Ich denke, in dem Buch können eigentlich drei Arten von Vorfällen unterschieden werden: 

1. Die ziemlich offensichtlich gefälschten, von denen man aber trotzdem nicht weiß, wie sie arrangiert worden sind (wie den Messias)

2. Die kleinen Wunder, die Hesters Vater Seamus zu wirken weiß (und von deren Echtheit man eher überzeugt ist)

3. Die Morde, denen ein übernatürlicher Hauch verliehen worden ist.

Zu 1. habe ich oben schon gesagt, dass ich ein bisschen mehr Vermutungen-frei-für-den Leser-lassen mir gewünscht hätte. Und dass da jemand der so rational denkt wie Hester, auf Hypnose kommt, finde ich ziemlich abwegig. Aber das Hypnose-Aufheben durch Sarah d´Albis, die Protagonistin aus Isaus "Die Dunklen" war ziemlich cleverer Schachzug, fand ich.

Zu 3. Das fand ich auch ein bisschen an den Haaren herbeigezogen mit fliegendem kleinen Hubschrauber und Lasergeräten (erinnert mich fast ein bisschen an Franz Schätzings Lautlos, da kommt auch schon so eine "moderne" Laserwaffentechnik vor). Und war natürlich klar, dass der Medienmogul dahintersteckt, fand ich (auch wenn ich über die Zusammensetzung seiner Komplizen etwas überrascht war).

Das Ende fand ich eigentlich am spannendsten, den Anfang eher schleppend.
 

Die Idee und der Klappentext des Buches gefielen mir sehr gut. Auch die Leseprobe konnte mich überzeugen. Leider war sie etwas zu kurz und endete an der spannendsten Stelle. Ich wüsste sehr gerne, wie es weitergeht. Der Schreistil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Auch die Charaktere werden sehr gut beschrieben, so dass man noch leichter in die Geschichte hineinfindet.Auch das Cover gefällt mir sehr gut.  

Das "Wunder", das vom Kreuz herabgestiegenen Jesus, gibt dem Leser Rätsel auf. Ist dieses Buch nun ein realistischer Thriller mit einem ausgekochten Betrüger, oder ein geschichtlich-historischer Mystik-Roman im modernen Stil? Spannend und mitreißend erzählt ist es auf jeden Fall! Ansatzweise wird auch schon wieder einmal das skrupellose Vorgehen der katholischen Kirche, die ihre Interessen gewahrt sehen will, thematisiert. Doch in diese packende Handlung integriert, wirkt das nicht abgestanden und wieder aufgewärmt, sondern im Zusammenhang passend. Isau ist ein Garant für intelligent gemachte, spannende Unterhaltung.

Diesem Thema mit Witz zu begegnen ist mal eine ganz andere Art von Literatur und bestimmt nicht schlecht gemacht. Leider ist die Leseprobe etwas zu kurz um es richtig bewerten zu können, da ich von diesem Autor bisher noch keines gelesen habe und mich in seine Schreibweise nicht richtig integrieren kann. Aber vom Groben her scheint dies wirklich ein gelungener Roman zu sein.

 
Die Leseprobe war leider etwas kurz und wurde am Anfang von der vielen Beschreibung langweilig. Aber dann dieses Getöse in der Kirche und der Messias liegt vor dem Altar wie tot und bittet um Hilfe auf hebräisch. Das ist schon nicht schlecht. Vielleicht kommt doch noch etwas mehr Spannung auf, wenn man das Buch liest.

Jesus lebt- und zwar fällt er im beschaulichen Irland vom Kreuz und erstaunt die Menschen dort. Ein fragwürdiges Buchthema- doch brilliant von Ralf Isau umgesetzt- mit Witz, viel Sinn fürs Detail, tollen Charakteren!
Mehr von Ralf Isau, der Mann liegt mit seinen Büchern immer goldrichtig!

Ein kleines Dorf in Irland mit skurrilen Gestalten, vorne weg der 103jährige Seamus Whelan, das ist der Schauplatz von Ralf Isaus Roman "Messias". In diesem kleinen beschaulichen Dörfchen steigt eines Tages der Sohn Gottes von seinem Kreuz herab, und fällt Seamus dabei fast vor die Füße, der gerade dabei ist das Inventar der dörflichen Kirche instand zu setzen. Der Messias wird ins Krankenhaus gebracht, wo seine Stigmata versorgt werden, und er nach einiger Zeit anfängt Bibelzitate auf Hebräisch herunterzubeten. Aber gibt es wirklich Wunder? Was ist dran an dem Messias von Graig? Der Vatikan beauftragt Bruder Hester McAteer damit, dem Wunder nachzugehen. Doch McAteer trifft in Graig nicht nur auf den angeblichen Messias, sondern auch auf seine Vergangenheit - seinen Vater und seine große Liebe, die er einst für die Kirche verlassen hat. Messias liest sich wie ein Thriller mit fantastischem Einschlag. Isau selbst bezeichnet seine Werke als Phantagone, Romane, deren Genrezugehörigkeit für jeden Einzelnen anders zu bewerten ist. Diese Beschreibung trifft den Nagel auf den Kopf, Isaus Werk lässt sich wirklich schlecht in eine Schublade packen. Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen, auch wenn die Spannung nicht von Anfang bis zum Ende gehalten hat. Das ganze liest sich wie eine Mischung aus kirchlicher Geschichte und religiösem Krimi. Die Geschichte ist gut recherchiert und die skurrilen Personen wachsen einem teilweise richtig ans Herz im Laufe des Romans. Ralf Isau hat mit "Messias" einen Roman geschrieben, der viele Fans finden dürfte, sowohl unter Lesern von Thrillern, Familiensagen und Fantasy. Und die Frage, ob es Wunder wirklich gibt, muss jeder für sich selbst beantworten ;o)

Wunder gibt es immer wieder....
Und warum sollte nicht auch der Messias wieder unter uns weilen?
Von der Idee her finde ich die Geschichte gut. Die literarische Umsetzung ist mir zu plump.
Da gibt es aufeinmal ein Getöse in der Kirche und der Messias steht wieder auf in einer Kirche in Irland dadurch, dass er sich von einem silbernen Kreuz "löst", kurz durch die Luft schwebt und dann als nackte halbe Leiche vor´m Altar in der Kreuzigungsposition liegt... Naja... Ich denke, dass es da bestimmt eine bessere Umsetzung gibt.

Ein wirklich spannendes Buch!
Sämtliche Figuren dieses Thrillers werden größtenteils als recht originelle Charaktere beschrieben. Das finde ich generell bei Romanen wichtig, ich mag keine farblosen Hauptdarsteller.
Vom Schreibstil her ist das Buch schön flüssig zu lesen. Erst ziemlich spät merkte ich beim Lesen, dass es schon frühere Romane des Autors gibt, auf die sich einige Passagen dieses Buches beziehen. Es wird aber alles so gut erklärt und die entsprechenden Personen vorgestellt, das mir "nichts fehlte".
Sehr gut hat mir der Schauplatz gefallen. Bei dem Titel dachte ich zuerst an eine Handlung in päpstlicher oder allgemein mehr klerikaler Umgebung im Vatikan oder so. Die familiäre Atmosphäre in dem irischem Kaff macht einen besonderen Reiz aus und gibt den eigenwilligen Charakteren ihren Rahmen.
Die Spannung der Handlung steigert sich nicht wirklich, bleibt aber bis zum Ende erhalten. Wenn ich ganz ehrlich bin, dachte ich bis kurz vor Schluß der Geschichte nicht, dass alle Unklarheiten aufgelöst werden können. Der Autor hat aber wohl doch an alles gedacht, es bleiben keine Fragen offen.
Einziger Punkt, der mich so ein bisschen stört: die Geschichte mit der Prophezeiung, war die wirklich nötig?
Ein spannendes und faszinierendes Buch, das ich jedem empfehlen kann.
 

Ein blutender nackter Mann der Hebräisch spricht. Ist es Jesus??oder der Antichrist??ist es eine verschwörung??will jemand die Kirche stürtzen???: Man wird ihn ein wechselbad der Gefühle geschicht, denn was ist schein und was ist sein!!.Gibt es Wunder?? und ist dies ein Wunder??Was ist man selber bereit zu glauben und wie weit geht man für seine Überzeugungen. ??Ein sehr spannender , interessanter und wundersamer Thriller

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