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»Jenseits der Schatten« (engl. »Beyond the shadows«) ist der Abschlussband der Trilogie »Night Angel« von Brent Weeks. Mit ihr beendet der amerikanische Autor seine Bestseller-Bücher »Der Weg der Schatten« und »Am Rande der Schatten« um die Blutjungen Durzo Blint und Kylar Stern. Alle Bände schafften es auf die Spiegel-Bestseller Listen und machten Brent Weeks berühmt.
Gegenwärtig ist der erste Band einer neuen Trilogie in den Buchhandlungen erhältlich: Schwarzes Prisma – Lightbringer 1.
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Kylar Stern war der wahrscheinlich beste Assassine der Welt – bis er dem Töten für immer abschwor. Doch nun werden seine besonderen Talente wieder benötigt. Denn Kylars Heimat steht unter Belagerung, und die Hoffnung seiner Freunde ruht auf ihm genauso schwer wie das Vertrauen seines Königs. Ihm allein kann es jetzt noch gelingen, das Reich zu retten. Doch Kylars Plan ist selbstmörderisch und nahezu unmöglich durchzuführen – die Ermordung eines Gottes!
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Kylar ist gestorben und wurde vom Kakari zurückgeholt. Der alles entscheidende Kampf gegen Garoth Ursuul, den Gottkönig, konnte mithilfe von Vi gewonnen werden, auch wenn es viele Opfer gekostet hat. Kylar und Vi sind nach einer uralten Tradition verheiratet worden. Der Zwangzauber, den der Gottkönig auf Vi gelegt hatte, konnte nur durch eine innere Abkehr Vis von ihren Werten erfolgen und durch ihr Eingeständnis, dass sie Kylar liebt, ist dies gelungen und sie konnte Garoth Ursuul tötlicg verletzen. Kylar wusste von dieser Bindung nichts und versuchte selbst zurückzukehren und ging dafür einen Handel mit dem Wolf ein, dem Wächter der Unsterblichkeit. Außerdem verlor er seinen rechten Unterarm und muss zu aller letzt erfahren, dass beides umsonst gewesen ist.
Uly wird von Schwester Ariel in die Chantry gebracht und soll zur Schwester erzogen werden. Darian überlebte den Angriff von Khali auf Schreiende Winde und musste dafür seine Fähigkeiten im großen Maße einbüßen. Doch jetzt kann er sich endlich auf den Weg machen und seine Frau suchen. Dabei handelt es sich um Jenine Gyre, die angeblich verstorbene Frau von Logan. Der Thronanwerber Logan wird von Kylar gerettet und besiegt in einer großen Schlacht das Zauberwesen von Garoth Ursuul, wenn auch weil Vi den Gottkönig in dem Moment tötete, und sein Gefolge ruft ihn zum König. Logan lehnt jedoch aus vehementem Ehrgefühl ab.
All dies wird überschattet von der letzten großen Erkenntnis: Durzo Blint lebt!
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Kylar Blint trägt weiterhin die Welt auf seinen Schultern. Er ist von der Idee besessen, dass Logan auf den Thron gehoben werden muss und dazu gilt es Terah Graesin zu töten. Kein Problem für einen Blutjungen mit seinen Fähigkeiten, doch vorher muss er eigene Probleme lösen. Obwohl er Elene immer noch von ganzem Herzen liebt, ist die magische Verbindung mit Vi nicht aufzulösen und es verwirrt ihn zutiefst, wenn er plötzlich Sexträume von ihr hat. Weiterhin zeigt sich sein totgeglaubter Meister nicht bei ihm, sondern scheint immer ein paar Fäden mitzuspinnen, sodass endlich auch Vergeltung wieder zu Kylar zurückfindet. Zuletzt gilt es auch die Vereinbarung mit dem Wolf einzuhalten und das magische Schwert Curoch zu bekommen und in Ezras Wald zu werfen. Leider ist Lantano Garuwashi der jetzige Träger des Schwertes und der begabteste Schwertmeister überhaupt, sodass das Schwert nicht zu bekommen scheint.
Kylar ahnt in all seinem Treiben um die Ermordung einer Königin und der eigenen Probleme nicht, dass er bald endlich erfahren wird, was in dem unleserlichen Brief gestanden hat, dem Durzo ihm hinterlies und wie groß der Preis für Kylars Unsterblichkeit wirklich ist...
Sein Gabe hat Dorian auf gewisse Zeitdauer vernichtet und weiß nichts mehr aus seinen früheren Prophezeihungen. Nur das Wissen um eine Ehefrau, seine Ehefrau, ist ihm geblieben und deshalb wendet er sich Khalidor zu, der Stadt seines Vaters. Als Eunuch nimmt er Arbeit in der Festung auf und putzt über Monate die Nachttöpfe der Konkubinen des Gottkönigs. Bis er schließlich erfährt, dass Jenine Gyre in einem Turm gefangen gehalten wird und er in ihr seine Zukünftige erkennt. Kurz bevor sein Plan für ihre gemeinsame Rettung in die Tat umgesetzt werden kann, erreicht Khalidor die Nachricht vom Tode des Gottkönigs und ein Kampf um die Nachfolge bricht aus. Dorian versucht die Flucht dennoch zu meistern, doch sieht er sich plötzlich einem seiner Brüder gegenüber und muss ihn töten. Eine Flucht erscheint danach aussichtlos und so tut er das einzig mögliche: Er tritt die Thronfolge selbst an. Danach orientiert er sich über Monate in seinem neuen Amt und versucht Neuerungen durchzusetzen.
Solon kehrt nach seinem Kampf um Schreiende Winde in seine Heimat zurück. Die Hauptstadt Hokkai des Inselreiches ist sein Ziel und besonders die Kaiserin Kaede, seine alte Geliebte, die er verlassen musste. Doch kaum ist er angekommen werden ihm Fesseln angelegt und Kaede eröffnet ihm, dass sein Bruder die Herrschaft übernahm und alles zerstört hat. Er hat die Staatskassen geplündert, Edelleute ermordert und schwerste Tyrannei verübt. Kaiserin Kaede muss diese Lücken füllen und hoffte bis zuletzt, dass Solon zurückkehren würde, was er nie tat. Sie hoffte, dass eine Nachricht kommen würde, doch die kam nie. Solon wusste von all diesem Treiben nichts und seine zahlreichen Briefe wurden von Kaedes Mutter abgefangen. Jetzt droht ihm der Tod und die Kaiserin wird bald wieder heiraten. Solon ist verzweifelt, denn auch er hatte Hoffnung. Die Hoffnung auf Vergebung und sogar auf Liebe. Ein letzter Lichtblick öffnet sich, doch der Putsch auf die Herrschaft von Sith ist nicht wirklich gewünscht und Solon muss seine Kaede retten ...
Jeder befasst sich mit seinen eigenen Problemen und Schwierigkeiten, doch genau diese internen Streitigkeiten um die verschiedenen Nachfolgeämter der einzelnen Königreiche macht jedes Land für sich blind für die Intrigen von Neph Dada, der eine eigene Herrschaft aufbauen und dafür die uralten Mächte von vergangen Zauberern (Jensin und Esra) brechen will. Denn die beiden Erzmagier hinterließen in der sogenannten Todeszone, wo 1.000.000 untote Kruls liegen und auf ihre erneute Auferstehung hoffen. Mithilfe von 200 Vürdmeistern und dem vorletzten Ursuul Tenser bricht er auf, um diese Armee zu erwecken und seinen Feinden entgegenzuwerfen, die sich aber vorerst gegenseitig bekämpfen sollen...
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Der Schreibstil von Brent Weeks ist sehr fließend und leicht zu lesen. Dennoch sollte hier noch erwähnt sein, dass er sich nicht scheut, von der gängigen Literatursprache abzuweichen und vulgäre Ausdrucksweisen aus der Mundart einzuflechten. Ich persönlich finde, dass dies aber sehr gezielt erfolgt und Figuren teilweise bestimmte Charakterzüge verpasst bzw. die Geschichte ein bisschen aus ihrer Entferntheit zum Leser reißt, da es sich um gängige Begriffe handelt. Sie mögen im Fachdeutsch nicht auftauchen, sind aber dennoch in jedem mentalen Lexikon vertreten.
Die Trilogie umfasst im Deutschen etwa 2000 Seiten und weist – wie bei Fantasy-Romanen üblich – zahlreiche magische Besonderheiten, Begriffe und Titel auf, die ich hier nicht alle einzeln erklären kann. Ich werde versuchen, dass hierfür ein eigener Artikel entsteht, der dies in Ansätzen zu leisten vermag: Hier (Noch nicht geschrieben).
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Brent Weeks lässt sich dieses Mal sehr viel Zeit, um die Geschehnisse und Entwicklungen seiner verschiedenen Figuren aufzubauen und deutlich zu machen. Wer die drei Bände kurz hintereinander gelesen hat, der wird vermutlich etwas weniger bemerken, welchen Werdegang Logan, Kylar, Elene und auch Viridiana durchgemacht haben, bis sie nun an dem Endpunkt von Band 3 angekommen sind. Die Trilogie umfasst dadurch eine Zeitspanne von zehn Jahren und ich muss sagen, dass ich sie wunderbar fand. Die Geschichte um den Blutjungen Kylar hat mich in keiner Sekunde gelangweilt und auch die Geschehnisse in der Welt Midcyru sind durch die einzelnen Charaktere so nachvollziehbar dargestellt, dass ich begeistert bin. Brent Weeks hat ja leider das etwas unangenehme Talent, dass er extrem viele Charakter in seiner Geschichte erschaffen hat und diese alle die Welt ungemein bereichert haben. Alle waren liebevoll gestaltet und machten das Gesamtbild harmonisch. Vielleicht soviel als kleiner Abschied von dieser Trilogie und jetzt noch ein bisschen zu Band 3 direkt.
Er ist wieder auf vielen Ebenen äußerst gelungen. Wie oben schon erwähnt liegt dieses Mal zuerst der Fokus auf der Darstellung der Charaktere und wie sie sich nach der Invasion um den Gottkönig Garoth zurechtfinden. Danach lässt Weeks einen ungemein spannenden Endkampf folgen, bei dem dann alle Parteien ihre Finger im Spiel haben und auch die »wichtigsten« Figuren aufeinandertreffen werden. Ich habe mir viele Male an den Kopf gefasst, wenn ich mehr wusste als die Charaktere und ihr Unheil erahnen konnte. Wenn ich Dinge über Durzo Blint oder Kylar Stern erfahren habe, die ich so nicht erwartet hatte. Oder wenn die Wendung der Geschichte ganz plötzlich eine völlige Kehrtwende macht.
Ich kann auch nach der Lektüre des dritten Bandes nur Lob aussprechen und jedem raten diese Trilogie mal zu lesen. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und finde es ungemein schade, dass ich jetzt vllt nichts mehr um Kylar und Durzo hören darf.
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Ein weiteres mal hat blutreiter bewiesen dass er nicht nur Geschmack hat bei der Auswahl seiner Bücher sondern auch bei der vormulierung und Strukturierung eines Textes. Applaus und Lob von meiner Seite
Ausführlich und gut strukturiert - toll!
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