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Jeder, der dieses Buch liest, stirbt. Doch nur wer es liest, weiss, warum …
[Zitat vom Buchdeckel]
Bei diesem Werk handelt es sich um einen bisherigen Einzelroman eines Autoren, der sich selbst das Pseudonym „Anonymus“ gegeben hat, auch das Buch bekam den eher ungewöhnlichen Titel „Das Buch ohne Namen“. Über den Autor ist deshalb nur wenig bekannt. Es sei aber gesagt, dass er über die Jahrhunderte zahllose Werke verfasst hat und über ihn keinerlei persönliche Daten vorliegen.
Vorweg sei auch von mir gewarnt, dieses Buch lebt von seinem ungewissen Inhalt und deshalb wäre ein detailfreudige Inhaltsangabe wider der Absicht meines Handelns. Deshalb bemühe ich mich nach Kräften euch ein wenig der Spannung und Verwirrung einzufangen und ganz eventuell sogar den Anreiz zu schaffen, sich mit diesem Buch mal näher zu befassen.
Struktur
Inhalt______________________________________________________________
Die Geschehnisse der Geschichte spielen in der kleinen und unbedeutenden Stadt Santa Mondega. Es ist eine Stadt voll Mörder und scheinbar erfüllt von zahllosen kümmerlichen Bars, in denen die meisten Getränke aus Pisse bestehen und Fremde unerwünscht sind.
Doch angefangen hat die Geschichte mit dem Diebstahl des „Auge des Mondes“, einem blauen Diamanten, dem magische Kräfte nachgesagt werden. Er soll den Verlauf des Mondes steuern können. Dunkelheit - In einer Stadt wie Santa Mondega keine ratsame Angelegenheit. Der Stein ist deshalb sehr begehrt und Kopfgeldjäger, Killermönche, Barkeeper, Gangsterbosse und allen voran der geheimnisvolle Bourbon Kid wollen ihn in die Finger bekommen.
Auch die Polizei darf in einer Stadt des Mordes nicht fehlen, schon seit Jahren sind sie auf der Suche nach diesem skrupellosen Killer, der einst, nach einem Glas Bourbon, eine komplette Kneipe niedergemetzelt und nur den Barmann am Leben gelassen hat. Warum dieser vermaledeite Kerl dies getan haben mag, liegt in der Dunkelheit von Mondega. Auch weshalb plötzlich Elvis eine Rolle spielt, auch Freddy Krüger einen kurzen Auftritt hat und der Wächter der Nacht, die wandelnde Fledermaus Batman nicht in die Geschehnisse eingreift, bleibt bis zur Nacht der nahenden Sonnenfinsternis unklar. Nur das die Stadt voll der brutalsten und zugleich beschränktesten Bewohner ist, stellt sich nicht in Frage. Nur nochmals, sollte die Finsternis der Sonne kommen, dann warten auf alle nicht gezählten 300 Charaktere böse Überraschungen...
Charaktere________________________________________________________
Somers
Ein pensionierter Polizeibeamter, der von allen Kollegen gemieden wird. Er hat sich das persönliche Ziel gesetzt „Bourbon Kid“ zu fassen. Sein Wahn lässt alle Verbrechen – von denen es nicht wenige gibt – das Werk dieses Mannes sein. Nachdem nun aber Bourbon Kid nach exakt 5 Jahren wieder in Erscheinung tritt, darf auch der Archibald sich wieder auf die Jagd machen.
Jensen
Inspektor für übernaürliche Ermittlungen und von der Regierung der Vereinigten Staaten direkt nach Santa Mondega berufen. Dort gilt es die fünf grausamen Morde, die von „Bourbon Kid“ verübt sein sollen, aufzuklären. Der dunkelhäutige Miles Jensen ist zu Anfang in keinster Weise von seinem zugeteiltem Partner Somers begeistert, doch die beiden finden eine Lösung für ihr persönliches Problem.
Sanchez
Er ist der Barkeeper aus der Tapioca Bar und führt eine der bestlaufensten Kneipen der Stadt. Bei ihm verkehren nur Stammgäste, niemals ein Fremder – so zumindest ist es gewollt. Nach der klitzekleinen Schießerei von „Bourbon Kid“ und seinen Stammgästen, rettet er die junge Frau Jessica und gibt sie zu seinem Bruder in die Obhut. Durch seinen Posten hat er zahlreiche Kontakte zu den besten Kopfgeldjägern der Stadt und sorgt immer wieder für neue Sichtweisen.
Bourbon Kid
Am häufigsten genannt, doch nicht bekannt. Bourbon Kid bleibt eine sehr rätselhafte Gestalt. Er ist ein unwahrscheinlich guter Schütze, doch erst nach einem Glas Bourbon, wie sein Name schon andeutet. Im Prolog wird die fünf Jahre vor der Haupthandlung spielende Kneipenszene beschrieben, in deren Verlauf er die gesamten Gäste der Tapioca Bar niederschießt. Danach verschwindet er plötzlich fünf Jahre und taucht völlig unerwartet wieder auf. Unerwartet weil er eigentlich tot sein sollte, so zumindest die Gerüchte.
Jessica
Eine sehr junge und nicht nur sehr hübsche Frau. Sie war auch in dem „Bourbon-Kid-Massaker“ verwickelt und diente diesem als Zielscheibe, so zumindest lassen sich die 143 Kugeln in ihrem Körper erklären. Wieso es der Mörder auf sie abgesehen hatte, ist besonders zu Anfang unklar, doch Sanchez bringt sie zu seinem Bruder, bei dem sie fünf Jahre im Koma liegt und dann nach ihrer Wiederauferstehung für einigen Wirbel sorgt.
Dante
Ein einfacher Hotelpage, der eine viel zu große Klappe für seine geringen Fähigkeiten hat. Durch eine ,aus dramaturgischen Gründen nicht genannte, Tat wendet er die Story an zentraler Stelle. Dabei stellt er sich eigentlich sehr komisch an, schafft es aber trotzdem irgendwie. Nur wieso er am Ende der Terminator in Person und Kleidung ist, dass überlasse ich eurem Lesevergnügen.
Jefe
Ein Kopfgeldjäger, der von El Santino beauftragt worden ist, das „Auge des Mondes“ zu stehlen. Dies tat es und sogar noch mehr, er lässt es sich dann selbst stehlen. Eigentlich nicht Teil des Auftrags, aber er lässt es sich trotzdem nicht nehmen. Später hat er dann eine kleine Liason mit Jessica.
El Santino
Ein gewaltiger Mann und der uneingeschränkte Gangsterboss der Stadt. Er hat klein angefangen und sich alsbald an die Spitze gesetzt. Schon seit vielen Jahren ist er hinter dem „Auge des Mondes“ her und würde große Summen für das Schmuckstück zahlen. Begleitet wird er immer von seinen beiden Leibwächtern Miguel und Carlito.
Fazit_____________________________________________________________
Wie man vielleicht an meiner etwas anderen Art der Darstellung erkennen kann, ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Es war sehr amüsant zu lesen und ich hatte wirklich meinen Spaß. Manchesmal bin ich vor Lachen beinahe vom Stuhl gefallen, doch manchmal war die sehr stark vorhandene Brutalität dieses Werkes dann doch nichts für mich. In gefühlten 10 Minuten habe ich dieses Buch verschlungen und war mehr als begeistert. Ich denke, als mein persönliches Fazit sollte ich dennoch sagen, dass ich glaube, entweder man hasst oder liebt dieses Buch. Die ungewohnte Darstellungsweise, der scheinbar fehlende Übergang zwischen den zahlreichen Kapiteln, in denen immer wieder neue Figuren eingeführt wurden, hat mich aber sehr fasziniert. Der Plot ist nicht gerade überragend, aber die vielen heutigen Medienbezüge, besonders der Film und Literatur, waren ein super Ausgleich.
Einzig wirklich starker Kritikpunkt ist der Preis mit 16,95, denn das Buch liest man wahrscheinlich nur ein einziges Mal, sonst ist die Spannung des Buches einfach weg. Ist das Ende gelesen, würde der Anfang einfach nicht mehr wirken.
So entscheidet selbst, ich für meinen Teil rate zum Leihen und auf jedenfalligen Lesen, denn es könnte sich wirklich lohnen.
Buchdaten________________________________________________________
Ein sehr schöner Lexikonbeitrag ![]()
Mir hat das Buch auch sehr gefallen.
Dein Artikel macht auf jeden Fall neugierig. Ich kenne von dem Autor nur: Das Buch ohne Staben
In diesem Buch wird auf jeden Fall sehr, sehr viel Blut vergossen.
Das Buch kommt mir auch so vor, als könnte es genauso gut ein Film von Quentin Tarantino sein (Dialoge und Handlungsstränge erinnern an seine Filme).
Hauptperson ist natürlich Bourbon Kid, dessen Identität bis zum Schluß ungeklärt bleibt. Überhaupt hätte ich anfangs nicht gedacht, dass sich die Geschichte so entwickelt, dass sich das Buch u.a. in die Kategorie Fantasy einordnen lässt. Man hätte es aber genauso in die Kategorie Horror einordnen können. Das Buch hat von vielem etwas: Gangstergeschichte, Horror, Fantasy, Humor, Detektivgeschichte usw.
Aber nun noch etwas zum Inhalt. Im Mittelpunkt steht ein blauer Stein, der sehr viel Macht besitzen soll und hinter dem so ziemlich jeder her ist, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Die Geschichte spielt nur in einem Ort: Santa Mondega. Diese Stadt gibt es weder auf einer Landkarte, noch kommt sie in den Nachrichten vor, obwohl dort täglich gestohlen und gemordet wird. Dort laufen natürlich jede Menge zwielichtige Gestalten umher: Sanchez, der Barbesitzer; die zwei Mönche Peto und Kyle, die den gestohlenen Stein zurückholen wollen; Auftragskiller Jefe; Gangsterboss El Santino; Gottes Auftragskiller Rodeo Rex; die Hotelangestellten Dante und Kacy und Dective Jensen und Somers. Sie alle sind hinter dem Stein her. Sei es, um ihn gegen Geld einzutauschen, in den Besitz seiner Macht zu gelangen und unsterblich zu werden oder ... (möchte hier nicht zuviel verraten)
Eine weitere wichtige Rolle spielt ein Buch ohne Namen von einem anonymen Autoren. Jeder der das Buch in der Stadtbibliothek ausleiht und liest, wird kurze Zeit später tot aufgefunden. Detective Sommers schreibt diese Morde Bourbon Kid zu, doch in Wirklichkeit steckt etwas ganz anderes dahinter.
Das bleibt spannend bis zum Schluss, zumal man nicht wirklich weiß, welche Rolle Bourbon Kid spielt. Er taucht immer mal wieder auf und bringt Leute um, aber man fragt sich, was sein eigentliches Ziel ist, denn er scheint nicht wirklich hinter dem Stein her zu sein. Auch bleibt bis zum Ende unklar, wer Bourbon Kid ist.
Die Spannung steigt von Seite zu Seite und man ist von dem Buch einfach nur gefesselt. Zwischendurch erfährt man immer wieder Dinge, mit denen man gar nicht gerechet hat oder eine Hauptperson ist aufeinmal tot. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen.
Ganz toller Artikel! Mit Stil, Charme und Humor!
Beim Buch scheint es sich ja um eine durchgeknallte Variante von "Das Albtraumreich des Edward Moon" zu handeln, ...mit einem großen Schuß postmoderner Polystilistik.
Ich weiß aber wirklich nicht, ob es sich wirklich lohnt ein Buch anzuschaffen, bei dem nach einmaligem Lesen schon die Luft raus sein soll. Gute Literatur soll man immer wieder lesen können, finde ich...
Kritteleien..
Bourbon Kid bleibt ein sehr--> eine sehr
Der Artikel ist wirklich klasse! Super geschrieben, 1A Grammatik und Stil und sehr informativ! Hut ab!
-------------------------------------------------------------------------------------------- Vor fünfhundert Jahren wussten wir, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir: sie ist kugelförmig. Stell dir vor, was wir in 500 Jahren wissen werden! -
Der Beitrag ist einfach toll! Von der Gliederung bis hin zum Schreibstil gibt es nichts zu bemängeln. Das Gesamtwerk des Artikels hat mich jetzt zum kaufen angeregt... klingt wie ein Buch, das mir gefallen könnte.
toller artikel! echt super geschrieben, du wirst immer besser ;)
ob ich das buch lesen werde, weiß ich noch nicht so genau, ist nicht so ganz meine richtung, aber wenn sich ne möglichkeit ergibt, werde ich es mir bestimmt ausleihen ;)
Danke für diese ausführliche Vorstellung!!
Dieses Buch ist schon eine Weile auf meiner Wunschliste und jetzt bin ich vollends davon überzeugt es mir möglichst bald zu kaufen! :)
Klasse Artikel!
ich muss sagen, möglichst wenig preiszu geben, hast du geschafft. man hat zwar einen kurzen überblick über das buch, hat aber keine ahnung was sich entwickeln wird. Noch dazu hast du es geschafft, dass meine neugierde geweckt hast.
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