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Abraham, Daniel: Die magischen Städte (Übersicht)

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Wie in Fantasybüchern üblich gibt es auch hier eine große, die Welt verändernde Handlung. In Daniel Abrahams Büchern ist sie jedoch eher zweitrangig - im absoluten Mittelpunkt stehen dafür die verschiedenen Charaktere, ihre Liebe, ihr Leiden, ihr Streben nach Macht oder Freiheit.
Folgende Bücher gehören zu der Tetralogie:

 
Einige für das Verständnis hilfreiche Begriffe:

  • Khai (pl. Khais): Sie sind vergleichbar mit Fürsten, denn sie sind die Herrscher über die großen Städte und ihre nähere Umgebung. Sie gebieten auch über die Dichter - und somit indirekt über die Andaten.Um Khai zu werden, muss ein Mann seine Brüder töten, denn es ist Tradition, so den neuen Herrscher zu ermitteln. Ist ein Mann dann auf den Thron gelangt, muss er seinen alten Namen ablegen und trägt von nun an nur noch den Titel Khai mit dem Namen der Stadt, in der er regiert (Bsp.: Der Herrscher von Saraykeht heißt Khai Saraykeht).
  • Dichter: Es gibt nur eine Schule für sie. Dort beginnen schon sehr jung die überzähligen Söhne der Khais oder reicher Kaufleute ihre Ausbildung. Dabei ist die ganze Schule ein einziger Test für ihren Charakter und nur wer diesen besteht, wird zum Dichter ausgebildet. Das geschieht, indem besonders die sprachlichen Kenntnisse der jungen Männer geschult werden - denn mittels derer erschaffen und binden sie die Andaten.
  • Dai(-kvo): Er ist der Leiter der Dichterschule und er ist es auch, der die wenigen jungen Männer ausbildet, die charakterstark und klug genug sind um eventuell einmal erfolgreich einen Andaten binden zu können. Der Dai ist ein sehr mächtiger Mann - gebietet er doch über die Dichter - vielleicht der mächtigste der vierzehn Städte. Doch er nutzt seine Macht bewusst nicht, hält sich aus aller Politik heraus.
  • Dann noch ein paar Worte zu den wichtigsten Wesen - denen die die Städte magisch machen  - des Buches, den Andaten: Ein Andat selbst beschreibt sie als "Wirklichkeit gewordene Gedanken" und "gezähmte Ideen, die Menschengestalt angenommen haben". Und tatsächlich gibt es speziell dafür ausgebildete Menschen, die Dichter, die mittels sehr präziser Sprache eine Beschwörung erarbeiten. Diese beinhaltet einerseits die Fähigkeit, über die der Andat nach seiner Beschwörung verfügen soll, und andererseits seine äußeren und charakterlichen Merkmale. All dies muss sprachlich so genau ausgearbeitet sein, dass es keine Doppeldeutigkeiten oder Ungenauigkeiten dabei gibt. Diese könnten nämlich verhindern, dass der Andat gebunden werden kann, was für den Dichter, der ihn zu erschaffen versuchte, tödlich enden würde.Nach ihrer Erschaffung sind die Andaten für ihre Dichter wie ein Teil ihrer selbst. Allerdings ein Teil, der immerzu nach Freiheit und seiner eigenen Auflösung strebt, und daran gehindert werden muss zu fliehen.Nehmen wir als Beispiel für einen Andaten Samenlos (alle Andaten tragen einen Namen, der ihre Fähigkeit ausdrückt). Er hat die Fähigkeit jegliche Art von Samen zu entfernen, so kann er die Samen der für den Handel so wichtigen Baumwolle entfernen, was langes Auskämmen überflüssig macht. Er kann aber auch Frauen Fehlgeburten erleiden lassen. Sein Dichter Heshai hat ihn als fast überirdisch schönen Menschen, als Mensch, der er selber gerne gewesen wäre, erschaffen. Samenlos hat helle ebenmäßige Haut, schwarzes Haar und ebensolchen Augen. Er ist klug und selbstbewusst. Damit geht allerdings einher, dass er alle verachtet, die weniger klug und schön sind. Alle und allen voran seinen Dichter.

 
Ein paar Worte zur Handlung:
Die vierzehn Städte der Khais haben seit langer Zeit Frieden, denn die Andaten (Erklärung kommt weiter unten) schützen sie wirksam davor angegriffen zu werden.
Doch -  neben ihrer Macht - das Ausgeprägteste an den Andaten ist ihr Drang frei zu sein. So schließt einer von ihnen einen Pakt mit den Galten, einem Volk, welches seit jeher ein Feind der Städte der Khais ist. Dieser Pakt soll dem Andaten die Freiheit bringen und den Galten hilft er, da sie so den Khais schaden.
Dieser kleine Plan ist aber erst der Anfang. Ein ehrgeiziger General aus Galtland, der die Andaten für eine Gefahr hält, die  es auszulöschen gilt. Um dies zu tun, muss er die Dichter töten, die Schule des Dai zerstören und alle Bibliotheken verbrennen, da sie Wissen über die Andaten bergen könnten.
Zu Beginn des galtischen Feldzuges stehen die Khais dem wehrlos gegenüber. Doch dann beginnt sich unter der Führung eines Mannes Widerstand zu formieren und schon preist man ihn als den neuen Kaiser . . .
 
Die bedeutendsten Charaktere (in allen Bänden):

  • Otah Machi (später Khai Machi): Er ist stark, freundlich und klug. Zu Anfang erlebt man ihn auf der Schule der Dichter, wo er, wie alle Jungen, unter der grausamen Strenge leidet, mit der die Schule ihre Schüler behandelt. Doch er erkennt in dem Gleichnis, das ein Lehrer erzählt, die Lösung für sein Problem: Nichts zwingt ihn zu bleiben, er kann die Schule einfach verlassen. Diese Klugheit lässt ihn aufsteigen, zu einer Schwarzkutte, wie die höheren Schüler nach ihrer Kleidung genannt werden. Dies sind für die Beaufsichtigung der jüngeren Schüler zuständig und nutzen das üblicherweise schamlos aus, um genauso grausam zu sein, wie man es zu ihnen war. Nicht so Otah. Als er einmal ein Jungen demütigt, bereut er es gleich darauf und tröstet das weinende Kind. Diese Güte wiederum lässt ihn auch die zweite Prüfung bestehen und der Dai bietet ihm an ihn als Schüler aufzunehmen. Doch Otah ist entsetzt über das Ausbildungsprinzip der Schule und geht stattdessen einfach (ohne das übliche Brandzeichen, das ihn von der Khai-Nachfolge ausschließen würde. Vorher verrät der aber noch dem Jungen, den er gedemütigt hat nach welchem Prinzip die Schule vorgeht. Da Otah geflohen ist, muss er unter falschem Namen (Itani Noyga) leben. Dies tut er lange Zeit in Saraykeht als Hafenarbeiter, später auch als Helfer einer Hebamme (nun auf den Östlichen Inseln) und Kurier zwischen den Städten. Komplizierte Umstände bringen ihn dann schließlich - ohne das er seine Brüder getötet hätte - auf den Khai-Thron von Machi, seiner einstigen Heimatstadt.
  • Maati Vaupathai:  Er ist ein freundlicher Mensch, aber wird auch von Selbstzweifeln geplagt und lässt sich von seinen Gefühlen auch zu Schlimmem verleiten. Maati ist  der Junge, den Otah auf der Schule der Dichter so schlecht behandelt und dem er danach das Geheimnis der Schule verraten hat. Da er es kennt, kann er ebenfalls aufsteigen und er ist auch gern bereit sich zum Dichter ausbilden zu lassen. Bereits mit siebzehn Jahren schließt er diese Ausbildung ab und wird nach Saraykeht geschickt, um beim dortigen Dichter noch mehr zu lernen und später dessen Andaten übernehmen zu können. Es wird sich jedoch zeigen, dass es etwas anderes ist, die Tests der Schule aus eigener Kraft zu bestehen oder im Voraus die Lösung gesagt bekommen zu haben. Der Dichter bringt ihm allerdings nichts bei, stattdessen freundet sich Maati mit dem Andaten an und verliebt sich. Nach Saraykehts Untergang verbingt er einige Zeit mit der Frau (Liat Chokavi) und ihrem Sohn. Sie leben sich aber auseinander und so bleibt Maati allein im Dorf des Dai. Bis er schließlich nach Machi geschickt wird. Dort lebt er lange als Bibliothekar, bis er im Krieg gegen die Galten einen Andaten als Waffe zu binden versucht. Das hat fatale Folge. Alle galtischen Männer werden unfruchtbar und alle Frauen aus den Städten der Khais. Um ihn vor Racheakten zu schützen - und auch vor seinem eigenen Zorn - verbannt Otah ihn.

Für "Sommer der Zwietracht" wichtige Personen:

  • Heshai: Er ist der Dichter von Saraykeht und soll Maatis Lehrer sein. Doch er wird nicht nur von seinem Andaten aufs bitterste gehasst, sondern auch von sich selbst - was vielleicht noch dadurch verstärkt wird, dass er klug ist, klug genug seine Fehler in aller Deutlichkeit zu sehen. Und doch ist er auch so schwach noch weitere zu machen, so lebt er praktisch im Vergnügungsviertel Saraykehts und zieht dort trinkend von Bordell zu Bordell. Das er mit seinem Andaten Samenlos auch Kinder töten kann (indem er sie abtreibt) ist für Heshai ein Problem, doch er gehorcht dem Khai widerspruchslos und schickt sich auch an das im Kampf gegen die Galten zu tun indem, er all ihre Kinder abtreibt. Doch bevor Heshai Samenlos das befehlen kann wird er selbst getötet - allerdings wollte er es auch so und ließ absichtlich die Tür für seinen Mörder offen, denn das war seine einzige Möglichkeit zu verhindern, was der Khai von ihm verlangen würde.
  • Amat Kiyaan: Sie ist eine kluge, starke, humorvolle, ihrer Heimat Saraykeht sehr verbundene Frau mittleren Alters. Außerdem ist die die Verwalterin des Handelshauses Wilsin. In dieser Funktion erfährt sie von den Plänen der Galten den Andaten zu befreien um der Stadt zu schaden. Sie versucht ihren Arbeitgeber, dem sie auch nahesteht, davon zu überzeugen, den Plan nicht zu verwirklichen. Er geht jedoch nicht darauf ein. Da sie mit ihrem Wissen aber eine Gefahr für den Plan darstellt, muss sie untertauchen, um nicht ermordet zu werden. Aus ihrem Exil - das erst der Dachboden eines ehemaligen Liebhabers und dann ein Bordell ist - sammelt sie Beweise gegen das Haus Wilsin, die sie dann dem Khai vorlegen will, damit er die Galten angemessen bestraft. Dazu kommt es jedoch nicht, denn vorher stirbt der Dichter und verschwindet der Andat, was Saraykeht in eine Krise stürzt, florierte sein Handel doch nur dank der besonderen Fähigkeiten des Andaten. Amat beschließt zu tun, was sie noch für ihre Stadt tun kann und gründet ein Handelshaus, dass auch ohne den Andaten auskommt - und das zudem unauffällig die Aktivität der Galten überwacht.
  • Liat Chokavi: Anfangs ist sie ein junges, unsicheres Mädchen, dass die Wertevorstellungen der Gesellschaft zu ihren macht. Daher hält sie beruflichen Erfolg für sehr wichtig, strebt selbst danach und hat es auch wirklich geschafft sich zu Amat Kiyaans Gehilfin im Hause Wilsin hochzuarbeiten. Als solche ist sie (ohne das sie um die Hintergründe weiß) für die Abwicklung der Verschwörung der Galten zuständig, wofür sie sich im Nachhinein große Vorwürfe macht. Das ist wahrscheinlich auch die Triebfeder, die sie dazu bringt ihr weiteres Leben der Überwachung der Galten und dem Verhindern von deren Plänen zu widmen.
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Diskussionen

Diskussionsbeiträge

Ich kenne die Reihe nicht und ich muss sagen, dass mich der Artikel neugierig macht. Damit hat er auf jeden Fall schon mal einen kleinen Pluspunkt. Die Länge finde ich angemessen und muss sagen das der ganze Artikel, abgesehen von einigen kleinen Rechtschreibfehlern, sehr gut geworden ist.
lg
Ropena
 
Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde.

Nein ich bin doch Kein Roman Fan. ;  ) Aber ich finde die länge dem Thema des Artikel angemessen.

Dann kann ich den Artikel ja noch um ein paar Charaktere verlängern ;-) und ein paar neue Fehler reinbasteln, nachdem nun die alten ausgeräumt sind.
 
@Boindil1: Solltest du etwa mittlerweile unter die "Roman"-Freunde gegangen sein?!

Also ich finde den Artikel gelungen, du gehst eig auf fast alles ein, was man so als Einleitung über diese Reihe wissen möchte. Man bekommt einen sehr schönen Eindruck vom Geschehen und will gleich die einzelnen Buchartikel lesen. Die Länge finde ich vollkommen in Ordnung und keineswegs zu lang.
Was ich noch interessant fände, wäre ein kurzes Kapitelchen darüber, wie die allgmeine Annahme dieser Reihe ist. Nur so ein kurzes Fazit :-) Was am meisten begeistert oder sowas

Übersichtsartikel sind was Tolles ;)
werden muss ein Mann seine--> werden Komma muss
denn es ist Tradition so den--> Tradition komma so
der Stadt in der er--> Stadt Komma in
ausgebildet. Das geschieht in dem--> geschieht Komma indem
derer  erschaffen binden sie die Andaten.--> erschaffen und binden
Andaten für ihre Dichter, wie ein Teil ihrer selbst.--> Komma weg
ihrer Macht - das ausgeprägteste an den--> Ausgeprägteste
des Dai zerstören und alle Biblitheken--> Bibliotheken
Bibliothekar bis er im Krieg--> Bibliothekar Komma bis
tun indem er all ihre--> tun Komma indem
er all ihre Kinder antreibt.--> abtreibt
Tür für seinen Möder offen--> Mörder
kluge, starke, humorvolle ihrer Heimat--> humorvolle komma ihrer
vorlegen will damit er die--> will komma damit
doch nur dank der besinderen Fähigkeiten--> besonderen
sie ein junges, unssicheres Mädchen,--> unsicheres
Länge finde ich in Ordnung
 
-------------------------------------------------------------------------------------------- Vor fünfhundert Jahren wussten wir, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir: sie ist kugelförmig. Stell dir vor, was wir in 500 Jahren wissen werden! -

Also ich finde die länge diese Artikel in Ordnug,er ist auch gut verlinkt.Und die Schreibart ist dir auch wie immer gut gelungen wie ich finde.

Wer auch immer diesen Artikel liest - und dann auch noch etwas dazu sagen möchte - der könnte/sollte bitte auch etwas zu der Länge sagen. Ist der Artikel zu lang geraten?

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