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Abraham, Daniel: Frühling der Vergeltung (Die magischen Städte 4)

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Mit diesem Buch schließt Daniel Abraham nun seine Tetralogie ab. Vorausgegangen sind “Sommer der Zwietracht”, “Winter des Verrats” und “Herbst der Kriege”.  Zur kurzen Beschreibung des Buches (bzw. der gesamten Tetralogie) bediene ich mich mal der Worte George R. R. Martins, die auch auf der Rückseite der Bücher abgedruckt sind: “Ein zutiefst menschliches Epos über Macht und Verrat!” Auch die Liebe spielt immer wieder eine Rolle und der Autor legt das Hauptaugenmerk auf die Charaktere und ihr Erleben der Handlung.

Die wichtigsten Charaktere:
(Näheres steht in der Übersicht)
Im Laufe der Geschichte begegnet uns Otah Machi, mittlerweile ist er etwa sechzig und ein ebenso gewissenhafter wie davon angewiderter Kaiser der vierzehn Städte.
Wieder mit von der Partie ist seine Schwester Idaan Machi. Hatte sie früher noch (erfolgreiche) Mordpläne gegen ihre Familie geschmiedet, ist sie nun zu einer etwas kalten, spöttischen, aber eigentlich doch freundlichen Frau geworden.
Auch Maati Vaupathai ist wieder mit dabei. Nachdem er im letzten Buch ausgestoßen worden war, ist er nun alt, herzkrank und von dem Wunsch getrieben seinen Fehler (er hat den Andaten Unfruchtbar beschworen) vor dem Tod wieder gutzumachen.
Eiah Machi, Otahs Tochter, ist eine der Frauen, die ihre Fruchtbarkeit verloren haben. Sie stellt sich auf Maatis Seite, hilft ihm mit ihrer Klugheit, Freundlichkeit und ihrem starken Willen bei der Verwirklichung seiner Ziele.   

Zur Handlung:   
Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit die Galten die vierzehn Städte der Khais mit Krieg überzogen haben und es dann in Machi (eine der vierzehn Städte) zur Entscheidungsschlacht kam. Oder vielmehr, wo es zur Entscheidungsschlacht gekommen wäre, hätte es der Andat Unfruchtbar nicht verhindert, indem er mit einem schmerzhaften Schlag alle galtischen Männer und alle Frauen aus den Städten der Khais unfruchtbar machte.
Fünfzehn Jahre lag sind den beiden Nationen also keine Kinder geboren worden. Langsam macht sich dies auch bemerkbar, schwere Arbeiten bleiben unerledigt, da es an der Kraft der jungen Leute fehlt, und um die letzten Lehrlinge wird heftig geworben.
Daher sieht Kaiser Otah Machi keine andere Möglichkeit als ein Abkommen mit den Galten zu schließen. Dieses besagt, dass galtische Frauen in die Städte der Khais kommen sollen und  Männer aus diesen Städten im Gegenzug dazu nach Galtland. So müssten die beiden einst verfeindeten Nationen sich zwar vereinen, aber immerhin würden sie überleben.
Bei dem galtischen Hohen Rat stößt dieser Vorschlag auf wenig Gegenliebe und Otah steht kurz davor zu verzweifeln (auch der galtische General Balasar Gise, der einst sehr geachtet war, ist ihm keine Hilfe). Dann jedoch kommt dem Kaiser eine Idee: Er scheibt an die Frauen der Ratsleute, appelliert an ihren Wunsch nach (Enkel-)Kindern. Und tatsächlich, bei der nächsten Abstimmung wird sein Vorschlag angenommen. Bald danach bricht eine erste Flotte zu nach Saraykeht (eine der Khai-Städte) auf, an Bord hohe galtische Familien und ihre Töchter.
Feinde dieses Abkommens sprechen verächtlich von einer Einfuhr von Zuchtstuten und beklagen, dass damit den einheimischen Frauen nicht geholfen wäre, die noch immer ohne Kinder bleiben müssten .
Zu denen, die sich beklagen und nach einem anderen Weg suchen gehört auch Maati Vaupathai, der verbannte Dichter. Er hält eine Lösung des Problems nur mit Hilfe eines Andaten für möglich.  Daher versucht er erneut einen Andaten zu binden, wobei das eigentlich kaiserlich verboten ist und auch ganz und gar nicht einfach. Maati zieht also lange Zeit von Versteck zu Versteck, begleitet von seinen Schülerinnen, von denen er glaubt sie könnten einen neuen Andaten beschwören - und zwar deshalb, weil sie Frauen sind und ihre weibliche Denkweise anders als die der Männer, der Dichter (noch niemals gab es eine Dichterin).
Da Andaten mittels präziser Sprache gebunden werden, entwickelt die Gruppe zuerst eine auf den Ideen der Frauen und Maatis altem Wissen beruhende neue Grammatik und schließlich eine Bindung für den Andaten Klarsicht (oder als Kehrseite der Medaille, Blindheit).
Als Dichterin für diesen Versuch ist Maatis Schülerin Vanjit ausgewählt, eine junge Frau, die im Krieg vor fünfzehn Jahren ihre Familie verloren hat und die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind.. So erscheint der Klarsicht, dessen Bindung zur großen Freude aller tatsächlich gelingt, auch als Kleinkind, ein Kleinkind mit der gottgleichen Kraft über das Augenlicht der Menschen und dem absoluten Drang wieder frei zu sein.
Mit der Zeit zeigt sich, dass es doch noch etwas gibt, was Vanjit mehr begehrte als ein eigenes Kind: Rache. Zuerst blendet sie eine Mitschülerin, auf die sie eifersüchtig ist und dann ein ganzes Volk, alle Galten erblinden auf einmal.
Dies bringt sowohl Maatis Pläne sein Vorhaben vorerst geheim zu halten als auch Kaiser Otahs Pläne zur Vereinigung der Völker zum Einsturz, droht nun zuerst alle Galten und dann auch die Menschen aus den Khai-Städten sterben zu lassen . . .

 

Zugeordnete Kategorien: Bücher
Free Tags: Daniel Abraham, Die magischen Städte

Diskussionen

Diskussionsbeiträge

Guter Artikel, der das Buch und dessen Inhalt beschreibt. Dankeschön!

So, Fehler ausgeräumt.

und ihrem starken Willen bei dem Verwirklichung seiner Ziele.   --> bei der
Fünfzehn Jahre sind vergangen seit die Galten--> vergangen Komma seit
Städten der Khais unfruchtbar gemachte.--> machte
aber immerhin überleben würden sie überleben.--> erstes überleben weg
von denen er glaubt könnten einen--> glaubt sie könnten
beschwören - und zwar deshalb weil sie Frauen sind--> deshalb Komma weil
droht nun zuerst die alle Galten und dann--> die oder alle weg
-------------------------------------------------------------------------------------------- Vor fünfhundert Jahren wussten wir, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir: sie ist kugelförmig. Stell dir vor, was wir in 500 Jahren wissen werden! -

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