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Abercrombie, Joe: Feuerklingen

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Feuerklingen
 
 
Der englische Titel lautet „Before they are hanged“ und erschien 2007 als zweiter Band der First Law Trilogie von Joe Abercrombie.
 
Das Feuer entzünden...
 
Nachdem Kriegsklingen völlig offen und, wie es schien, noch ziemlich orientierungslos aufhört, beginnt Feuerklingen kompromisslos. Der Krieg um Angland hat begonnen – und zwar mit reichlich Verlusten auf Seiten der Union. Bethod hat zum ersten Mal beweisen dürfen, wozu seine immer wieder wechselnde, aber beständig hinterhältige Kriegsführung fähig ist. Die Union schafft es kaum genügend Soldaten übers Meer nachzuziehen, um nicht schon vorzeitig ein leichtes Opfer für den rücksichtslosen Häuptling zu werden. Die Gruppe um Rudd Dreibaum erkennt ebenso schnell, dass die Unionisten mit ihrer momentanen Arroganz und Kriegsstrategie keine Chance haben werden, gegen Bethod zu bestehen – egal wie viele es von ihnen geben mag. Doch ihre Ersuche sich der Union als beratende Krieger zur Verfügung zu stellen werden arrogant – wie auch sonst? - abgelehnt. Keine Antwort, die sich ein Rudd Dreibaum gefallen lassen kann. Das aber nicht alle Unionssoldaten von Hochmut geblendet sind, lässt einen als Leser nicht zur Seite Bethods überlaufen. Man weiß nur nicht so recht, ob man überhaupt einer der beiden Seite Sympathien schenken sollte...
 
Weit weg vom nebligen und nasskalten Norden bezieht Sand dan Glokta die Stadt Dagoska mit seinen Vollmachten als Superior. Der vorherige Superior der Stadt verschwand spurlos – eine Begebenheit, die Glokta aufklären soll. Desweiteren soll er die Stadt gegen die Gurkhisen halten und die Machenschaften des Stadtrates so beeinflussen, dass sie der Union zu Gute kommen – oder aber unterbunden werden.
Ihn begleitet man von nun an per Gedanken und Handlungen seinerseits – wie es für den Buchpart um Glokta typisch ist. Abercrombie meint, dass die Figur Glokta ihm selbst am nächsten kommen würde – was man vor allem an der unverblümten und direkten Denkweise Gloktas zu lesen bekommt. Er ist kein großer Spieler, muss aber dennoch lernen eigene Regeln aufzustellen und Figuren zur rechten Zeit zu rücken, denn seine Feinde lagern nicht nur vor den Stadtmauern. Die Reichen sind nicht umsonst reich geworden und es auch geblieben. Eine Weltordnung, die genau so kompromisslos aufgegriffen wird, wie der Anfang des Buches – es geht über Leichen und Hinterhältigkeit zur Machtposition. So muss Glokta den Stadtrat unter seine Kontrolle bringen, was nicht einfach ist. Er braucht Geld, um die Stadt zu befestigen und Söldner zu erkaufen, die sich gegen die Gurkhisen stellen. Sein Söldnerheer wird befehligt von Nicomo Cosca – bekannter Glücksritter und Trunkenbold, ausserdem der wohl gefürchtetste Söldnergeneral der „First Law“ Welt – nicht nur für seine Feinde. Vor allem nicht für seine Feinde. Denn es ist immer derjenige sein Feind, der zu wenig Geld besitzt – und wer sein Angebot nicht rechtzeitig erhöht. So kommt es nicht selten vor, dass er noch während der Kämpfe die Seiten wechselt. Ein weiteres Sinnbild für Abercrombies immer wiederkehrende Philosphie, niemandem zu vertrauen.
Glokta hat alle Hände voll zu tun – vor allem aber mit jeder Treppenstufe, die es in Dagoska zu Hunderten gibt. Er bleibt schließlich der gleiche Krüppel, der aus gurkhisischer Kriegsgefangenschaft heimkehrte und auch moralisch stark verstümmelt wurde. Eine Grundvorraussetzung um seinen Vorhaben nicht ganz hoffnungslos gegenüber zu stehen...
 
Die Gesellschaft um Bayaz und Logen Neunfinger beginnt sich auf ihrer Reise zu langweilen. Schlimmer noch – das Misstrauen untereinander lässt die Gruppe noch spröder werden, als sie es von Anfang an gewesen ist. Jezal dan Luthar bleibt ein hochnäsiger und aufgeblasener Trottel, Ferro bleibt sich selbst treu und lässt keinerlei Vertrauen zu den anderen in ihr aufkeimen und Bruder Langfuss redet weiterhin nervtötend von seinen großen Taten, die jedoch keine Bilder von sich projizieren, sondern nur wie Langfuss mit einem Knebel im Mund an einem Baum aufgehängt wird, an dem er hilflos zappeln kann. Er erinnert an den Barde Troubadix.
Man könnte also meinen, dass die Gruppe sich nach geraumer Zeit einfach auflösen wird. Doch der Leser nicht mit Logen Neunfinger gerechnet. Logen sieht in der Gruppe eine Herausforderung – an sich selbst. Er beginnt kleine, engere Bande mit den einzelnen Leuten zu schmieden und hält die Gruppe damit mehr und mehr zusammen. Ihm ist selbst klar, wie viel Mühe dies bedeuten wird. Doch wie sein Vater schon sagte, man überquert die Berge nicht an einem Tag.
Seine Arbeit unter den Charakteren ähnelt seiner Bedeutung für das gesamte Buch – aus der Sicht des Lesers. Denn Logen ist definitiv ein Protagonist, auf dessen Schultern eine Geschichte einen sicheren Platz findet, um weit getragen zu werden. Der Weg durch die Steppe ist weit – doch Logen bringt die Geschichte wie ein fusslahmes Kind sicher voran. Nun, sicher im ursprünglichen Sinne nun auch wieder nicht, denn er hat nicht umsonst seinen zweiten Namen bekommen. Der Blutige Neuner ist sein zweites Ich, das sich immer dann Bahn bricht, wenn es in den Kampf um Leben und Tod geht. Man wird den Blutigen Neuner in Feuerklingen kennenlernen. Ausführlich genug...
 
Das Feuer nähren...
 
In Angland entscheidet sich die Union dazu, aus ihrer Kraft zwei Armeen zu stellen. Eine geführt von Prinz Ladisla, welche eher einer Bauernarmee gleichkommt – voller Männer, die an einer Mistgabel ausgebildet sind – und eine zweite Armee, die Bethod mit der vollen Pracht und Schlagkraft der Union entgegentreten soll. Nachdem es die Gruppe um Rudd Dreibaum doch noch in die Reihen der Union geschafft hat (unter Ladislas Kommando), verwundert es nicht, dass sie recht zielsicher den Untergang mindestens einer der Armeen vorhersagen können – nämlich ihrer. Ladisla ist ein überheblicher Narr, der lieber auf das hätte hören sollen was Collem West ihm unmittelbar versucht einzubleuen, als immer West´s vergangene Taten zu rühmen und nach eigenem Ruhm zu gieren.
Aufgerieben und auf der Flucht versuchen sich die überlebenden Protagonisten zur stärkeren Armee durchzuschlagen. Doch der Weg fordert Verluste und bringt neue Namen hervor. So auch den nordischen Namen von Collem West, welcher nur durch Taten erworben werden kann. Was ihn zu Wildzorn macht, sollte man selbst gelesen haben – es ist nicht der erste Auftritt, der ihn für den Leser sympathisch macht.
Dass Bethod mit allen Mitteln kämpft wird immer deutlicher und so überrascht einen sein Pakt mit den Schanka kaum noch – was aber nicht heißt, es wäre unspannend über Bethods Heer zu lesen. Schließlich gibt es noch einen unbesiegbaren Krieger und eine Hexe in dessen Reihen...
 
Gloktas Auftrag in Dagoska eilt seinem Ende entgegen und kann nur mit dem Fall der Stadt beschlossen werden – die gurkhisische Übermacht hat nie einen anderen Abschluss vermuten lassen. Es ging nur darum, sie so lang wie möglich aufzuhalten. Glokta wird die Stadt mit dem Gefühl des Versagens verlassen – und mit Angst. Angst vor der Reaktion des Erzlektors Sult, den er seines Erachtens nach enttäuscht hat und das, wo Sult doch ein Mann ist, den man niemals enttäuschen sollte. Doch Gloktas schwarze Weltsicht wird nach seiner Rückkehr für einen Moment durcheinander gebracht – Sult lobt ihn in höchsten Tönen. Wie er es nach und nach vollbringt diesen Lobpreisungen wieder verächtliche Vorwürfe der Impertinenz abzuringen, kann nur als unterhaltsam beschrieben werden. Glokta ist ein Krüppel, der jeder Szene seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt - und seine Stempelarbeit ist gefragt. Sult lässt ihm in Adua keine Erholung und schickt ihn in einen Konkurrenzkampf mit Superior Goyle. Ein Kampf, der vor allem auf Rückendeckung bedacht ist...
 
Narben verändern Menschen, da sie die Erinnerung an die Vergangenheit nie weit davon treiben lassen. Eine Erkenntnis, die Jezal dan Luthar machen muss, um endlich von seinem zu hohen Ross herabzusteigen.
Die Gruppe musste das erste Mal zusammen kämpfen und zeugt schon damit von Logens Erfolg, sie zur Kooperation gebracht zu haben. Doch auf einen Kampf folgt stets eine neuer. Wieder sind es die Schanka, die ihren Weg kreuzen und das Ende ihrer Reise will nicht näher rücken. Dem Leser wird jedoch nicht müde dem zu folgen. Logens Rolle im Buch wird mit jeder Seite fester und der Leser giert förmlich nach weitern Einschüben - wenn man bedenkt, wie lange man auf einen Auftritt des Blutigen Neuners gewartet hat, wie überzeugend er kam und wie überraschend schnell Abercrombie den Sprung vom Gemetzel zum Liebesakt schafft – auch wenn sich diese Dinge in wenigen speziellen Fällen kaum unterscheiden mögen - so kann man nur von gut unterhaltener Kurzweil sprechen. Liebesakt und Schlacht unterscheiden sich kaum, in einem jedoch ganz klar – Abercrombie versteht es nur dort Humor aufkommen zu lassen, wo er auch angebracht ist. Ein Gemetzel sollte nie lustig wirken – und ist es auch nicht. Doch manche Leidenschaft mit Feuer zu vergleichen, kann doch weit daneben gehen. Im Falle von Logen und Ferro gleicht sie eher einer schizophrenen Laune der Natur. Von Liebe sollte man nicht sprechen – ein Begriff der in der First Law Welt sowieso eher gleichzusetzen ist mit Vertrauen – er ist unglaubwürdig. Da beide gleichermaßen realitätsbewusst sind, geben sie sich diesem Begriff nie hin...
 
Das Feuer ersticken...
 
 
Feuerklingen ist nicht nur ein würdiger Nachfolger von Kriegsklingen, er ist viel mehr sein großer Bruder. Man bekommt die Zusammenhänge der Welt klarer vor Augen geführt und beginnt sich mehr und mehr in die Welt und in die Charaktere hineinzudenken. Hat man im ersten Teil zwar schon Tuchfühlung aufnehmen können, unter Vorbehalten, da man ja nicht wusste wohin was geht, so hat man schon zu Beginn des Buches das Gefühl, die Vorsicht fahren lassen zu können. Es ist zweifelsohne interessant, wie leichtfüßig Abercrombie neue Charaktere einfügen kann, ohne sie wie ein Ergänzungsmittel wirken zu lassen. Sie sind auch weiterhin stichhaltig, glaubwürdig und notwendig um die Geschichte in ihrer Gesamtheit zu stützen. Doch wo Feuer ersticken, dort lauert auch Tod. Bei Abercrombies überaus unromantischer Schreibweise ist es kaum zu erwarten, dass alle Protagonisten und mit Sympathie gelesene Nebencharaktere auch die letzte Seite dieses Buches erleben werden.
Wieder sind es etwa 800 Seiten, die das Buch umfasst und nun weiß man auch so langsam, wohin der Weg führen wird – doch um sich nicht zu sicher zu fühlen, setzt der Autor der Reisegruppe ein eher enttäuschendes Ende. Verzögerungstaktik, um ein drittes Buch sinnvoll zu machen?
Wohl kaum. Er hält sich nur strikt an seiner eigenen Idee fest, der Geschichte nie die Nahrung ausgehen zu lassen – und das schafft man manchmal, in dem man ein entzündetes Nebenfeuer ausbrennen lässt. Feuerklingen wird einen nicht lang zögern lassen, sondern den eigenen Weg in Gedanken klar aufzeigen, so bald man die letzte Seite umgeblättert hat. Das nächste Ziel heißt Königsklingen und die Erwartungen an dieses Buch haben sich mit Vorfreude verbunden.
Aber eines ist sicher. Man überquert die Berge nicht an einem Tag....
 

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Free Tags: Barbaren, First Law, Joe Abercrombie, Welt der Klingen

Diskussionen

Diskussionsbeiträge

Hi!
Ohohoh... zu Nahe treten will ich wirklich niemanden, in meinen eigenen Artikel gibt es ja auch Fehler, auf die mich ich glaube Blutreiter und andere hingewisen haben. Für die selbst geschrieben Sachen ist man häufig blind.
Und was das mit den Feuer/ Flammen angeht: Auf das Wort an sich habe ich gar nicht geachtet, es ging mir um die Kontinuität: Erst hast du "DAS Feuer etc" geschreiebn und dann im letzten Absatz "DIE Feuer". Aber es können ja auch mehrere Buschbrände im Gang gewesen sein.
 
Neue Rechtschreibung: Ja, ich glaube Sachen wie zB drankriegen kann man jetzt auch auseinander schreiben (was mE aber komisch aussieht), aber diese ganzen "zu" Sachen (etwas ist umzuschreiben) müssen weiterhin zusammenstehen (das könnte man auch trennen...).
Ich bin ein absoluter Verfechter des "alten" Modells: Sprache entwickelt sich und sollte nicht von "oben" aufgezwungen werden. Ich schreibe auch immer noch Ski, Delphin und gelegentlich auch Elephant, (hatte auch Latein und Griechisch). Und bei "Foto"synthese sehe ich absolut rot! Ich finde, sowas tut richtig weh...
 
Halbsätze... leidiges Thema. Es gibt welche, die können einzeln stehen, Zb wenn sich der ganze Halbsatz auf den vorherigen Satz bezieht, wenn der vorherige Satz sozusagen das Substantiv ist. Aber 2 Halbsätze hintereinander sollten nicht sein. Aber wie du selbst auch sagst, solche Sachen machen auch den persönlichen Stil aus. Ich selbst gehe immer so vor: Lies es halblaut vor dich hin und wenn es sich komisch anhört, mach besser einen Vollsatz draus. Das hört sich jetzt wahrscheinlich komisch an, hängt meiner Meinung nach aber mit der Satzmelodie zusammen: Normalerweise ist das erste Wort eines Satzes eine Art Auftakt, das zweite und dritte wird stärker betont und höher gesprochen und danach sinkt die Stimme wieder ab. Wenn das beim Vorlesen nicht "automatisch" passiert und beim normalen Lesefluss die Stimme beim Satzende immer noch oben ist, stimmt was nicht.
Du kannst natürlich bei meinen Artikeln auch kritteln, meckern, motzen wie du willst ;).
-------------------------------------------------------------------------------------------- Vor fünfhundert Jahren wussten wir, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir: sie ist kugelförmig. Stell dir vor, was wir in 500 Jahren wissen werden! -

bist du bei mir bestimmt noch nicht. aber man weiß, wenn man von dir nen diskussionsbeitrag hat, dass es sich nur um makel handeln kann! :P
aber ... das ist auch nicht ganz richtig. ich glaub es gibt schon 2 oder 3 artikel die du ohne zu bemängeln hast so stehen lassen... was ja wohl aber nicht an dir, sondern an deren verfasser liegt.
was ich mir hier mal wieder alles geleistet hab.. hm, mir kommts so vor als wirds immer mehr. egal! bin immer noch nicht ganz unzufrieden.. ich muss dich nur schon wieder bei einem deiner kritikpunkte hinterfragen...was ist denn mit "das feuer ersticken" ??? ich glaub da hast du dich irgendwie verlesen, und hast gedacht dort steht flammen, oder? aber es ist wie mit der trilogie... dein retuchierungsvorschlag entspricht der vorlage. ;)
im ersten entwurf hatte ich dort allerdings tatsächlich flammen stehen, war mir dann aber meiner rhetorischen brillianz derartig bewusst, dass ich das flux in feuer umgeändert hab, um keinen stilbruch zu begehen... ;P
anmerkung noch zu deiner frage wegen langfuss: ich habe ihn mit troubadix (verdammtes o) verglichen, welcher ebenfalls gern an einen baum gehängt wurde, um dort mit knebel im mund und gefesselt keine weiteren töne von sich zu geben, als ersticktes gerede. dieses bild stellt man sich nun mit langfuss vor und tataaa.. schon hat man die bedeutung meiner worte. aber der satz kam mir schon beim schreiben nicht astrein und verständlich vor... naja, muss mich noch mal dran machen. bald.
übrigens lieb ich meine halbsätze. du zerhackst sie mir immer mächtig mit der zensierenden klinge. mal sehen wer aus diesem kampf mit mehr wunden hervorgehen wird.... :P
ähm... und danke für die bauchpinselung, ich werd mich bemühen noch den ein oder anderen artikel zu abercrombie folgen zu lassen. 2 bücher gibts momentan noch, und die figuren - die ein oder andere - könnten wohl auch noch nen artikel vertragen. mal schauen wie schnell ich das zu stande bekomme. ansonsten hab ich noch immer den plan aus dem jeweils letzten satz jedes artikels etwas zu basteln... naja, gebt mir ein bisschen zeit, dann wird das. die woche wirds wohl nix mehr, ich werde schon bald in vorfreude auf ein rammstein konzert am freitag geistig dahinköcheln... :P
so, genug geplappert. ich mach mich an die arbeit...
 
edit: noch was, was mir gerade noch eingefallen ist.. wie ist das mit der "neuen" rechtschreibung? ... konnte man da nicht allemöglichen dinge zusammen und auseinander schreiben? da bin ich mir nämlich nie so ganz sicher was richtiger wäre...
 
Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Zielen, anlegen uuuuund-
Feuer! Nein ernsthaft, ich hoffe ich werde hier nicht der Buhmann vom Dienst. ;). Oder Buhfrau.
Verlusten auf Seiten den Union.--> der Union.
erkennt eben so schnell--> ebenso;
Antwort die sich ein Rudd--> Antwort Komma die
lässt einen, als Leser, nicht zur--> beide Kommata weg
Stadt Dagoska, mit seinen-- Komma weg
Glücksritter und Trunkenbold. Ausserdem--> Trunkenbold, außerdem. Das zweite kann nicht als eigener Satz stehenbleiben, hat kein Prädikat.
Kriegsgefangenschaft heimgekehrte--> heimkehrte oder heimgekehrt ist
beginnt sich auf ihrere--> ihrer
von sich projiezieren--> projizieren, aber da musste ich auch erst mal suchen
Bilder von sich projiezieren, sondern nur wie Langfuss mit einem Knebel im Mund an einem Baum aufgehängt wird,--> der Satz ist irgendwie unverständlich. Meinst du, dass Langfuss von den anderen an einem Baum aufgehängt wird?
den Barde Trubadix--> Troubadix
Man könnte also meinen, dass die Gruppe sich nach geraumer Zeit einfach auflösen wird. Doch der hat nicht mit Logen Neunfinger gerechnet.--> Das "der" im zweiten Satz ist falsch, da "der" nicht auf man verweisen kann. Ich würde es so in der Art machen: WWer also meint, dass sich die Gruppe.... wird, der hat nicht mit Logan ...; oder einfach nach der ein "Leser" einfügen.
voller Männer die an einer--> Männer Komma die
stärkeren Armee durch zu schlagen-->durchzuschlagen
Das Bethod mit allen--> Dass; das "dass" beszieht sich nicht auf einen gegenstand. Einfacher Trick: wenn man "das" durch dieses, jenes oder welches ersetzen kann mit einem s, sonst mit 2
zu lesen. Gibt es schließlich--> es gibt schließlich oder schließlich gibt es
hohen Ross herab zu steigen--> herabzusteigen
sie zur Koorperation--> Kooperation
es die Schanka die ihren--> Schanka Komma die
Was es dem Leser aber keinesfalls lang erscheinen lässt--> In sich nicht stimmig. Was es dem... worauf bezieht sich das es? Vielleicht: Dem Leser erscheint es aber keinesfalls lang oder Was dem Leser allerdings keinesfalls lang erscheint. Mir wurde bloß eingebleut, das Wörter wie "was" oder "tuen" besser zu vermeiden sind.
Nur in einem ganz klar--> Nur eins ist ganz klar, doch ich würde das nur auch noch weglassen, dann wird das eins noch stärker betont
Die Feuer ersticken...--> ist völlig okay, aber vorher hast du "das Feuer entfachen, das Feuer nähren geschrieben, da würde ich jetzt bei "das Feuer" bleiben

Geschichte in ihrere--> ihrer
800 Seiten die das Buch umfasst--> Seiten Komma die
 
Deine Artikel gefallen mir sehr gut. Du hast einen etwas eigenwilligen Satzbau, der grammatikalisch vielleicht nicht immer ganz korrekt ist, aber Sprache und Schrift leben schließlich durch Benutzung und verändertnsich auch, genauso wie sie wachsen und neue Äste treiben. Insofern: Hut ab, deine Texte sind sehr interessant zu lesen und du hast einen eigenen, unverwechselbaren Stil. Bereichere uns mit weiteren ;).
 
 
 
-------------------------------------------------------------------------------------------- Vor fünfhundert Jahren wussten wir, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir: sie ist kugelförmig. Stell dir vor, was wir in 500 Jahren wissen werden! -

Okay vllt war es auch schon zu spät und ich habe Dinge gelesen, die nicht da waren. Ich hatte nur gemeint, dass du deine Kommentare sehr gut einbaust, weil man sie zwischendurch beinahe unbewusst annimmt ohne näher darüber nachzudenken. Aber ich glaube wir ignorieren diesen Kommentar einfach und beschränken uns auf das anfängliche Lob und das bibbern ;PPP

aus angst vor einem ellenlangen eintrag von nazena hab ich gleich selbst noch mal drüber geschaut und mich gefragt, was ich nachts bis kurz vor 3 eigentlich getrieben hab.... dann hab ich mich erinnert, und mir gedacht, das ich womöglich doch mal zu anderen zeiten schreiben sollte, als wenn die hälfte der menschheit mit der fresse im bett liegt... jetzt bin ich gespannt wie mies ich wirklich bin oder wie betriebsblind, und was nazena nun noch so alles finden wird. vermutlich nicht zu wenig.
was den satzbau angeht: der ist, mit verlaub, mein größtes augenmerk und meine individuellste eigenkreation - mein erkennungsmerkmal! warum auch immer, aber so schreib ich einfach. und ich find das... toll. klingt halt nicht so wie alle schreiben, auch wenn man hier und da mal ein bisschen die stirn zusammenkräuselt und sich sagt "nee, das stand jetzt nicht da, oder?" ...
 
naja, aber ich bin erstmal ermutigt meine arbeit daran fort zu setzen. königsklingen schaff ich heute abend nicht mehr... hab morgen, viel zu früh, ne verabredung, und da kann ich mich jetzt nicht noch mal bis 3 oder 4 wachhalten... wäre kontraproduktiv. deshalb - hier an der stelle gehts in 2 tagen weiter! 
eine frage hätte ich allerdings... ähm, was meinst du denn mit die einen Leser in eine bestimmte Richtung abdriften lassen kann, außer er bemerkt es.

DIE formulierung lässt mich wiederum straucheln und die stirn kräuseln. in welche richtungen schick ich denn meine leser...?? 
:)
tschü und danke fü rdie schnelle bewertung
 
Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Doch mir gefällt dieser Stil richtig gut, es liest sich einfach sehr flüssig und du lässt die Spannung sehr gut sinken und aufwallen. Was man dir ein bisschen vorwerfen könnte, sind deine kleinen liebenswürdigen Kommentare, verbunden mit einer Wortwahl, die einen Leser in eine bestimmte Richtung abdriften lassen kann, außer er bemerkt es.
Aber an sich hast du auch hier einen gelungen Beitrag deiner Abercrombie-Serie hinzugefügt.
Was mir jetzt hier beim zweiten Teil vllt gerade auffällt: Wie ist denn die Reihe allgemein aufgenommen worden? Wurde mich bei dieser ja scheinbar ungewöhnlichen Darstellung von Fantasy echt interessieren?
Als letztes dann noch, der Gruß an Nazena^^ Ich meine so einige kleine Vertipper und Kommafehler gesehen zu haben;PP

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