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Vampire

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Jeder kennt sie - Vampire. Sie gehören zu den wohl furchterregendsten Wesen, die der Fantasie der Menschheit entsprungen sind, aber auch zu den faszinierendsten. Sie werden oft mit Werwölfen in Verbindung gebracht, wobei diese beiden Völker meist bis aufs Blut miteinander verfeindet sind.

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Inhaltsverzeichnis

 

                                  Der klassische Vampir

                                  Ursprünge der Vampirmythologie

                                 Der Vampir von Heute

                                 Literaturhinweis

 

Der klassische Vampir

 

Das klassische Bild des Vampirs wurde vor allem durch Aberglaube und Kirche geprägt. Vampire sind hierbei die Verkörperung des Bösen. Durch den Austausch von Blut mit ihren Opfern können sie einen Menschen zu ihresgleichen machen, was allerdings ein eher seltenes Ereignis ist. Doch beschließt ein Vampir einen Menschen zu verwandeln, wird dieser ab dem Blutaustausch zu einem Untoten, einem Unsterblichen. Er ist dazu verdammt menschliches Blut zu trinken, um sein Überleben zu sichern, wobei er eine Spur des Todes hinter sich herzieht, und sein Leben, das niemals durch einen natürlichen Tod enden wird, in ewiger Nacht zu verbringen.

 

Man sagt Vampiren nach, dass sie gestaltwandlerische Fähigkeiten besitzen. Am bekannstesten ist die Verwandlung in eine Fledermaus, aber auch die Verwandlung in einen Wolf oder Nebel wird hin und wieder beschrieben. In manchen Romanen, wie z.B. "Tagebuch eines Vampirs", können Vampire auch jede Tiergestalt annehmen, die sie wünschen.

 

Die einzigen Schwächen der Vampire sind das Sonnenlicht, das sie zu einem Haufen Asche verbrennt, sobald sie davon getroffen werden, Knoblauch, Kreuze und Weihwasser (an den beiden letzteren Aufzählungspunkten ist das kirchliche Einwirken deutlich zu erkennen), vor denen sie sich fürchten (weiß Gott aus welchem Grund auch immer) und das Pfählen mitten durch das Herz, das sie tötet. Dennoch sind sie für Menschen unvermindert gefährlich und besitzen in der Regel große Macht, Einfluss oder ein nicht gerade kleines Vermögen. Einer der bekanntesten klassischen Vampire ist Bram Stokers  Graf Dracula.

 

Ursprünge der Vampirmythologie

 

Es gibt viele Legenden und Theorien, wie die ersten Vampire entstanden sein könnten. Die ersten Geschichten über den Vampirismus reichen sogar bis in die Zeit der Griechen (Link unter der Überschrift "Julien DuCraine") und Römer zurück. Jedes Volk hat seine eigenen Theorien und Legenden über blutsaugende Wesen.

In Rumänien glauben sogar heute noch viele Menschen an die Existenz der Vampire.

 

Eine Legende des Vampirismus stammt aus Indien und handelt von der dunklen Göttin Kali, die für Krankheit, Krieg und Tod stand. Sie soll unglaublich blutgierig gewesen sein, sodass sie nicht einmal davor zurückschreckte dem Gott, Shiva, wegen dessen Blutes, den Kopf abzureißen.

 

Die Fähigkeit der Vampire, sich in eine Feldermaus verwandeln zu können, wurzelt höchstwahrscheinlich in Südamerika, der Heimat der Vampirfledermäuse. Bekanntermaßen ernähren Vampirfledermäuse sich von Blut, wobei sie in der Regel nur Tiere, wie Pferde oder Kühe zu ihren Opfern erwählen. Dennoch kann es passieren, dass sich der ein oder andere Mensch in ihren Speiseplan drängt.

 

Die Legenden, die wir im heutigen Westeuropa kennen, stammen ursprünglich aus dem slawischen und rumänischen Volksglauben. Hierbei war das Bluttrinken ursprünglich kein essentieller Bestandteil der Mythologie, sondern viel mehr ein unverwester Leichnam in einem Grab oder sogar ein leeres Grab, in dem sich zuvor ein Toter befunden hat.

 

Im Mittelalter und den Jahrhunderten zuvor glaubte man, dass Grabbeigaben den Toten zurückhalten und daran hindern würden, wieder aus seinem Grab zu steigen. Dies ist wohl auf den Glauben der Ägypter an ein Leben nach dem Tod zurückzuführen.

Indem man dem Toten im höchsten Maße ehrte und mit vielen Gaben besänftigte, sollte der Verstorbene in der Lage sein, der sterblichen Welt den Rücken zu kehren und ins nächste Leben übergehen zu können.

 

Dies hier um nur einige wenige Theorien aufzuzählen.

 

Der Vampir von Heute

 

Der Vampir von heute unterscheidet sich oft in vielen Fällen stark vom klassischen Vampir, dennoch sind die Parallelen zum Ursprung noch zu erkennen. Das wichtigste und markanteste Merkmal der Vampire bleibt in jeder Geschichte erhalten - das Trinken von Blut. Jedoch ist das auch so ziemlich das Einzige, was in jedem Vampirroman gleich bleibt. In der Welt dieser Romane gibt es mittlerweile eine Fülle an Varationen des Vampirs, dass es schwierig ist, alle zu erfassen, aber letztlich werden bald alle neuen Ideen ausgeschöpft sein und sich in gewisser Weise (z.B. durch verschiedene Kombinationen der Vampirtypen) wiederholen. Um einen kleinen Einblick in diese Welt zu ermöglichen, kommen im Folgenden ein paar Beispiele.

 

Edward Cullen (Twilight-Saga/ Bis(s)-Reihe)

 

Edward scheint ein etwas außergewöhnlicher, aber dennoch normaler siebzehnjähriger High School-Schüler zu sein, wäre da nicht die Tatsache, dass er ein Vampir ist. Für Menschen, die nicht darüber Bescheid wissen, ist er einfach überirdisch schön, faszinierend und unnahbar. Diejenigen jedoch, die von seinem dunkelsten Geheimnis wissen, erkennen bereits auf den ersten Blick, was er ist. Seine unglaubliche Schönheit gehört zu einem der offensichtlichsten Merkmale. Aber es gibt noch andere. Seine Bewegungen fallen unglaublich elegant aus (Im Buch beschreibt die Protagonistin, Bella Swan, aus deren Sicht das Buch erzählt wird, den Gang von Edwards Schwester, Alice Cullen, als Tanz.), seine Haut ist bleich, geradezu weiß,eiskalt und so hart wie Granit. Im Sonnenlicht glitzert sie so, als wäre sie von tausenden winzigen Diamanten besetzt.

 

Seine Augen sind, unmittelbar nachdem er Blut getrunken hat, golden. Er kommt mehrere Wochen aus, ohne zu trinken, doch währenddessen färben sich seine Augen nach und nach schwarz. Jedoch sind nicht alle Vampiraugen golden. Edwards Familie bildet in ihrer Welt eine große Ausnahme. Während sich andere Vampire mit ihrem Schicksal abfinden und sich von menschlichen Blut ernähren und ihre Augen sich daher rubinrot färben, leben die Cullens ausschließlich von tierischem Blut.

 

Denn in der Welt der Twilight-Saga sind Vampire teilweise vergleichbar mit Haien. Sobald sie einmal menschliches Blut schmecken, ist es für sie unmöglich nicht zu töten.

Edwards Sinne sind übernatürlich stark ausgeprägt, kein Vergleich zu irgendeinem uns bekanntem Tier. Allein der Duft, der von menschlicher Haut ausgeht, kann das Verlangen nach menschlichem Blut auslösen. Dies alles ist ein bedeutendes Hindernis, wenn ein Vampir einen anderen erschaffen möchte.

 

Der Prozess der Schaffung eines Vampires ist im Prinzip relativ einfach. Vampire sind von Natur aus giftig. Sobald sie einen Menschen beißen, gelangt das Gift in die Blutbahn und breitet sich so im ganzen Körper aus. Die ganze Verwandlung dauert in der Regel drei Tage, wobei das gebissene Opfer in dieser Zeit das Gift als unerträgliches Brennen verspürt, das den Wunsch nach dem Tod weckt. Schließlich, wenn das Gift das Herz erreicht und es zu schlagen aufhört, erwacht man als neugeborener Vampir.

 

Im ersten Band der Twilight-Saga, Bis(s) zum Morgengrauen, bezeichnet Edward sich als "das perfekte Raubtier" und das nicht ohne Grund. Abgesehen von seinem äußerst einladenen Aussehen besitz er noch andere Fähigkeiten, die ihn als solches auszeichnen. Wie alle Vampire ist Edward übermenschlich stark (er kann Steine zu Staub zermahlen, nur indem er die Hand darum schließt) und kann im Bruchteil einer Sekunde Strecken zurücklegen, für die wir manchmal sehr lange brauchen.

 

Julien DuCraine (Der Kuss des Dämons)

 

Julien DuCraine ist der typische High School Rebell. Er widersetzt sich seinen Lehrern und ist unfreundlich gegenüber seinen Mitschülern. Er scheint sich für niemanden zu interessieren und keine Freunde zu haben. Und das hat auch seinen Grund, denn Julien ist ein Lamia. Hinter dieses Geheimnis kommt die siebzehnjährige Dawn, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, nach und nach, während sie sich in ihren mysteriösen Mitschüler verliebt. Sie ist gern mit ihm zusammen, doch seine Nähe birgt ungeahnte Gefahren, vor denen er sie durch seine abweisende Art und gelgentliche Launen beschützen will.

 

Lamia sind geborene "Vampire". Sie ernähren sich ausschließlich von menschlichen Blut, das sie mindestens alle drei bis vier Tage benötigen, um nicht zu sehr geschwächt zu werden. Beim Trinken wachsen ihre oberen Eckzähne zu scharfen Fangzähnen, was sie als leichten Schmerz im Kiefer wahrnehmen. Lamia töten Menschen nicht, zumindest nicht beim Trinken. Sie haben spezielle angeborene Fähigkeiten, die es ihnen erlauben von einem Menschen zu trinken, ohne hinterher irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Wenn sie die Wunde lecken, die sie mit ihren Zähnen gerissen haben, verheilt diese sofort  und sie können das Gedächtnis der Menschen manipulieren, sodass sich ihre Opfer nicht daran erinnern können, dass von ihnen getrunken wurde. Sie sind außergewöhnlich stark und schnell, vertragen aber das Sonnenlicht nicht sehr gut, denn es schwächt sie. Trotzdem können sie sich problemlos darin aufhalten, müssen aber ihre lichtempfindlichen Augen davor schützen (deshalb trägt Julien immer eine Sonnenbrille).

 

Nun wundert Ihr euch vielleicht darüber, warum ich zu beginn des zweiten Abschnittes Vampire in Anführungszeichen geschrieben habe. Auch in diesem Vampirroman können Vampire geschaffen werden. Die Lamia nennen sie "Geschaffene", eben weil sie geschaffen wurden und nicht wie die Lamia geboren worden sind. Vampire unterscheiden sich in mehreren Punkten von Lamia, unter anderem, weil sie sich nicht im Sonnenlicht aufhalten können. Sie verbrennen bei direktem und zu langem Kontakt zu Asche und sind bei schwacher Einstrahlung lethargisch, unfähig etwas zu tun.

 

Die Lamia bilden in ihrer Welt die herrschende Klasse. Selbst die am niedrigsten gestellten Lamia stehen noch weit über den Geschaffenen. Zudem sind die Geschaffenen dazu verpflichtet, dem Lamia treu zu sein, der sie geschaffen hat.

 

Literaturhinweis:

 

Markus Heitz: Vampire! Vampire!

 

Claudia Gray: Evernight

 

Lisa J. Smith: Tagebuch eines Vampirs

 

Jeanine Krock: Der Venuspakt

 

Nora Roberts: Grün wie die Hoffnung - Die Ring-Trilogie

Kommentare

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Bild des Benutzers Bücherwurm

Ändere den Namen doch einfach in "Vampire". Das verkleinert das Risiko schon mal enorm und du musst nichts drunter schreiben, weil wenn du einfach nur schreibst "Vampire" ist das einfach nur eine Bezeichnung für ein Volk.

 

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Bild des Benutzers klaiinepsycho

Hey
Vielleicht ist es dir bereits aufgefallen (mich hat jedenfalls @boy daraufhingewiesen), dass wir beide einen Vampirbeitrag verfasst haben. Meiner war zwar früher da, dafür ist deiner viel umfangreicher. Ich hätte ihn mir jetzt auf Verbesserungsvorschläge durchgelesen, aber eigentlich hast du alles drinnen (und noch mehr :D) was mir auch eingefallen wäre. Dann schau ich mal ob ich meinen Beitrag löschen kann, okay?

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Bild des Benutzers SveaKeena

Ich finde den Beitrag gut, aber nicht vollständig.
Ich lese selbst super gern Vampirromane und da ist mir aufgefallen, dass du hier einiges falsch dargestellt wird bzw. auch einfach noch nicht gewusst worden ist, da das Thema Vampir inzwischen doch ein enormen Unmfang angenommen hat (jaja.. viele wollen doch nur etwas über Vampire lesen, da es ja Edward Cullen gibt)
Naja, jedenfalls wird ein Mensch, wenn er von einem klassischen Vampir gebissen wurde, nicht zum Vampir, sonder nur, wenn ein Bluttausch erfolgt. D.h., dass der Vampir zuerst das Blut des Opfers trinkt und dann das Opfer das Blut des Vampirs. (Deshalb hat auch der klassische Vampir Blut in seinem Körper. Der Gegensatz dazu bietet Edward Cullen.)
Ein Beispiel dafür wäre Bram Stoker's Dracula.

Zu der Anmerkung mit der Kirche:
Es gibt mehere Versionen zur enstehung der Vampire, aber alles haben eins gemeinsam, die Kirche ist der Feind.
In der Immortals Reihe (sry aber hab den autor vergessen, war auch nicht so besonders) sind die Vampire die aus dem Paradies Gottes vertriebenen Engel. Auf der Erde haben sich diese Engel in 2 Gruppen getrennt. Einmal in die Blue Bloods, die wieder zurück in das Paradies wollen und die Silver Bloods, die nur Chaos bringen wollen. Ihr Anführer ist Luzifer.
Und okay in Buffy (ich weiß, dass ist kein Buch, sondern eine Serie) wurde die Welt einst von Dämonen beherrscht. Und als sie verschwanden, trank der letzte Dämon noch von einem Menschen und derren Blut vermischte sich, sodass dieser Mensch zum ersten Vampir wurde. Ich glaube bei Tagebuch eines Vampirs von Lisa J. Smith (Buch) ist es ähnlich.

Aber ich weiß, dass es ein sehr umfassendes Thema ist und die kurze Darstellung hat mir ansonsten sehr gut gefallen.

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Bild des Benutzers blutreiter

So jetzt bin ich auch mal dazu gekommen, nen Artikel von dir zu lesen;PPP Also soweit guter Artikel, aber einen Punkt solltest du meiner Meinung nach ändern, die Vampirecharaktere wie Edward etwas kürzen und dafür den evt. wirklichen Ursprung der Vampire beschreiben. Aber gute Schreibweise!

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Bild des Benutzers Wolfsblut

Einige davon hab ich gleich in die Tat umgesetzt, obwohl ich sagen muss, dass der Artikel jetzt ein bisschen länger geworden ist, als ich ihn ursprünglich beabsichtigt habe, aber naja....^^

 

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Ist Faulheit eigentlich eine Todsünde?

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Bild des Benutzers blutreiter

Tolle Umsetzung *daumen hoch* und naja das Thema ist auch einfach sehr umfassend, vor allem kommt ja quasi jeden Tag was dazu! Aber ich finde deine Artikel bietet jetzt ein guten Rundumschlag zu Vampiren.

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Bild des Benutzers Wolfsblut

Danke, das hört man gern!^^

 

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Bild des Benutzers Lorin

toller artikel, du führst ja nicht nur eine ansichtsweiße auf, sondern mehrere. das ist sehr gut gemacht, nur amerika hast du falsch geschrieben, aber das war sicher keine absicht.

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Bild des Benutzers SveaKeena

Ich bin dir richtig dankbar, das du den Artikle aktualisiert hast. Er ist inzwischen saugut und ich hab ihn auch sogleich zu meinen Favouriten hinzugefügt.
Der Artikle ist jetzt einsame Spitze!

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Bild des Benutzers Green_Witch

Ich finde den Artikel ach echt spitze ;) 

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