völlig neue Perspektive ist hier nicht gerade hilfreich und es scheint eine Zeit lang, als wäre man in eine völlig andere Reihe gerutscht.
Danach geht es wieder bergauf, hat jedoch nochmals irgendwo einen (leichteren) Hänger;
Ich glaube, ungefähr mit Band 8 (Bd. 8: Das Reich des dunklen Herrschers), kann aber sein, dass ich mich da täusche.
Wer jedoch durchhält wird mit einigen wirklich guten Bänden belohnt, die in einem meiner Meinung nach richtig gelungenen Finale enden.

aber die Wertungen des letzten Bandes waren zu der Zeit (damals frisch erschienen) ziemlich schlecht.

Dem kann ich nun überhaupt nicht zustimmen. Es werden die offenen Handlungstränge zu Ende geführt, und es endet nicht direkt nach der finalen Schlacht (wie es leider häufig sonst der Fall ist). Eben ein wirkliches Ende.
Abgesehen davon: auch in den Meinungen, die ich kenne wird der letzte Band eher selten als schlecht dargstellt - nicht jeder empfindet ihn als gleichermaßen gelungen, aber als wirklich daneben sehen ihn nur wenige...

 

Da das jetzt von mir wohl kaum dazu beigetragen hat, sich über die Qualität klar zu werden, als Abschluss:
Insgesamt gibt es von mir durchaus eine Leseempfehlung, wobei es sich tatsächlich lohnt, über die schwächeren Stellen hinweg zu lesen. Allerdings keine Kaufempfehlung, wer also die Möglichkeit hat, sich die Reihe zu leihen, sollte diese Möglichkeit nutzen.

Edit: Nachtrag:
Es gibt eine auf der Reihe basierende Fernsehserie ("Legend of the Seeker - Schwert der Wahrheit"). Für Fans, die auf eine treffende Umsetzung hoffen, sehr dürftig, da äußerst frei; allerdings stellenweise sehr amüsant (bin mir nicht sicher, ob es als Komödie geplant war, lässt sich jedoch so anschauen). Wie es sich für Leute darstellt, die die Reihe nicht kennen, weiß ich nicht, vermutlich gar nicht schlecht...

"Otherworld" und "Die großen Schwerter" von Tad Williams

hallo, wie steht es mit den Serien von Tad Williams. Kennt Ihr die schon, oder besteht Bedarf nach einer Kritik.

Ich fand beide Zyklen super interessant und nachdem ich mich durchgekämpft habe, kann ich sie nur empfehlen. Wenn Ihr näheres hören wollt, meldet Euch, dann kann ich was schreiben.

 

Oder noch besser, schreibt Ihr mal eine Kritik über diese, wenn ihr sie kennt.

Ich hatte mal den 1. Band

Ich hatte mal den 1. Band des Osten-Ard-Zyklus gelesen (meintest Du das mit "große Schwerter"?), fand ihn aber dem Herrn der Ringe zu ähnlich und bedeutend zäher. Mit Otherworlds gings mir ähnlich (obwohl dem Herrn der Ringe nun wirklich recht fern). Ich spürte schon die sprachliche Qualität, aber irgendwie war der Stil, vielleicht auch der Erzählthythmus nicht so meins.

 

Was ich gelesen habe und was ich beides gut finde: Der Hexer-Zyklus von Andrzej Sapkowski und Der Krieg der Propheten von R. Scott Bakker. Zu beiden habe ich schon Lexikonartikel geschrieben, müssen nur noch ausgebaut werden...image

 

Aber schreib gerne was über Tad Williams, ich lese es gerne. Hat mir sehr gefallen, was Du über Erikson geschrieben hast!

Hab ich das richtig

Hab ich das richtig verstanden. Osten-Ard ist zäher als HdR? Ist das überhaupt möglich? Ich finde ja HdR in der Geschichte sehr gut, aber der Stil ist mir zu dirskriptiv. Und das ist noch zäher?

Ich stimme mal zu

Also ich es auch nicht über Band 1 hinaus geschafft. Ich fand es inhaltlich nicht ansprechend und auch der Stil war überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Zusätzlich hat Tad Williams die ganze Story extrem in die Länge gezogen, ohne das wesentliche Handlung geschehen wäre. Beinhahe 400 Seiten bis endlich etwas passiert war mir echt ein bisschen viel. Demzufolge muss ich auch sagen, dass Osten-Ard deutlich zäher als HdR ist.

...

„Die großen Schwerter“ alias „Osten Ard“ Zyklus von Tad Williams
Entweder habe ich besseres Durchhaltevermögen oder Williams Schreibstil liegt mir mehr. Wenigstens bin ich komplett durch alle vier Bände durchgekommen.
Aber auch mir fiel es am Anfang schwer rein zu kommen. Das haben Die großen Schwerter mit Den Herrn der Ringe gemeinsam. Mit dem Fortschreiten der Story, beginnt die Story zu fesseln und/oder man ist mehr geneigt über Schwächen hinweg zu lesen.
Williams entwickelt eine gut durchdachte glaubwürdige Welt in denen auch Trolle (=Zwerge), Nornen und Sithi (=Elfen) und Nordmänner leben. Insgesamt ist alles auf eine epische Erzählung im Stil von Herrn der Ringe angelegt.

 

Zum Inhalt
Der Junge Simon wird zufällig in Geschehnisse im Hochhorst, dem Schloss der Königs, verwickelt, in denen es um das Thronerbe, Verschwörung und Krieg geht. Auf seiner Flucht begegnet er neuen Freunden und muss sich auf die Suche nach Artefakte in Schwertform machen, um seine Welt, so wie er sie kennt, vorm Untergang zu retten. Für mich ist dabei Simon Schneelocke einer der besten und glaubwürdigsten Helden im Fantasy. Vom Küchenjungen über Lehrling des Magiers und Flüchtling bis hin zum Ritter entwickelt er sich nachvollziehbar, ohne das er je überheblich wird und sich zum strahlenden Held entwickelt. Er tut was getan werden muss, benimmt sich eher durchschnittlich, aber stellt sich seinen Ängsten und das macht ihn zum Helden. Und damit wird er schnell zu einer Person, mit der man sich identifizieren kann.

Die Entwicklung der Story ist für Vielleser keine große Offenbarung, aber sie stellt eine solide Kost dar. Gerade in den vielen kleinen Punkten, die einen fesseln, zeichnet sich für mich das Buch aus.
Die Bücher konzentrieren sich auf wenige Charaktere und beschreiben deren Erlebnisse ausführlich. Dazu kommen weitere Nebencharakter, die ebenfalls gut gezeichnet sind, aber weniger Platz erhalten. So kann man die Story leicht folgen und muss sich nicht andauernd fragen, „wer war das denn schon wieder“?
Ich kann die Bücher also empfehlen, einige Jahre waren sie für mich die besten epischen Fantasy-Romane! Noch vor Den Herrn der Ringe. Quält Euch in die Handlung und man wird in der Summe belohnt. Ich kann aber auch jeden verstehen, der mehrere Anläufe braucht oder auch die Bücher ungelesen zu Seite legt.

 

„Otherland“ von Tad Williams
Otherland sind vier Bände ScienceFiction mit fantastischen virtuellen Cyberwelten, einer künstlichen Intelligenz und Verfolgungsabenteuern nebst Killern in der realen Welt.
Nach dem ich Die Großen Schwerter gelesen hatte, war ich vom Autor gepackt und habe auch diese Quadrologie gelesen. Ich fand hier schneller in die Story hinein. Williams lässt sich manchmal wieder zu viel Zeit und kommt nicht voran (besonders in der Mitte), aber im Großen ist die Story packend.

 

Zum Inhalt
Superreiche suchen eine Möglichkeit zur Unsterblichkeit. Bei ihren Versuchen werden viele Kinder in ihre Fänge und fallen in ein Koma. Einige Angehörige geraten auf der Suche nach Hilfe in gefährliche Situationen und werden verfolgt. Neben diesen zentralen Handlungsstrang gibt mehrere weitere Stränge. Unter anderen entwickelt sich für einige das Abenteuer zu eine Odyssee durch bizarre virtuelle Welten, in denen sie gefangen gehalten werden. Gewürzt wird die Handlung durch einen Killer, der sowohl in der Wirklichkeit als auch in der Cyberumgebung nach Opfer sucht und tötet.

Otherland ist wesentlich komplexer gestaltet als Die großen Schwerter. Auch sind die Charaktere feiner und vielseitiger beschrieben. Die eine oder andere virtuelle Welt wird dem einen oder anderen nicht gefallen (mir hat die Alice im Wunderland-Welt gar nicht gefallen), dafür gibt es aber ein jede Menge Ausgleich.
Für ScienceFiction und Cyberpunkt Leser kann ich Otherworld empfehlen. Durchhaltevermögen ist aber wieder gefragt.

Habe in den Osten-Ard Zyklus

Habe in den Osten-Ard Zyklus auch mal rein gelesen; war nun nicht uninteressant oder gar schlecht geschrieben; allerdings ist bis zu der Stelle, zu der ich gelesen habe wirklich nichts aufregendes passiert. Typisches Hofleben, welches als Nebeninfo für die Tiefe der Welt durchaus spannend wäre, so aber eher ermüdend wirkt.
Will jedoch niemanden davon abhalten, es sich zuzulegen, da ich bislang nicht weitergelesen habe und das nicht, weil ich nicht will, sondern weil auf meiner Bücherliste einiges anderes Vorrang hat.

Empfehlungen

Erstmal danke an DNob, er hat mir weitergeholfen, mit seiner Übersicht über "Das Spiel der Götter". Werde es natürlich weiterlesen, über eine Bücherei. Habe schon geahnt, dass es sich so entwickeln wird.

 

Meine Empfehlungen.

1. Die Wächterreihe von Lukianenko. Meiner Meinung nach die besten Fantasybücher, die ich bis jetzt gelesen habe (Ich habe bis jetzt nur so ~ 75 gelesen). Sie spielen in unserer Welt, nur dass es die Anderen gibt, magische Menschen oder Gestaltwandler (Vampir, Tiermensch). Die einzelnen Bücher sind in sich geschlossene Triologien. Es gibt immer igrnedein überraschendes Element oder Wendung. Mit dem Protagonisten, einem Antihelden kann man sich auch gut identifizieren. Mehr möchte ich gar nicht verraten. Fragt sonst eben nach.

2. Die Belgariadsaga von Eddings. Klassische Fantasy, mit Stereotypen. Aber trotzdem toll zu lesen, die Charaktere sind einfach wuderbar gelungen. Erster Band leider langweilig, aber so ab der Mitte des zweiten lohnt es sich auf jeden Fall. Eine Geschihcte, in der viel gereist wird, um am Ende das Böse zu vernichten.

3. Hexer Zyklus von Sapkowski. So wie wohl dLvEuF realistischere Fantasy. Hier gibt es aber noch Magie. Nicht wirklich spannend, aber gut geschrieben und interessante Welt.

4. Die Wahrheitentetralogie von Cook. Die ersten 1 2/3 Bände ziemlich langweilig, danach aber sehr lohnenswert. Es geht spielt in einer Welt, über die man nicht viel erfährt. Magie wird dort durch genetische Veranlagung und eine spezielle persöhnliche Quelle gewirkt. Letztendlich geht es mehr oder weniger um das Schicksal eines besonderen Mädchens und die Wiedererstehung der einzig bekannten Magieschule. Es gibt auch eine Reise  der Prota in die Vergangenheit.

5. Wer ein Fan von Der Herr der Ringe ist sollte sich mal Das Silmarillion durchlesen :)

6. Bin sicher da war noch was, werde vll. noch editieren.

Kann leider nicht an meine ganzen Bücher, die sind sehr viele km weg. :)

____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz

Meinung(en) dazu

Zu 1.: Habe ich auch mal die ersten zwei Bände gelesen und fand diese definitv gut geschrieben; allerdings schienen sich bereits in Band zwei einige (Handlungs-)Elemente aus Band 1 bewusst zu wiederholen, was mir etwas missfallen hat. Da ich die Bücher nur geliehen hatte, und einzelne Bände aus der Mitte von Reihen nicht mag, werde ich mir den 3. Band definitiv nicht selbst zulegen, vielleicht irgendwann mal ausliehen...

Zu 2.: Habe von Eddings nur "Polgara die Zauberin" gelesen. Nicht schlecht geschrieben aber sehr episch in wortwörtlichem Sinne (also breit). So ziemlich das langweiligste Buch, das ich je in meinen Händen hielt (Eine Unzahl von Seiten scheint sich um häusliches Leben zu drehen). Zwischendrin immer wieder mal gute Elemente, jedoch zu selten. Häufigere größere Zeitsprünge helfen nicht gerade einen Spannungsbogen aufzubauen. Einen tieferen Sinn hinter dem ganzen erkennt man (wenn denn überhaupt) erst am Ende.
Habe ich mittlerweile verschenkt.

Zu 4.: Einer meiner absoluten Lieblingszyklen. Ein wissenschaftlicher Magie-Entwurf, in sich schlüssig und vor allem etwas, was ich so noch nirgends sonst gelesen habe. Fand die Reihe von Anfang an spannend, obwohl die eigentliche Handlung von einer kurzen "Vorgeschichte" - einer Reise - begleitet wird, die dazu dient, die beiden Hauptcharaktere einander "näher" zu bringen - nicht, dass sie sich allzu gut verstehen würden.
Absolut lesenswert.

Zu 5.: Silmarillion. Hintergrund-Infos zu HdR, vor allem über die Geschichte von der Entstehung der Welt bis hin zu etwa aktuellem Stand. Nicht uninteressant, aber definitiv nicht spannend geschrieben, somit wirklich nur etwas für die, die mehr über HdR erfahren wollen.

Polgara die Zauberin

Ja, der Band ist nicht gerade spannend, will sagen eigentlich langweilig. Nur für welche die schon zumindest die Belgariadsaga gelesen haben und diese gut fanden. Es gibt noch eine Malloreonsaga, aber die soll zum einen nicht so sehr empfehlenswert sein, zum anderen noch schwerer zu bekommen als die BS. Am besten ausleihen.

 

Es beschreibt eben das Leben von Polgara, einer der Hauptfiguren in den zwei Sagen.

Es umfasst glaube ich 3000 Jahre, aber so viel spannendes passiert wirklich nicht. Da ist Belgarad der Zauberer noch besser.

Außerdem ist anzumerken, dass die Bücher in Ich-Form geschrieben sind, die Zyklen im auktorialen Erzähler.

 

Also erst Zyklus, dann Einzelbände bei Gefallen.

Und wie schon angemerkt sind die ersten 1,5 Bände ziemlich langweilig, aber dann wirds besser. Man muss natürlich auch die Art der Handlung mögen. Letztendlich beruht der Lesewert nur auf den Charakterdarstellungen, die eben gelungen sind, aber sicher in einigen anderen Büchern ihren Meister finden. Also nicht lesen, wenn man spannende oder toll konzeptierte Geschichten will. Die Handlung ist grob so:

Rumreisen, Helden aufsammeln, Böses zum Teil bekämpfen, dann nochmal eine Reise und der folgende finale Kampf.

____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz

Der Lytar-Zyklus von Carl A. deWitt alias Richard Schwartz

 

Uns ist dank GrandGyron – ich meine Du warst der investigative Leser – bekannt, dass deWitt und Schwartz dieselbe Person sind.
 
Aus diesem Grund ist der „Lytar“-Zyklus eine der wichtigsten Alternativen zum „Askir“-Zyklus für uns A.-Jünger/-innen. Über die Probleme die auch in diesem Zyklus Herr Schwartz mit Verlag und Lektoren hatte brauchen wir hier nicht diskutieren. Das ist auch der Grund, weshalb ich allen Neuen, die das Buch nicht haben, nur empfehlen kann zu warten, bis eine Neuauflage mit den Korrekturen erscheint!
 
Finger weg von den Büchern aus dem fredeboldundfischer- und den Blanvalet-Verlag.
 
Da es hier im Thread um Empfehlungen gehen soll, lasst uns ein bisschen über den Inhalt von Lytar reden.  Jeder soll posten was ihm daran gefallen hat, was nicht. Warum er es empfehlen kann? Außer dass unser Lieblings-Autor es geschrieben hat.
Findet Ihr die Idee im Plot interessant? Wie sind die Charaktere gezeichnet?
Alles was für Leser der späteren Neuauflage interessant sein kann.

 

Codex Alera

Inhalt:
In einer Welt, in der jeder Zugriff auf magische Mächte hat, gibt es eine Ausnahme: Tavi. Damit ist er erst einmal ein typischer Anti-Held, der jedoch hart an sich arbeitet, um diesen Mangel zu kompensieren. Im Laufe der Zeit erreicht er durch Willensstärke und Intelligenz Großes, schafft sich allerdings auch mächtigste Feinde. Mehr verraten kann ich kaum, ohne zu spoilern.

+Klasse Weltentwurf, der in sich schlüssig ist und Vergangenheit hat, auf die immer wieder eingegangen wird.
+Guter Schreibstil
+Interessantes Konzept der Magie, das in direktem Zusammenhang mit dem Welt-Entwurf steht.
+Gut beschriebene Charaktere, die stets äußerst nachvollziehbar Handeln; kein schwarz-weiß-Denken; jeder Charakter ist davon überzeugt, das Richtige (für sich, aber auch für die anderen) zu tun, somit gibt es (mit einer Ausnahme) keine klare unterteilung in Gut und Böse.
+Auf Englisch sind alle 6 Teile veröffentlicht.
-Auf Deutsch erst 5, für Band 6 gibt es noch kein Erscheinungsdatum
+Gute Übersetzung ins Deutsche.
+Jeder Band über 600 Seiten (deutsch).

Ist nach Askir meine Lieblings-Reihe, kann daher jedem nur empfehlen, sie sich anzuschaffen.
Titel erster Band: "Die Elemente von Calderon" ("Furies of Calderon")

...

Ich lese gerade den zweiten Band des Zykluses. Dein Kommentar kam gerade zur rechten Zeit. image

 

Ich kann Sinis Empfehlung in so weit bestätigen, dass die Welt gut entworfen ist und das Konzept der Magie interessant ist.

Jeder Mensch dort hat eine Affinität zu einem Element der Magie (Erde, Luft, Feuer,...). Einige wenige beherrschen mehr als ein Element. Die meisten sind "vielleicht" gar nicht mal gut in ihrem Element (geringe Begabung - siehe Magd), würde ich vermuten. Im Buch sind natürlich fast alle wahre Meister ihres Elements.

Diese Elementaffinität haben schon andere Autoren genutzt. Aber der Autor JIM BUTCHER bringt eine neue Idee ins Spiel. Die Leute geben ihrer Begabung bzw. der Magie, die sie nutzen einen Namen. Es scheint so, dass sie aus der Magie ein klein Bisschen abzuzwacken und daraus eine "Persönlichkeit" zu formen, mit der sie kommunizieren können und die sogar im begrenzten Rahmen selbstständig agieren kann.

Sini, Du musst verzeichen, falls ich etwas falsch gedeutet habe, aber so  erscheint es mir nach 1,5 Bänden.

Die Idee des Antihelden, ohne Magiebegabung in einer Welt voll Magie, ist nicht neu (siehe z.B.  Xanth von Piers Anthony). Wirklich interessant wird die Story dadurch, dass weitere Wesen/Menschen existieren, die ohne Magie aber mit z.B. einer Beziehung zu Tieren leben. Es gibt Krieg, politische Verwicklungen und Verrat.

Das erste Buch gefiel mir sehr gut. Am Zweiten lese ich aber schon mehrere Wochen. Mag daran liegen, dass ich mich zu sehr ablenken lasse, aber zu Zeit fesselt es mich halt nicht.

Sini, Du musst verzeichen,

Sini, Du musst verzeichen, falls ich etwas falsch gedeutet habe, aber so  erscheint es mir nach 1,5 Bänden.

Du triffst es eigentlich ganz gut...

Im Buch sind natürlich fast alle wahre Meister ihres Elements.

Da ist durchaus etwas wahres dran, wobei das durchaus logisch ist, da man häufig von den mächtigsten Personen ließt. Und ich denke, es gibt entsteht kein Zweifel daran, dass es die "normal-begabten" Leute durchaus auch (und wesentlich häufiger) gibt.

Ich fand den zweiten Teil auch nicht ganz so stark wie den ersten (wenn auch deshalb noch nicht schlecht), dafür wird der dritte meiner Meinung nach wieder besser...

Würde mich freuen, wenn

Würde mich freuen, wenn jemand etwas zu einem der folgenden Bücher schreiben könnte - schwanke jeweils schon seit längerer Zeit, ob ich sie mir kaufen soll.

Die Gilde von Shandar 01. Die Spionin
Der verwunschene Zwilling: Tamir Triad 1
Die Gabe der Magie
Der Name des Windes: Die Königsmörder-Ch?ronik. Erster Tag
Der Dämonenkönig

Werde demnächst noch Empfehlungen zu folgenden Reihen erstellen:
Anne-Bishop: Die schwarzen Juwelen.
Brent Weeks: Schatten-Trilogie, sowie den ersten Band der Licht-Trilogie
Kim Harrison: Blut...-Reihe
evtl. auch noch zu einigen weiteren...

Leseempfehlung

Habs schon hin und wieder erwähnt und auch schon drei Lexikonartikel zu diesem Thema verfasst, aber ich eine detaillierte und begründete Empfehlung habe ich hier noch nicht ausgesprochen, was ich nun nachholen möchte.

 

Der Hexerzyklus von Andrzej Sapkowski

 

Der Zyklus umfasst fünf Hauptbände und zwei Bände von vorbereitenden, aber eher losen Kurzgeschichten.

Worum geht's eigentlich?

Um den Hexer Geralt von Riva und seine Erlebnisse in einer Fantasywelt, die sehr viel von Gebrüdern Grimm, Hans-Christian Andersen und anderen Größen des europäischen Märchen- und Sagengutes inspiriert wurde.

Was ist ein Hexer? Ein professioneller Jäger von Monstern und Ungeheuern, deren es in besagter Welt mal mehr, mal weniger gibt. Die Hexergilde nimmt sich ausgesetzter Kinder an und bildet sie durch rigoroses Training zu Hexern aus. Ach ja, mutierende und genmanipulierende Tränkchen spielen auch eine Rolle, welche die meisten Kinder umbringen, die, die es überleben aber mit erhöhten Reflexen, Körperkontrolle und Körperkraft, geringerer Empfindlichkeit gegenüber Krankheiten etc. ausstattet (neben anderen Kleinigkeiten wie weißes Haar, etc.), also eine Art Übermensch. Ein gewisses, aber relativ geringes magisches Können kommt auch noch hinzu.

 

Die Handlung lässt sich auf so kleinem Raum nicht zusammenfassen, aber soviel sei gesagt: Es geht nicht um den Kampf Gut gegen Böse wie meistens, sondern um das Schicksal der Hauptprotagonisten, die sich in einer kriegerischen Zeit behaupten müssen. Das hat der Geralt-Zyklus zum großen Teil mit "Das Lied von Eis und Feuer" gemeinsam.

 

Was macht den Hexer-Zyklus nun so einmalig? Wer meine Lexikonartikel gelesen hat, weiß es: Sapkowski ist ein unerhört guter Erzähler, der selbst bei komplexem Aufbau stets den Überblick behält (und es ist keine Seltenheit, dass er manchmal drei und mehr Erzählebenen übereinander schachtelt).

Viele Fantasy-Geschichten geizen nicht mit handfesten Auseinandersetzungen und Kampfszenen, aber bei Sapkowski gibt es noch ein weiteres, viel spannenderes Schlachtfeld, das niemand mit solcher Virtuosität wie er beherrscht: Den hintergründigen Dialog, die Schlacht der Wörter, kurz: mindbattle! Spannender als jedes Schachspiel! Und er bringt interessante Themen aufs Tapet, zum Beispiel Rassismus gegenüber Elfen, Zwergen und Halblingen, was ansonsten ja eher vermieden wird.

Sprachlich herrscht eine große Vielfalt, von schönem Elbengedrechsel bis zu saftig-derber Ausdrucksweise bei den Zwergen. Und tolle Atmosphärenbeschreibung natürlich.

 

Ich selbst finde den Zyklus etwas vom Besten, was es auf dem Markt der Fantasyliteratur gibt. Vielleicht auch, weil der Hauptcharakter ein Außenseiter ist, und ich liebe Außenseiter!
 

Thanks

Nach Deiner positiven Kritik zum Hexer Zyklus, hatte ich Deinen Lexikoneintrag schon gelesen und die Serie auf meine Wunschliste geschrieben. image

 

Dein Kommentar hier verstärkt den Wunsch.

Also keine Sorge - nur weil ich und ich schätze viele andere nichts posten - Du wurdest erhört.

Hexerzyklus

Mal außerhalb vom Thema: Mir ist es wurscht, was ihr denkt, weil ich an Weihnachten hier was schreibe, ich bin halt nachtaktiv und der Besuch ist weg :D

 

Ich wollte nur erwähnen, dass ich die Hexerbücher von Sapkowski meinem Vater zum lesen gegeben habe, weil er irgendwann auf mich zukam und mal Romane zum Lesen haben wollte. Er interessiert sich sehr für römische Geschichte und brauchte wohl mal was zum entspannen ;)

 

Ich habe ihm dann den Kleinen Hobbit gegeben, als leichte Anfangslektüre und dann irgendwann eben die Hexerbücher.

Inzwischen hat er alle bis auf den letzten Band gelesen (in so 3,5 Monaten).

Ich habe ihn dann vorhin interessehalber gefragt, was er davon hält, ob er sie gut findet.

 

Er meinte, Sapkowski würde sehr gut schreiben und könnte vor allem gut plastisch beschreiben. Es gäbe einige unnötige Längen, aber auch spannende Stellen.

Und er hat mir zugestimmt, als ich meinte, dass das Gute daran eben auch sei, dass es keine klassische Fantasy ist, kein "Weltretten" und das die Charaktere auch schön differenziert und gut dargestellt sind.

 

Es findet also jemand, der Ende Fünfzig das ersten Mal Fantasy liest die Sapkowskibücher wirklich gut, wobei ihm vor allem der Schreibstil zu gefallen scheint.

Wollte ich nur mal erwähnt haben - auch um ins Forum wieder Leben zu bringen (man muss alle Fäden nutzen). Die Bücher lohnen sich also, auch wen mna nict auf Fantasy steht, also können sie ja nicht schlecht sein :D

 

Die Askirbücher bekommt er als nächstes, mal sehen, was er dazu sagt.

____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz

CODEX ALERA von JIM BUTCHER
  • Kaufempfehlung: 4,5 von 5
  • EDIT {Cepheid-Faktor: 4,5 von 5 (siehe am Ende des Textes)}

Inzwischen bin ich bei Band 4 der Serie von JIM BUTCHER und nachdem der etwas langweiligere 2. Band (In der zweiten Hälfte wurde das Buch wesentlich besser.) durch ist, habe den Rest in einem Zug schnell gelesen. Band 5+6 sind schon quasi gekauft.
Es hat sich genau so entwickelt, wie SINI es bei Ihrer Empfehlung und Kommentar (siehe unten hier) schon geschrieben hat. Die Bücher sind empfehlenswert und sollten auf jeder Wunschliste ganz oben mit stehen.
Am Anfang hatte ich geglaubt, dass BUTCHER nur wieder ein bekanntes Thema auf eine recht unspektakuläre Art und Weise aufgreift und hatte befürchtet, dass das nichts wird. Aber BUTCHER hat es hinbekommen, dem Thema neue - einzigartige - Facetten abzugewinnen.
Das Thema ist wie schon an anderer Stelle beschrieben, dass ein (Waisen)kind in einer Welt, in der alle Menschen außerge-wöhnliche Kräfte besitzen, keine spezifischen Fähigkeiten hat und es sich in der Gesellschaft behaupten muss. Je nachdem wie der Autor das Thema anlegt, kann sich das Kind aufgrund seines Intellekts behaupten oder entwickelt später (meistens) recht beachtliche Fähigkeiten in Bezug auf die außergewöhnlichen Kräfte.
Ähnlich läuft es bei Codex Alera auch ab - aber doch wieder mit neuer interessanter Ausrichtung. Inspiration zu der Handlung in CODEX ALERA war eine Wette von JIM BUTCHER in einem Schriftsteller-Workshop. Sein Herausforderer wettete, dass JIM es nicht schafft eine gute Geschichte basierend auf eine lahme Idee zu schreiben. JIM setzte noch oben drauf, dass er selbst dann eine gute Geschichte schreibt, wenn sie auf 2 lahme Ideen basieren würde, die der Gegner selbst aussuchen kann. Die „lahmen“ Ideen waren eine verlorene römische Legion und Pokèmon.

ACHTUNG - es folgt leichter Spoiler! image

Daraus hat BUTCHER die Welt Alera aufgebaut, die eine, an das alte Rom angelehnte, Gesellschaftsform besitzt. Dort wächst der Junge Tavi bei seiner Tante (eigentlich Mutter) und seinen Onkel auf. Führer der Menschen in Alera ist der Erste Fürst, der sich gegen andere hohe Fürsten behaupten muss, die ebenfall nach der Macht streben. Der Adel - hier Cives - genannt, verfügt über weitreichende (Elementar)Kräfte bzw. Elementare. Nach dem ersten Band bekam man nur einen sehr kleinen Eindruck von der Gesellschaft, so dass ich noch glaubte, dass die meisten Menschen nur über eine Ausrichtung verfügen konnten, aber inzwischen muss ich mich korrigieren. Es ist kein Einzelfall, dass es Personen gibt, die über mehr als ein Element verfügen können. Die Ausprägung/Verteilung ist bei dem einfachen Volk nur so, dass sie nur zu einer Kraft neigen. Es gibt die unterschiedlichsten Kombinationen. Es gibt sechs Ausrichtungen bei den Kräften - entsprechen lauten dann auch die Titel der Ritter bei der Legion.

  • Wasser (Ritter Aquas)
  • Erde (Ritter Terra)
  • Holz (Ritter Flora)
  • Feuer (Ritter Ignus)
  • Wind (Ritter Aeris)
  • Metall (Ritter Ferrous)

Die Bücher behandeln hauptsächlich Kämpfe zwischen den Aleranern und anderen Völkern. Denn Alera ist umzingelt von Feinden. Es gibt Marats, Barbaren ohne Elementarkräfte, die aber eine emphatischen Beziehung zu Tieren haben. Es gibt die wolfsähnlichen Kämpfer der Cane, die von einem anderen Kontinent kommen und in Alera einfallen. Dazu bedrohen die Versuche der Vord (ein alles assimilierendes Volk) die Zivilisation. Nur namentlich sind bis jetzt die Eismenschen und die Schildmauer gefallen - aber das erinnert mich stark an „Game of Thrones“ von George R.R. Martin. Neben äußeren Angriffen befasst ein nicht unerheblicher Teil der Bücher mit den Machtkämpfen und politischen Intrigen im Reich, innerhalb des Senats und der Cives. Die Hohen Fürsten beherrschenselbst im Verhältnis zu den Rittern über stärkere Kräfte und nutzen diese rigoros zu ihrem Vorteil.
Immer wieder geht es um moralische Fragestellungen: Welche Gräueltaten sind im Rahmen von Befehlen zu befolgen? Welche Grenzen müssen/dürfen im Kampf überschritten werden, ohne das man seine Menschlichkeit verliert?

Alles in Allem wirklich empfehlenswerte Bücher.

PS: Kleine Anmerkungen zu meinen Bewertungen.
Ich habe den Cepheid-Faktor eingeführt, weil wir alle inzwischen wissen, wie ungern der Kollege eine nicht beendete Serie liest. Je dichter der Faktor bei FÜNF ist, umso mehr handelt es sich um ein abgeschlossenen Zyklus.
Der Zyklus Codex Alera umfasst z.Z. sechs Bände. Fünf sind in Deutsch übersetzt. Band 6 soll am 17. September 2012 in Deutsch erscheinen.
Das große Thema um die Entwicklung des Jungens Tavi und die Gefahr durch die Vord dürfte zum Großteil abgeschlossen sein. EDIT {Ich habe gerade gelesen, dass wohl mit Band 6 der Zyklus abgeschlossen ist. Der 0,5 Punkte Abzug, weil es noch nicht bestätigt ist.}
Vielleicht helfen die beiden Faktoren ja bei der Entscheidungsfindung weiter, ob ihr die Bücher auch kauft/lest.

Fragen und Cepheid-Faktor

- Ich musste nach dem Lesen des entsprechenden Textabschnittes lachen. Von mir aus kann man diesen Faktor ab jetzt als etabliert ansehen :D

Tatsächlich habe ich bisher einige Zyklen gelesen, die noch unvollendet waren, als ich damit anfing. Bei Martin hatte ich Bedenken, weil er schon so alt ist und es hieß, er würde sich mittlerweile mehr mit der Verfilmung beschäftigen und sehr langsam mit den Büchern vorankommen.

Aber gut, dennoch achte ich darauf, dass die Zyklen immer zeitnah vollendet sein werden, d.h. innerhalb von 1-1,5 Jahren. Bei Askir habe ich damals verkalkuliert ;)

 

Ich hätte da noch die ein oder andere Frage:

Wie hast du diese sehr klassische Elemtarmagie als Leser empfunden? Vor allem nach der sehr hoch entwickelten Magie in der Askir Welt. Ich sehr diese klassischen Modelle auf jeden Fall nicht mehr so gerne, seit wir uns hier mit der Askirmagie auseinandergesetzt haben, die doch sehr rational und deswegen eigentlich sogar unmagisch ist.

 

Und wie ist das eigentlich genau mit den Adligen? Es scheint schon logisch, dass gerade die sehr begabten irgendwann zu den Herrschern aufstiegen. Daraus folgt aber nicht zwangsläufig, dass all ihre Nachfahren ebenfalls so ein großes Talent haben. Was ist, wenn ein Kind minder begabt ist? Oder wenn einer aus dem einfachen Volk ein großes Talent aufzeigt? Wird er dann verfolgt?

Und wie glaubwürdig wird diese allseitige Bedrohung dargestellt? Das klingt mal wieder nach dem guten Volk, dass von dunklen Mächten bedroht wird - gab es auch schon genug.

Und was hat es mit diesen Elementaren auf sich, besitzen die nur Adlige und warum dienen sie diesen überhaupt?

Durch was zeichnet sich die Geschichte denn wirklich aus? Durch die Atmosphäre, die Spannung oder doch sogar Tiefe?

____________________________________________________________ Macht ist dem Frieden verpflichtet - Die Eule von Askir, Seite 134; Askannons Leitsatz

...

 

Wie hast du diese sehr klassische Elementarmagie als Leser empfunden?
So 100% ist mir das Elementarwirken in der Welt ALERA noch nicht klar. Mit klassischer Magie hat es aber weniger zu tun. Es ist eher mit den Talenten aus der Askir-Welt vergleichbar.
Die Aleraner „wirken“ so wie wir gehen, sehen oder hören. Es ist für sie ein ganz normales Handeln und hat weniger mit Energienumwandlung, wie bei der Magie in Askir, zu tun. Dem “Wirkenden“ kostet das „Wirken“ körperliche Energie und ihm wird Konzentration abverlangt. Wenn der Mensch sich überbeanspruchen droht ein gesundheitlicher Kollaps und Zusammenbruch. Da gleicht es den gängigen Meinungen und auch Askir.
Personen aus dem einfache Volk wird das „Wirken“ durch Eltern und Nachbarn und mittels Learning bei Doing beigebracht. Oder sie können zur Armee gehen und dort eine Ausbildung erhalten.
Zusätzlich steht für Ausgewählte mit besonderen Kräften, aber auch imner für dem Adel (Cives genannt), in der Hauptstadt eine mehrjährige Ausbildung an der Akademie frei. Das „Wirken“ ist dort ähnlich hochentwickelt - sprich weiterentwickelt - wie die Eulenmagie!
In den Büchern lässt sich Herr Butcher nur sehr wenig über die Theorien vom „Wirken“ aus. Es sind immer wieder nur Details und kurze hingeworfene Brocken und keine vollständige Erklärung. Dadurch ist es schwierig ein richtiges Bild zu erhalten.
So steht z.B. in Band 2, dass die Gelehrten sich darüber streiten, ob die Menschen über Elementarkräfte verfügen oder aufgrund einer Affinität Elementare an sich binden. Je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt, umso mehr glauben die Leute an die zweite These und geben z.B. ihren Elementaren auch Namen.
Das Elementarwirken funktioniert in den Büchern z.T. so, dass jemand sich auf seine Energien konzentriert und einfach bestimmte Kräfte freisetzt. Er kann aber auch seinen Elementar rufen und ihm sagen, was er wünscht. Teile der Gelehrten halten die zweite Vorgehensweise aber für Selbstbetrug und Aberglaube. Sie behaupten, dass eigentlich nur die eigene Kraft der Menschen wirkt und kein Elementar.
Überraschender Weise besitzen auch die Hohen Fürsten gebundene Elementare mit Namen, auch wenn sie zu den Adligen gehören, die eine fundierte Ausbildung an der Akademie erfahren haben.
Es ist aber nicht so, das behauptet wird, dass es keine Elementar gibt.  Es gibt freie Elementare, die wild leben, einen eigenen Willen besitzen und eigene Bedürfnisse stillen. Z.B. Windmähren, die in Stürmen leben und alles Lebendige hassen und zerfleischen. Oder Gargyle - zum Leben erweckte Erdelementare - die man zur Bewachung nutzt. Für mich klang es so, als ob die Menschen Elementare erschaffen können. Aber auch vorhanden Elementare in der Natur zu sich rufen und an sich binden.
 
Was mit dem „Wirken“ möglich ist, ist je nach der Ausrichtung bei allen Personen ähnlich. Z.B. können Windwirker sich
  • schneller bewegen (Reaktionskraft beschleunigen)
  • in die Luft erheben, in dem sie einen lokalen Wirbelsturm um sich erzeugen
  • Luft so verdichten, dass sie eine Linse als eine Art Fernrohr erschaffen
oder Erdwirker
  • sich der Kraft der Erde zunutze machen (Stärke)
  • Steine verformen (Festungen und Wälle erzeugen)
Jedes Element besitzt so recht spezifische Ausrichtungen. Die Aleraner wiederum besitzen zu allen Elementen ein unterschiedlich starkes Potential. Die meisten können nur ein bestimmtes Element einsetzen, andere haben in jedem zumindest ein Mindestmaß an Kraft.
Nach Band 1 dachte ich, dass nur ganz wenige über zwei Kräfte herrschen und der Rest nur über Eines - später musste ich die Meinung revidieren. Ich finde es immer wieder irritierend wenn im nachfolgenden Band etwas anderes steht, als ich beim Lesen des vorherigen Bandes gemutmaßt habet.
Der Autor entwickelt nach meiner Meinung erst während des Schreiben z.T. die Funktionsweise vom „Wirken“. Es wäre wirklich interessant, wenn jemand die Regeln von Pokémon kennt und prüfen könnte, ob das Wirken mit Pokémon Magie vergleichbar ist.
Mir hat aber das „Wirken“ ansonsten gut gefallen.
 
  
Und wie ist das eigentlich genau mit den Adligen?
Die Cives, wie der Adel auf Alera genannt wird, lebt in Familienclans, die nicht davor zurückzuschrecken, mittels arrangierter Heirat das „Magie“potential der zukünftigen Generationen anzuheben. Vom Gesetz her, wird von Cives sogar verlangt, dass sie sich nur mit anderen Adligen verheiraten, und dass sie Kinder bekommen. Bastarde mit dem einfachen Volk werden auch gezeugt.
In Büchern wird u.a. beschrieben, wie ein Cives sich in eine Gräfin verliebt und sie heiratet, obwohl bekannt ist, dass sie aufgrund einer Kinderkrankheit nicht mehr gebärfähig ist. Diese Heirat verstößt gegen das Gesetz und führt deshalb zu Diskussionen und Konflikte.
Für das einfache Volk (aber hauptsächlich für die Männer) sind die Legionen eine Möglichkeit aufgrund ihrer Kräfte gesellschaftlich weiter zu kommen. Z.B. als Erster Speer, eine Art Unteroffizier, oder als Ritter. Frauen haben weniger Rechte als die Männer, es gibt aber Bewegungen, die eine Gleichberechtigung anstreben und auch die Sklavenhaltung abschaffen wollen. Ein sehr interessanter Zweig der aleranischen Gesellschaft sind die Wehrhöfe, die von einem "Wehrhöfer" geleitet werden und mitten in der Wildnis kleine autarke Burgen darstellen.
Die Wehrhöfer gehören wie die Ritter zu der niedersten Form der Cives, während die Hohen Fürsten den Hochadel darstellen.
 
 
Was ist, wenn ein Kind minder begabt ist?
Es wird vermutlich versteckt. Im Fall der ehrgeizigsten und schlimmsten Familien sogar getötet.
Interessanterweise geht es in den Büchern um einen Jungen, der in dieser Gesellschaft von "Wirker" aufwächst und der über keine Elementarkräfte verfügt. Er lebt auf dem Wehrhof seines Onkels und muss sich mit dem Mangel an Kräften arrangieren. Was ihm an Elemantarkräfte fehlt, kompensiert er mit seinem Intelekt.
 
Und was hat es mit diesen Elementaren auf sich, besitzen die nur Adlige und warum dienen sie diesen überhaupt?
Grundsätzlich kann Jeder einen Elemantar rufen und an sich binden, der die entsprechende Stärke in dem Element besitzt.
 
Im Netz kannst Du zu diesem Thema auch hier noch weiter nachlesen: Büchertreff

 

Die Königsmörder Chronik von Patrick Rothfuss

Kaufempfehlung:           3 von 5

Cepheid-Faktor:            5 von 5
 
Da der Zyklus von lauter positiven Kritiken überhäuft wurde, habe ich mir den ersten Band „Der Name des Windes“ gekauft und gelesen.
Nach der ersten Hälfte war ich enttäuscht. Von „uneingeschränkt zu empfehlen“ für High Fantasy Fans ist das Buch nach meiner Meinung weit weg.
Man muss Patrick Rothfuss zugutehalten, dass er es versteht zu Schreiben. Obwohl es sich bei dem Buch nur Unterhaltungs-literatur handelt, ist die verwendete Sprache oberstes Niveau. Aber es genügt nicht, dass jemand weiß, wie man ein Wort hinter das Andere setzt. Man muss es schaffen eine Spannung aufzubauen, die den Leser fesselt. Man muss Lust haben weiterzulesen.
Daran hapert es aber der ersten Hälfte des Buches.
 
Hauptcharakter ist der weltberühmte Zauberer und Musiker Kvothe. Die Geschichte ist zweigeteilt - in der Gegenwart Kvothe erzählt einem Chronisten seinen Lebensweg und muss sich gleichzeitig einer aktuellen Gefahr stellen. Daneben erlebt man direkt die Entwicklung des Jungen Kvothe in der Vergangenheit direkt mit.
Gerade die Vergangenheit ist in der ersten Hälfte so langweilig erzählt, wie ein Sachbuch. Alles wirkt irgendwie unpersönlich. Passt zwar zu einer Nacherzählung aber schreckt mich ab. Auch handelt es sich bei Kovthe um einen Überflieger, dem meistens alles gelingt, der besser ist als andere und den man irgendwie nicht bedauern kann, weil er in den schrecklichen Momenten, wo so vieles schief geht, sich selbst auch keine Gefühle zugesteht.
 
Ein Held mit dem man sich nicht identifizieren kann!
 
In der zweiten Buchhälfte wird es besser. Es wird mehr Interesse beim Leser (mir) geweckt. Die Erlebnisse auf der Zauberschule wirken zwar geschönt, weil alles sich immer zum Besten für Kvothe entwickelt, auch wenn er laufend Fehler begeht und das Schicksal sich gegen ihn verschwört. Aber so würde jeder - also auch Kvothe - seine Vergangenheit erzählen. Vielleicht habe ich mich auch nur an den Schreibstil von Rothfuss gewöhnt.
 
Ich werde mir die zwei weiteren Bücher noch kaufen, aber sie stehen ganz unten auf der Wunschliste. Wer sprachlich top geschriebene Fantasy lesen möchte, dem kann ich die Bücher empfehlen, aber wer - wie z.B. bei einer Amazon-Rezension geschrieben - High Fantasy im Stil von Joe Abercrombie düstere First Law Triologie oder Steven Eriksons „Spiel der Götter“ erwartet, wird enttäuscht sein. Düster und High fehlt.
Ich vermute, dass Patrick Rothfuss nur deshalb so viel positive Kritik erhalten hat, weil Kritiker von der New York Times vom Format Marcel Reich-Ranicki die verwendete Sprache so gut gefallen hat.
Raymon E. Feist - Midkemiazyklus

Kaufempfehlung 5/5

Dauerlesespaß 5/5

Komplexität & Vielfalt 5/5

 

Das Gesamtwerk von R.E.Feist erstreckt sich mittlerweile über ca. 25 Bände angefangen mit dem Klassiker aus dem Jahr '87 "Magician". Gerade im letzten Monat ist der (angeblich) vorletzte Band erschienen und gibt aber trotzdem viel, viel zu lesen für alle Fantasybegeisterten, die gern auch mehr als einen Band lesen und so richtig in die Welt eintauchen wollen.

Man begleitet die Welt Midkemia durch die Jahrhunderte, wobei es einige wenige konstante Charaktere gibt, über deren Wiedersehen man sich immer wieder freut. Ansonsten bewegt sich die Geschichte jedoch immer weiter und es immer wieder schön, wenn von Protagonisten auf Vorfälle oder Personen in der Vergangenheit verwiesen wird, die nun schon tot sind, der Leser aber immer noch gut vor Augen hat. Dieser Zyklus kann also gerade die Leser begeistern, die gern eine Welt in aller Ausführlichkeit und mit vielen Details kennenlernen wollen und diese auch über eine lange, lange Zeit im Buch verfolgen wollen.

Inhaltlich gibt es vieles, was das Fantasyherz begehrt von Menschen, Zwergen, Elfen (in einigen verschiedenen Formen), Magie, Drachen, einige alte Rassen etc. Ein komplexes Göttersystem (mit durchaus viel Interaktion in der Handlung) sind ebenso dabei wie eine sehr vielschichtige Handlung mit komplexen Charakteren, die einem oft erst ein paar Bücher später so richtig klar wird mit vielen überraschenden Wendungen. Aber ich will gar nicht zu viel erzählen, denn es würde dem Buch kaum gerecht werden. Lest einfach das erste Buch, welche Amazon für kleines Geld anbietet und erfreut euch daran, dass ihr quasi ewig weiterlesen könnt :)

Dazu ist alles überaus packend geschrieben. RS war der 2. Autor (Feist kenne ich schon länger), der mich so gepackt hat. Das Gefühl das Buch wirklich nicht weglegen zu können, was ich sonst nie so stark hatte (auch beim guten Tad Williams) ist bei REF und RS vorhanden. Ich habe alle auf Englisch gelesen, was nicht weiter kompliziert ist (LotR ist z.B. komplizierter) und ich jedem empfehlen würde. Es schont den Geldbeutel und Übersetzungen sind immer so eine Sache.

 

PS: Ich hoffe, dass es keine Doppelpost ist, aber ich habe nichts gefunden und bei den vielen tollen Beiträgen, die ich immer "passiv" mitgelesen hatte musste ich dieses Mammutwerk einfach mit euch teilen, welches u.A. auch eine sehr rege Mailingliste hat, die ich nur empfehlen kann.

 

PSS: Danke für das aktive Forum, was viele tolle Beiträge enthält - ich lese gern mit, auch wenn die Struktur (dank Piper) eher unübersichtlich ist... ;)

Dein Werk klingt äußerst

Dein Werk klingt äußerst interessant. Wenn ich das richtig verstanden, dann wird hier die Welt Midkemia als Mittelpunkt( vllt. sogar Protagonist) gewählt? Ich bin eigentlich nicht so der Fan zu langen Zyklen. Nur dadurch, dass ich bei Askir von Beginn an dabei war, habe ich mich an den Zyklus halten können. Natürlich auch daran dass er extrem spannend geschrieben ist, wobei ich dwR als Tiefpunkt empfinde :( . Sollte man das ganze von Beginn an lesen oder darf man auch mal in die neueren reinschmökern?

 

Ja die Struktur ist leider mehr oder weniger verhauen( aber da ist nicht nur Piper dran schuld^^). ich bin grad dabei zu überlegen wie man Struktur reinbekommen könnte und schicke dann Piper meine Ideen.

LG Gyron :)

Hey,   es ist äußerst

Hey,

 

es ist äußerst interessant. :) Midkemia ist der Name der Welt.

Ich würde am Anfang beginnen - die Qualität (zumindest der englischen Version) ist nicht merklich besser/schlechter geworden mit der Zeit und das Verständnis für manche Dinge ist höher, wenn man am Anfang beginnt und wenn es einen dann gepackt hat, ist es umso schöner, wenn man noch viel Potential hat... Darüber hinaus sind die älteren Teile gut als Taschenbuch zu bekommen und auch auf englisch recht leicht zu lesen.

Viel Spaß damit, beste Grüße,

Scrann

Brandon Sanderson - Kinder des Nebels

Brandon Sanderson wird gerade in der amerikanischen Fantasy so hoch gelobt, wie vllt schon länger niemand mehr. Seine Bücher verkaufen sich extrem gut und er ergatterte sogar die Möglichkeit, an Robert Jordans Vermächtnis zu partiziperen und Rad der Zeit beenden zu dürfen. Sein eigener Werdegang entstand mit einem Soloroman, nämlich Elantris und wurde auch von Kritikern und Fans als meisterhaft gefeiert. Seither schreibt er in atemberaubender Geschwindigkeit die dicksten Fantasyschinken überhaupt und beginnt gerade mit einem 12 teiligen Zyklus, von dem bei seinem Schreibpensum vermutlich jeder um die 900 Seiten haben wird. Auf Englisch wohlgemerkt! Vor einiger Zeit erschien jetzt der "erste" Band und musste prompt in zwei Teile gesplittet werden, weil er sogar im Englischen alle Seitenbegrenzungen knackte. So warum der ganze Psalm? Ich würde gerne seine erste Trilogie bzw davon den ersten Band vorstellen, weil dieser mir ausnehmend gut gefallen hat.

Kinder des Nebels heißt er in der deutschen Übersetzung und trägt den Originaltitel "The Final Empire".

Die Geschichte beginnt im letzten Reich und zwar in der Hauptstadt des Reiches Luthadel. Dort gibt es das typische Setting einer mittelalterlich angehauchten Stadt, die von einem obersten Herrscher tyrannisch regiert wird und der Pöbel dem Adel unterworfen ist. Die meisten gewöhnlichen werden Skaa genannt und sind Sklaven. Nur wenige von ihnen haben es zu größeren Handwerkern gebracht und haben so ein wenig mehr Freiheit. Erzählt werden die Geschichten des Nebelgeborenen Kelsier und der Skaa-Diebin Vin. Die beiden treffen eines Tages durch das leichtsinnige Verhalten Vins aufeinander und nur Kelsier ist es zu verdanken, dass Vin überhaupt die nächsten Seiten überlebt. Bis Kelsier entdeckt, dass Vin ebenso wie er eine Nebelgeborene ist und sie an seiner Seite und zusammen mit seinen Freunden zu einer Mission zusammenruft. Als Rache für den Tod seiner Frau und dem Bestreben nach Reichtum will Kelsier nur eins, den Obersten Herrscher töten.

 

Ich glaube, wenn ihr bis hierhin gekommen seid und schon so einige High-Fantasy Werke gelesen habt, dann werdet ihr jetzt vermutlich nicht alles daran setzen, euch dieses Werk einmal anzuschauen. Doch damit begeht ihr meiner Meinung nach einen großen Fehler, denn Sanderson kann schreiben und hat Ideen. Auch wenn er wahrscheinlich nicht die unglaublich neue Idee für seinen Plot hatte, so beschreibt er dieses typische Setting doch auf eine Art und Weise, die ungemein fesselnd und spannend bis zur letzten Seite ist. Er verpasst seinen Charakteren sehr große Tiefe, lässt den Leser lange Zeit im Dunkeln tappen und hat vor allem sehr interessante Ideen darüber, wie man Magie mal wieder neu auf die Seiten bannen kann. So hat er sich ein Konstrukt ersonnen, welches namentlich auf dem Prinzip der Allomantie funktioniert. Er beschreibt es dabei so, dass durch das "Verbrennen" von reinen Metallen in ihrem Körper Nebelinge dazu in der Lage sind besondere Kräfte freizusetzen. Je nach Metall sind dies unterschiedliche Fähigkeiten. Doch jeder Nebeling kann nur ein Metall für sich nutzen und niemals mehrere, sodass sich Speziallisten für bestimmte Bereiche entwickelt haben, die ihre eigenen Macken haben. Nur Nebelgeborene sind in der Lage alle Metalle zu verbrennen und somit sämtliche Fähigkeiten freizusetzen. Welche dies genau würde ich gerne aus dramaturgischen Gründen zurückhalten. Euch sei aber noch gesagt, dass es insgesamt 12 Stück bisher sind. Ich war wirklich fasziniert von dieser Art der Magie, weil ich nichts vergleichbares bisher jemals lesen durfte.

 

Neben diesem Aspekt der Magie möchte ich auch Sandersons Fähigkeit als Dramaturg nicht ungenannt lassen. So hat er wirklich ein Talent für den Spannungsaufbau und für das plötzliche Einbauen von Komplikationen. Dies tut er aber auch wieder auf eine Art und Weise, die nicht typisch ist, sondern eher selten. Er hängt nicht an seinen Figuren. Sie sind nicht perfekt und bestimmt auch nicht unsterblich, sondern vielmehr dumm, leichtsinnig, schwer verletzbar, reizbar, fahrässig und einfach menschlich. Ja sie sterben sogar.

 

So ich hoffe, dass dies hier jetzt schon ein recht guter erster Eindruck für dieses Buch ist, ansonsten fragt einfach nach, dann notiere ich weiteres, denn wenn es noch nicht deutlich geworden ist. Ich gebe eine eindeutige Leseempfehlung! Aufgrund von großen Wünschen für die weiteren Bände und der Möglichkeit nach oben gebe ich hier 9 von 10 Punkten für diesen Einstieg.

Empfehlung „Kinder des Nebels“ von blutreiter

Kaufempfehlung: 5 von 5
Cepheid-Faktor: 5 von 5
 

Ich bin ca. 1 ¼ Bände weiter in der Trilogie als blutreiter, und kann seinen Kommentar in allen Punkten nur zustimmen. Und die Romane von Sanderson empfehlen. Er ist ein Geschichten-erzähler der Extragüte.

Die Kinder des Nebels erzählt die Geschichte einer Nation, in der wenige alles haben und die meisten nur ein Sklavendasein führen und in der ganz wenige einen Aufstand gegen den so genannten Gottkaiser planen und durchführen. Das Ungewöhnliche und Spannende an dem Roman sind die neuen und außergewöhn-lichen Ideen die Sanderson hat. So sind es weniger hehren Ideale, die die Aufständigen bewegen, sondern handelt es sich bei diesen um Diebe mit persönliche, egoistische und habgierigen Gründen für ihr Handeln.
Wie mein Vorredner schon schrieb, läuft nicht alles glatt. Sanderson erlaubt es sich, dass das Geschehen auf/an seinen Helden Spuren hinterlässt bzw. hat das Leben diese schon im Wesen und Aussehen der Helden gezeichnet. Obwohl mit magischen „Superkräften“ ausgestattet, handelt es sich bei diesen um Menschen mit einer Vorgeschichte, eigenen Wünschen und Zielen und einer Verletzlichkeit. Das Magiesystem ist einmalig und neu, und wunderbar durchdacht.

Sanderson verwendet die personale Erzählsprache („er/sie“), trotzdem gelingt es ihm, den Leser schnell zu fesseln und dass man sich mit den Helden identifizieren mag. Hauptsächlich wird im 1. Band aus der Sicht eines jungen Mädchens -der Heldin Vin - erzählt. Nur in wenigen Fällen nutzt Sanderson die Möglichkeit in der Handlung zu springen und das Erlebte durch die Augen einer anderen Hauptperson zu betrachten. Aus meiner Askir geprägter Sicht gelingt es Sanderson wesentlich besser als R.S. in den Götterkriegen mit der personalen Erzählsprache den Leser zu unterhalten (Niveau „Eule von Askir“ und besser). Den Vergleich führe ich nur auf um die hohe Qualität zu verdeutlichen, nicht um den einen oder anderen abzuwerten.

Jeder Band für sich ist in sich abgeschlossen und endet ohne großes offenes Ende. Trotzdem verbindet ein roter Faden alle drei Bände. Dieser erschließt sich dem Leser erst später.
Der 1. Band handelt hauptsächlich um einen Putsch von Dieben gegen das Establischment. Wie gesagt, bei den Aufständigen handelt es sich um Diebe. Allein daraus könnten sich schon Komplikationen entwickeln, aber so einfach gestaltet es sich nicht. Vielmehr erkennt Vin, dass die Welt nicht nur aus Schwarz und Weiß, Richtig und Falsch besteht.
Der 2. Band handelt darüber wie die Helden nach der Rebellion feststellen müssen, wie schwierig es ist, die gewonnen Macht zu halten, wenn die neue Gesellschaftsform nicht anerkannt wird, alte Gegner die alten Hierarchien wieder aufbauen wollen und man untereinander sich nicht trauen kann. Im Großen und Ganzen spielt dieser in und um die belagerte Hauptstadt. Dazu kommt das noch eine alte Gefahr aus vergangen Zeiten zurückkehrt und so die aus Band 1 gewonnenen Erkenntnis in kleinen Punkten in Frage stellt.
Im 3. Band (soweit ich bis jetzt bin) steht die Welt vor dem Abgrund, weil die wiedergekommene alte Gefahr alles bedroht. Die Helden haben sich zum Teil im Laufe der ersten beiden Bände verändert, so dass man meinen könnte, anderen Personen gegenüber zu stehen.
Aufgrund des großen Erfolgs hat Sanderson noch einen vierten eher unabhängigen Roman nachgeschoben, der nur in der gleichen Welt spielt, aber sonst nichts mit der Trilogie zu tun hat (sage ich so in meinem jugendlichen Leichtsinn nach dem Lesen des Covers).

Ich kann die Kinder des Nebels allen Askir-Lesern voll empfehlen.

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Wie kann es den Cepheid Faktor 5 haben, wenn im dritten Band durchscheint, dass es erst richtig losgeht? Wenn du schon diese Formulierung verwendest, dann solltest du mich auch mal nach meinen Kriterien fragen. Ich habe ja schon von dir mitgeteilt bekommen, dass es mehrere Reihen werden sollen, die zusammengehören - 12 Bände insgesamt.
Es scheint leider letztendlich das immer gleiche in anderem Gewand zu sein. Rettet die Welt vor dem Bösen, bringt den Obermotz zur Strecke...
Würde gerne auch mal was anderes sehen, kam nur allzu selten in den Genuss. Habe bisher nur eine einzige Reihe gelesen, wo dies nicht das hehre Ziel war - dafür gab es dort im Zwischenstadium einen Bösewicht du ganz am Ende, nun ja, da sag ich mal, man kann es nicht der Kategorie zuordnen. Und einen Einzelband, dessen Ende allerdings alles andere als abgeschlossen war und sogar eine solche Wandlung suggerierte.
Sonst kann ich mich auch nur an Kurzgeschichten erinnern, die frei von dieser Untugend sind, immer entweder die Welt vor einer schrecklichen Bedrohung retten oder einen besonders fiesen Schurken töten zu müssen.
Das nächste ganz neue, was ich lese also bitte mit ohne diese Zutaten.
Von daher kommt die Reihe für mich erst einmal nicht mehr in Frage.
Zudem ich noch bei dem Spiel der Götter einiges vor mir habe.
 
Was das Magiesystem angeht. Ich mag‘s lieber realistischer, von daher fand ich das askirsche gut, wenn es freilich auch Macken hat, wo es zu fantastisch wird.
Einen Metabolismus der Metalle umsetzt, um dadurch Magie wirken zu können, ist ziemlich gewagt. Vor allem, wie kommen die an die Metalle, die nicht gerade häufig vorkommen? Und in mittelalterlichen Zeiten mangels guter Abbau und Verarbeitungsmethoden hat man nicht einmal Zugriff auf die meisten Metalle. Gut, vll. Sind sie technologisch weiter. Das sie per Magie abbauen bezweifel ich einfach mal, das würde keinen Sinn machen.
Was die Verarbeitungsmethoden angeht, was ist, wenn das Metall nicht rein ist? Wenn andere Metalle enthalten sind oder noch Oxide oder viel Kohlenstoff usw.
 
Und wie kommen Diebe darauf einen Herrscher eines Reiches zu stürzen. Ich meine, da gibt es einige Kandidaten, die vorher kommen und wahrscheinlicher sind.
Gut, solche gelüstet es sicher auch nach Macht, aber trotzdem.

 

 

...

Der Cepheid-Faktor soll verdeutlichen, wie sehr oder wie bald eine Serie abgeschlossen ist. Je höher umso schneller könnte der Leser die Serie bis zum Ende lesen.

  • Beispiel Harry Potter: Die Serie ist abgeschlossen, also würde ich der Serie 5 von 5 Punkte geben.
  • Beispie Askir: dGvA ist abgeschlossen, aber eigentlich handelt es sich um einen Marketing-Trick vom Autor und Verlag, weil die Serie mit dGk weitergeht. Also würde ich der Serie max. 3 von 5 Punkte geben, weil ein Ziel zu erkennen ist.

So hatte ich mir den Cepheid-Faktor vorgestellt.

Die „Kinder des Nebels“ haben deshalb 5 von 5 Punkte bekommen, weil die Serie abgeschlossen ist. Der vierte Roman von Sanderson, den er nachgeschoben hat, spielt nur in derselben Welt und hat wohl nichts mit der Trilogie zu tun.
Der von blutreiter beschriebene 12 teilige Zyklus sollte nur verdeutlichen, dass Sanderson zu den Großen unter den amerikanischen Fantasy-Autoren gehört, der einen großen Zyklus entwerfen vermag. Dabei handelt es sich um die völlig unabhängig von „Kinder des Nebels“ erschienene Serie „Die Sturmlicht Chroniken“. Das soll nicht heißen, dass nur weil jemand 12 Romane einer Serie schreibt automatisch ein toller Autor ist. Bei Sanderson trifft das jedoch zu. Ich habe die „Pfade der Winde“ (Band 1.1, Die Sturmlicht Chroniken) verschlungen, auch wenn Sanderson in diesem nicht bei jedem Charakter dieselbe Topleistung abgeliefert hat. Leider sind die Romane nur in gebundener Form für 22 Euro zu habe, damit äußerst teuer. Die drei „Kinder des Lebens“ sind etwas günstiger für je 15 Euro zu bekommen oder noch günstiger bei Ebay zu ersteigern.

  • Und wie kommen Diebe darauf einen Herrscher eines Reiches zu stürzen.
    Gute Frage: Wer sich die Spannung nicht nehmen will sollte nicht weiterlesen. Denn um das und andere Fragen zu beantworten, werde ich leicht spoilern.
    ---> Weil die Diebe von Aufständischen genau zu dieser Tat angeheuert werden. Die Bande hat in dieser Aufgabe eine intellektuelle Herausforderung gesehen, und der Anführer der Bande eine Möglichkeit sich am Herrscher und der herrschende Aristokratie zu rächen. Das sollte als Motivation genügen meine ich.
  • Was das Magiesystem angeht. Ich mag‘s lieber realistischer, von daher fand ich das askirsche gut, wenn es freilich auch Macken hat, wo es zu fantastisch wird.
    Sorry, dass ich schmunzeln muss. Aber wenn Magie und Realismus in einem Satz zusammen verwendet wird, muss ich lachen. Passt einfach nicht. Und bei Askirsche Magie muss ich langsam sagen, dass ich mich ärgere, weil ich, entgegen der vielen gegenteiligeren Informationen hier im Forum, das Askirsche Magiesystem nicht immer nachvollziehbar finde. Gut es gibt den Weltenstrom aus dem Energie gezogen wird, aber wie die Maestros gelingt, die vielen unterschiedlichen Zauber dadurch zu wirken, wird nicht erklärt. Da werden mit Gesten, Sprüchen oder puren Willen Weltentore geöffnet, Feuerbälle und Blitze geschleudert usw. Und warum durch Talente Menschen Wasser beeinflussen, durch Wände gehen können oder nur im Dunkeln sehen können, ist nur mit göttlichem Einfluss zu erklären, dass die Physik biegt, wie der Autor es braucht. Aber egal, um Askir soll es an dieser Stelle nicht gehen.
    ---> Bei „Kinder des Nebels“ ist die Magie an wenige Regeln gebunden. Es gibt wenige Menschen, die diese besondere Magie ausüben können. Man braucht auch hier ein Talent, dass durch eine Lebenserfahrung, die die Person gewinnen muss, erst aktiviert wird. Danach ist es relativ einfach. Die Nebelinge oder Nebelgeborene müssen kleine Mengen von den jeweiligen Metall zu sich nehmen und können durch das „Verbrennen“ des Metalls eine einzige Fähigkeit erwerben/nutzen. Dazu trinken sie kleine Ampullen mit Lösungen (eigentlich müsste man Supensionen dazu sagen, aber der Autor oder die Übersetzung ist darin ungenau) mit Flüssigkeiten und darin fein verteilten Metallen. Auf wenn die Welt ein mittelalterlichen Hintergrund mit Aristokratie und Sklaven besitzt, spricht in meinen Augen nichts dagegen, dass die Metallurgie schon so fortgeschritten ist, um reine Metalle und definierte Legierungen herzustellen.
    Die Fähigkeiten, die man erhalten kann, treten immer paarweise auf. Verbrennt man eine bestimmte Legierung so erhält man eine gegenteilige Fähigkeit als wenn man das reine Metall verbrennt. Bei der Zusammensetzung von Reinmetall und Legierung gibt genaue Vorgaben. Verwendet man andere Zusammensetzungen, wird man krank bzw. kann man sterben. Oxide bringen vermutlich keinen nutzen, weshalb die Flüssigkeit in der Regel Alkohol ist.
    Zwei Beispiele: Verbrennt man Stahl (leider so ungenau beschrieben, keine Angaben zur Zusammensetzung) so kann man gegen jegliche Metallquelle in der Nähe drücken, verbrennt man Eisen so kann man an dieser ziehen. Wichtig bei den Reaktionen ist die Masse bzw. Festigkeit, worin die Metallquelle eingebunden ist. Drückt der Nebeling gegen eine Münze, so fliegt diese weg. Drückt der Nebeling gegen eine am Boden liegende Münze, wenn er direkt darüber steht, so fliegt der Nebeling nach oben.
    Wenn man über diese Form von Magie in den Romanen liest, so finde ich, klingt es gut durchdacht und plausibel. Klare Regeln - einfache nachvollziehbare Fähigkeiten und Reaktionen.
  • Es scheint leider letztendlich das immer gleiche in anderem Gewand zu sein. Rettet die Welt vor dem Bösen, bringt den Obermotz zur Strecke...
    ---> Kann ich irgendwie nicht aushebeln. Auch hier gibt es einen Gottkaiser, der gestürzt werden muss. Ein bekanntes auf definierte Ränge orientiertes Ständesystem aus Adel, Handwerker und Sklaven. Aber alles drumherum war irgendwie mehr als sonst. Neue Phantastische Formen von Wesen. Erst im Laufe der Story zeigt das wahre Übel sein Gesicht. Und die „normalen“ Menschen müssen sich mit Problemen von Machtgier, Nicht-funktionieren von Demokratie und dem „Wie kann ich eine Gesellschaft am Laufen halten, wenn ich gerade die frühere zerschlagen haben“ herumschlagen.
    Sanderson hat darin eine interessante andersartige Handlung integriert. So habe ich es empfunden.
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Der Cepheid-Faktor soll verdeutlichen, wie sehr oder wie bald eine Serie abgeschlossen ist [...]
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-> Ok, dann ist die Trilogie abgeschlossen? Klang aber nach offenem Ende. Dann ist alles klar. Für 5/5 muss es auf jeden all abgeschlossen sein und es müssen die essentiellen Fragen alle beantwortet sein und die Mehrheit der kleineren.
Sonst mach besser bis x/10.
Dann schick ich dir eine Liste, wenn du schon den Namen verwendest, will ich auch ein großes Wort mitreden :P
 
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Und bei Askirsche Magie muss ich langsam sagen, dass ich mich ärgere, weil ich, entgegen der vielen gegenteiligeren Informationen hier im Forum
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-> Ja, da hast du vollkommen Recht. Ich habe mich falsch ausgedrückt, ich meinte den Ansatz mit dem Weltenstrom. Solche Sachen, wie Blitze schleudern, halte ich für Unsinn, da es in Wirklichkeit mal ganz abgesehen von der magischen Komponente zu viel Energie verbrauchen würde um nützlich zu sein.
Es ist viel effizienter den Gegnern mit Magie das Genick zu brechen, eine Schlagader zum  Platzen zu bringen usw.
Nur liest man das nirgendwo, ist wohl zu wenig Action. Wenn ich mal eine Geschichte schreiben sollte, mit einem Maestro, dann werde ich auf so was achten.
Bei meiner eigenen Weltidee sowieso. Deswegen fand ich den Grundgedanken bei Askir auch so gut. Er erinnerte mich an mein System, das ich mir ausgedacht hatte. Leider nur im Grundprinzip. Meins geht so weit, dass es theoretisch erklärbar ist aber auch niemand Magie ausüben können sollte, obwohl es möglich wäre. Einfach weil es zu schwierig ist.
Letztendlich gibt es dann eine Handvoll Menschen - ja nur um den Dreh - in der Geschichte dieser Welt, die  "Magie" ausüben können. Menschen sind dafür eigentlich nicht gemacht, wenn man es soweit treibt, aber das ist ein ganz anderes Thema.
 
Das sollte nur den Punkt unterstreichen, den du auch genannt hast. Wie üben sie die Magie eigentlich genau aus? Tja...
 
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Wenn man über diese Form von Magie in den Romanen liest, so finde ich, klingt es gut durchdacht und plausibel.
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-> Schon das mit Eisen und Stahl ist nicht ganz durchdacht, da Stahl nicht Stahl ist und bei Eisen gibt es ja auch Unterschiede bei der Verunreinigung.
 
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Sanderson hat darin eine interessante andersartige Handlung integriert. So habe ich es empfunden.
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-> Habe ja nicht gesagt, dass ich es niemals lesen werde. Nur als nächstes nicht. Also die nächsten Monate definitiv nicht.
 
Die Soldaten war da z.B. eine gute Abwechslung, abgesehen vom Ende, dass definitiv einfach nur schlecht ist. Und nein, nicht weil einige Leute sterben, sondern so wie es konstruiert ist und dass es sehr offen ist. Nicht mal essentielle Fragen werden noch beantwortet, geschweige denn, das sich der Autor oder Verlag ein Hintertor für noch einen Roman offengehalten haben. Ob‘s den sogar gibt, weiß ich nicht, glaube ich aber nicht. Schaue gerade mal nach. Edit: Der Auttor kann es sich vorstellen. Deutsch: Der Autor/Verlag schaut sich an, wie gut es sich verkauft.

 

Wie üben sie die Magie

Wie üben sie die Magie eigentlich genau aus? Tja...

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Sie schlucken die von Dnob beschriebene Lösung der Metalle und können sie dann in sich "entfachen", je nachdem wie stark sie dieses Verbrennen betreiben, umso schneller ist das Metall dann verbraucht. Dabei werden z.B. Metalle wie Eisen etc deutlicher langsamer verbrannt, als seltenere. Sanderson hat es so geschafft, dass es eigentlich ziemlich glaubwürdig ist, dass die Nebelinge an ihre Metalle kommen und wie diese wirkt.

 

Schon das mit Eisen und Stahl ist nicht ganz durchdacht, da Stahl nicht Stahl ist und bei Eisen gibt es ja auch Unterschiede bei der Verunreinigung.

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Es gibt eine Szene im Buch, in der Sanderson darauf eingeht, dass es besondere Händler gibt, die die Metalle für Nebelinge besorgen. Außerdem wird explizit erwähnt, dass die Nebelinge sehr sorgfältig dafür sorgen, dass ihre Metalle nicht verunreinigt werden. Ich denke schon, dass man das durchgehen lassen kann.

 

 

 

 

@blutreiter

Das war eigentlich auf Askir bezogen.

Und du hast bei der Gelegenheit nur die Tatsachen der Bücher von Sanderson wiederholt, abgesehen davon, dass sie scheinbar in der Metallurgie ungwöhnlich weit sind, wenn sie sich so sicher ob der Reinheit sein können. Dann müssten sie wirklich nur Eisenatome im Eisen haben, ja? Unmöglich. Und Stahl ist eben nicht Stahl, da gibts so viele Varianten.

 

Du hast bezüglich dessen, wie sie die Magie wirken, eben keine Erklärung geliefert. Könnte man ebenso gut sagen, in Harry Potter wirken sie die Magie mit Zauberstäben und -Sprüchen. Nein, das ist KEINE Erklärung!

Wie fährt ein Auto? In dem man Gas, Bremse, Kupplung, Schaltung (/Automatikhebel) bedient und lenkt. NEIN!

Wie funktioniert der menschliche Organismus? NUn, man nimmt Nahurng zu sich und diese wird verdaut. NEIN!

 

So, ich hoffe, jetzt ist es klar. Im Theorienunterforum habe ich zu Askir was geschrieben. Bei Sanderson müsstest du irgendwo anders hin, unter Und sonstso ? z.B.

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