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Abercrombie, Joe: Königsklingen

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Königsklingen
 
Der englische Titel lautet „Last Argument of Kings“, erschien 2008 und ist der dritte und letzte Band der First Law Trilogie von Joe Abercrombie.
 
Es herrscht die Ernüchterung?
 
Es ist das dritte Buch gekommen und mit ihm ein weiteres Stück abercrombische Ernüchterung in Erzählform – denn wenn es etwas gibt, dass uns Abercrombie beibringen will, dann wohl hinter jeder guten Tat den niederen Grund zu erkennen, den Schatten ausfindig zu machen. Doch eh man dies in allen Einzelheiten verinnerlicht, braucht man noch so einiges an Buchseiten voll bitterer Eröffnungen. Tatsächlich ist Königsklingen voll davon – was wohl auch ein Grund dafür ist, warum dieses Buch ganze 130 Seiten mehr fasst, als seine beiden Vorgänger.
Ernüchternd ist zu Anfang von Königsklingen eigentlich nur, dass man nicht so richtig weiß wie es mit der ehemaligen Reisegruppe weiter gehen soll. Ihr Weg führte bis zum Ende der Welt und wieder zurück nach Adua (Hauptstadt der Union) – ohne etwas erreicht zu haben. Dass sich die Protagonisten nun im Sand verlaufen ist jedoch nicht zu erwarten – Bayaz, erster der Magi, ist nicht Begründer der Union geworden ohne zu wissen, wie man immer einen Strang des Geschehens so in der Hand hält, das die Zügel unmittelbar in der eigenen Hand zusammenlaufen - einem nie entweichen. Er ist der Köngismacher alter Tage – und neuer!
Ich habe jedoch zunächst das Gefühl etwas näher auf Bayaz eingehen zu müssen. Bayaz ist nicht nur ein Zauberer und Lehrling von Juvens – er ist auch viel älter, als ich es bisher womöglich dargestellt habe. Juvens´ Tod liegt schon fast ein Jahrtausend zurück. Mit ihm ging die Zeit der Kaiser vorüber und der Weg war frei für eine neue Weltordnung, die kein geringerer als Bayaz selbst ersann. So schuf er die Union, krönte den ersten König und zog sich dann für seine Studien in sein Refugium zurück, aus dem er nur wiederkehrte, um der Union hin und wieder die Richtung zu diktieren, in die er sie marschieren lassen wollte. So kehrt er mal als oberster Inquisitor, mal als oberster Richter an den Hof zurück, ohne sich als Bayaz zu erkennen zu geben. Das eben dieser Bayaz nun auf eine Reise ging, mit allemöglichen illustren Gestalten, kann demzufolge nichts Geringes bedeuten. Als es Richtung Ende der Welt ging war immer eine kleine schwarze Truhe mit von der Partie, in die der Samen eingebettet werden sollte. Der Samen ist ein Relikt alter Zeit und ein Werkzeug teuflischen Ausmaßes – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn mit seiner Hilfe, mit seiner Berührung, nimmt man Kontakt zur anderen Seite auf – der Dimension der Teufel. Für Bayaz ist er ein Medium neuer Macht. Doch befand er sich nicht dort, wo er hätte sein sollen, was für die Reisegruppe eine schwere Enttäuschung war – fühlte sich jeder nun als Betrogener, so viel Zeit und Gefahr für nichts riskiert und eingesetzt zu haben. Sie kehren ernüchtert nach Adua zurück.
Doch wie es mit so vielen verloren geglaubten Dingen im Leben so ist - sie sind näher als man glaubt.
 
Es herrscht die Lüge?
 
Doch zunächst geht es mit Bayaz Fähigkeiten einen König zu ernennen weiter. Das Prinz Ladisla während des Heerzuges in Angland (welcher noch immer anhält) verstarb ist bereits bekannt. Dass auch der König sowie auch sein zweiter, von der Geschichte eher unbeachteter, Sohn verstarben, habe ich bisher unerwähnt gelassen, um diesem Artikel rückführend volle Spoilerpunkte zu erbeuten...
Da dem aber so ist, braucht die Union einen neuen Mann an der Spitze. Der Letzte ist ein von Wein oft betrunkener, sabbelnder und mit den Jahren immer mehr der Senilität verfallener Narr gewesen, auf den niemand mehr gehört hat. Ein Mann der zum König durch Geburt wurde und mit seinem Erbe nichts anzufangen wusste.
Der nun von Bayaz, durch schon vor vielen Jahren geschickt eingefädelte Spielchen, neu ernannte König, weiß allerdings mit seinem überraschendem Erbe noch weniger anzufangen. Er ist der Aufgabe nicht gewachsen und wird zu einem von Wein oft betrunkenem, sabbelnden und hochmütigem Narren, auf den niemand hört. Wozu auch? Seine Königswürden sollen schließlich nur die Form der Union erhalten, mit deren Zukunftsentwicklung hat er herzlich wenig zu tun. Noch.
 
Abseits von Adua und dennoch mitten in den Geschicken der Union verwickelt, tobt der Kampf um Angland weiter. Bethod hat seine List ein ums andere Mal beweisen können und bringt die Union in arge Bedrängnis. Die Niederlage wäre unumgänglich – hätte die Gruppe um Rudd Dreibaum nicht schon während Feuerklingen begonnen, unter Bethod´s Carls alte Verbündete zu suchen und sie zu einem neuen Bündnis zu überreden. So kommt es nach und nach zum Schwund auf der einen und zum Zuwachs an Männern auf der anderen Seite. Viele namhafte Männer, die weitere anlocken, die von Bethods Zielen doch nicht so überzeugt sind, wie es erst den Anschein hatte. Doch wird es zwei Namen unter ihnen geben, die sowohl Zuversicht als auch Schrecken verbreiten. Crummock und Logen Neunfinger. Crummock ist Häptling der Bergmenschen und genießt den blutigen Ruf eines Verrückten. Sein Name ist gefürchtet, da die Bergmenschen als illoyal und unberechenbar gelten. Sie haben noch nie ein Bündnis geschlossen. Auch dieses Mal sah es erst nicht danach aus, doch gab es einen entscheidenden Faktor, der Crummock zum einlenken bewegte, und dieser findet sich im zweiten Namen, der sich neu gegen Bethod stellt.
Logens Rückkehr in den Norden stand nach der Reise nichts mehr im Wege und als er vom Krieg gegen Bethod hörte, hielt ihn nichts mehr in Adua. Auch nicht Ferro, da beide keine Erfahrung in glücklichen Beziehungen besitzen und vor allem – kein Vertrauen in das Wort Glück.
Nachdem Neunfinger im Norden lange Zeit für tot gehalten wurde ist seine plötzliche Wiederkehr für manche viel eher ein großer Schock als eine Freude. Offene Rechnungen lauern auf ihn – nicht nur unter Bethods Banner.
Der Leser hat es schon längst bemerkt – die Figuren des Buches brauchen jedoch deutlich mehr Überredungswillen um es anzuerkennen – Logen ist ein guter Mensch, dem man folgen kann. Wem man nicht vertrauen kann ist allerdings der Blutige Neuner, der schon mal Freund und Feind gleichermaßen in der Schlacht niedermacht. Da beide dummerweise einen Körper teilen kann das nur Probleme für Logen bedeuten. Probleme, die schon sein ganzes Leben begleiten und begleiten werden. Doch wenn man eins über Logen Neunfinger sagen kann, dann dies: Er ist kein Feigling, der den Problemen aus dem Weg geht.
Zusammen mit den Nordmännern gelingt es der Union Bethod – der sich bereits selbst zum König krönte - zu besiegen. Die Kämpfe haben große Lücken in so manche Generation und so manchen Clan geschlagen – doch am härtesten trifft es Logen selbst. Er tötet Bethod – und wird damit zum neuen König über den Norden ernannt.
 
Es herrscht der Intrigant...
 
Angland ist befriedet und ein neuer König eingesetzt – doch Ruhe kommt deswegen nicht in der Union auf. Khalul – seines Zeichens Prophet Gurkhuls und Erzfeind von Bayaz – hat seine Schergen und Soldaten gegen die Union ausgesandt und begeht blutige Rache für vergangene Schlachten. Sein Hauptziel ist Bayaz, welcher sich ja nun schon seit geraumer Zeit wieder öffentlich in Adua präsentiert. Nun kommt der Auftritt der Verzehrer, die sich selbst auch „die hundert Stimmen“ nennen und damit schon recht genau festlegen, wie viele es von ihnen gibt. Ihr Anführer wird jedoch nicht Khalul selbst, sondern dessen Schüler Mamun sein.
Vieles läuft nun auf eine letzte Schlacht in Adua hinaus. Die Stadt ist belagert, zerstört und nur noch durch Beistand zu retten. Anglangs Heere reisen in ihre Heimat zurück und kehren damit den Kämpfen nicht ihren Rücken, sondern stürzen sich direkt in die nächste Schlacht. Unter ihnen auch alle Nordmänner, die Logen versammeln konnte um an seiner Seite zu kämpfen.
Was nun kommt verspricht ein klassisches Ende eines Fantasyepos´zu werden. Eine große Schlacht, eine letzte geheime Waffe und ein König der beginnt menschlich zu werden und sich um sein Volk zu sorgen.
Man glaubt – etwas mehr als einhundert Seiten vor dem Schluss, Abercrombie wird nun letztendlich doch noch sentimental und beginnt dem Genre seine Zugeständnisse zu unterbreiten.
Dieser Gedanke wird ungefähr so lang am Leben bleiben, wie Abercrombie es sonst aushält eine Folterszene zu beschreiben. Vielleicht zehn Seiten, wenn nicht gar ein ganzes Kapitel – aber dann ist Schluss damit. Die Weltordnung in First Law ist klar – und warum sollte sich daran etwas ändern? Man muss realistisch bleiben, auch wenn man es nicht ein möchte.
Das Ende wird seit Anfang von Kriegsklingen bereitet und legitimiert – aber es wirklich wahr haben möchte man es dann doch nicht ganz.
Was ich damit meine werde ich nun nicht genauer darlegen, denn diese Erfahrung sollte man schon selbst gemacht haben – einen Intriganten kennen zu lernen, der damit auch noch durchkommt.
 
Es herrscht der Lebende...
 
Dieses Buch hat der First Law Trilogie, in meinen Augen, den letzten Schliff gegeben. Es ist tatsächlich der perfekte Abschluss und man kann Abercrombies Durchhaltevermögen nur bewundern. Man fühlt sich vielleicht wie vor den Kopf gestoßen und möchte nach der letzten Seite einen kleinen Brief entdecken, in dem alle Wendungen des Schlusses noch einmal umgekehrt werden – aber dieser romantischen schön-Welt-Sicht hat sich Abercrombie nie hingegeben und somit ist es auch als Leser, nach einem kurzen innerlichem Kampf, akzeptabel. An dieser Stelle beginnen manche die Leistung des Autors zu schmälern, da sie ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllt sehen, da Hollywood nicht zugeschlagen hat – doch diesen Menschen kann ich nur eines mit auf den Weg geben. Wenn man eins über den Autor sagen kann, dann dies: Er hat eine lebende Welt erschaffen, die der unseren in Gut-Böse Dualität in nichts nachsteht und in der nur das zählt, was am Leben erhält.
Oft im Leben sind jene Augenblicke, die man lange herbeisehnt, große Enttäuschungen...
 
 

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Free Tags: Abercrombie, Barbaren, First Law, Welt der Klingen

Diskussionen

Diskussionsbeiträge

Vorab danke für die Info, bzw noch zusätzlich ein wenig Dank, dass mein Geldbeutel sich nun weiter leert, weil sich demnächst ein neues Buch im Regal befindet. Vllt sogar ne Reihe. Hab doch kein Geld mehr.
 
Was ich an dieser Stelle kurz ansprechen will und bisher glaub ich noch nicht besonders deutlich geworden ist. Dein Stil die Geschichte darzustellen ist gerade für Leute wie mich sehr interessant. Du bettest haufenweise Information in eine subjektive Auseinandersetzung mit dem Text und ermöglichst mir so einen guten Einblick, der von seiner Fülle aber so immens ist, dass es mir nicht den Spaß am Lesen verdirbt, weil ich die Information nicht völlig aufsaugen kann. So kann ich zwar total gespannt, aber mehr oder minder unwissend an die Geschichte treten und mich vllt immer noch von der kontroversen Art und Weise Abercrombies erschüttern lassen.
 
Was mir diesmal etwas aufällt. Du verfängst dich ein wenig in längere Schachtelsätze, die mir ein klein bisschen zu häufig vorkommen, besonders mal wieder im Vergleich zum Trilogie-Artikel und dem ersten Band-Artikel. Ich ahne zwar das es kaum möglich ist, das zu ändern, aber ich wollte es dir mal kurz gesagt haben ;PPP Du meckerst schließlich auch immer. Ansonsten hat Nazena bald wieder zu tun:-D Eig gemein, sie immer vorzuschicken^^
 
So das wars von mir

zuerst an elmar: racheklingen ist ein einzelband, in sich selbst abgeschlossen... naja, oder immerhin unter abercrombischen verhältnissen zu einem Ende gebracht... und spielt in der First Law welt - allerdings etwa 9 Jahre später als Königsklingen. Jedoch begegnet man dem ein oder anderen Charakter, den man in der Trilogie schon ansatzweise kennegelernt hat. Ansonsten hat da buch allerdings wenig mit der Trilogie zu tun.
ein artikel für das buch wird noch kommen, ich bin allerdings gerade in umständen gefangen... :P
 
und für nazena, und alle anderen die dieser satz noch stirnrunzeln lassen wird:
die spoilerpunkte die ich anspreche... das war nur ein kommentar meinerseits, dass ich nun etwas verrate, das im band schon längst passierte, ich aber noch nicht verraten wollte. und unter einem spoiler verstehe ich nun mal einen storybezogenen Aufklärungsakt, was denn so alles geschieht - im expliziten. ich muss zugeben dass ich meine bisherigen artikel alle so geschrieben habe, dass man zwar die handlung mehr oder weniger auffasst - aber sie deswegen keinesfalls auswendig kennt. wer ein buch zur hand nimmt und zu lesen beginnt wird meine artikel nicht sofort wiedererkennen. das klärt sich alles erst so nach und nach auf - finde ich besser, als alles vorher zu verraten. allerdings ... wer sich alle artikel von  mir anschaut wird nicht umhin kommen das ein oder andere über einen band heraus zu bekommen und deshalb vielleicht doch so manche überraschung gar nicht richtig wahr zu nehmen...
achso... und mit spoilerpunkten meine ich eine rein imaginär geführte liste, auf der ich noch ein paar abstriche machen wollte. ;)
 
und nazena: danke für die korrektur, ich werds so schnell wie möglich verändern.
 
 
Du sollst nicht vorwärts finkeln!

Na da muss ich ja auch mal sehen, dass ich an einen Abercrombie rankomme. Für geheimtipps abseits des Mainstream bin ich immer zu haben ;).
Mal sehen..
ist das dritte Buch gekommen und--> stimmt so, aber ich würde "erschienen" anstelle von gekommen schreiben
geben. Das eben dieser--> Dass
Reise ging, mit allemöglichen illustren--> allen möglichen
Das Prinz Ladisla während des--> Dass
Das Prinz Ladisla während des Heerzuges in Angland (welcher noch immer anhält) verstarb ist bereits bekannt.--> verstarb Komma ist
um diesem Artikel rückführend volle Spoilerpunkte zu erbeuten...--> ehrlich gesagt verstehe ich den Satz nicht. Du willst in diesem Artikel Spoiler setzen?
Ein Mann der zum König durch Geburt wurde--> Mann Komma der
mitten in den Geschicken der Union--> in die Geschicke der
unter Bethod´s Carls--> zwei genitive hintereinander? Ich denke, dass muss "unter bethod Carls" heißen, bin mir aber nicht sicher wie die Beziehungen sind
Schrecken verbreiten. Crummock--> verbreiten Doppelpunkt Crummock
Crummock zum einlenken bewegte--> Einlenken (Gerundium)
König der beginnt menschlich zu werden--> König Komma der
Trilogie, in meinen Augen, den letzten Schliff--> Kommata weg
 
Wie die anderen auch: Absolute Spitzenklasse. Allerdings oute ich mich hier mal als "Happy-End-Fan" und das scheint in First Law nicht gegeben. Ich fühle mich irgendwie so betrogen, wenn die ganze Mühe für die Katz war... (wie zB in Kings Turm-Zyklus). Irgendwie vermiest mir sowas das ganze Buch. Realismus hin oder her, ich lese Fantasy größtenteils aus eskapistischen Gründen und da muss mir die Realität ja nicht auch noch in meiner Bücherzuflucht eins auf den Deckel geben ;).
Ansonsten: Super geschrieben, man merkt, dass du viel Arbeit und gedanken in den Artikel gesteckt hast.
------------------------------------------------------------------------------------------- Vor fünfhundert Jahren wussten wir, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute wissen wir: sie ist kugelförmig. Stell dir vor, was wir in 500 Jahren wissen werden! -

Ich kenne die Bücher nicht, aber bei Amazon ist auch das Buch "Racheklingen" verzeichnet. Ist es nun eine Tetralogie, oder hat das nichts mit den anderen xKlingen-Büchern zu tun?

dieser diskussionsbeitrag hier existiert, weil ich es nicht in den artikel reinschreiben wollte! blutreiter, du hast mich gefragt wie diese reihe aufgefasst wurde, da sie ja doch recht eigentümlich und kontrovers wirkt... schon allein wegen dem sprachstil.
ich habe versucht mich über diese frage so wenig wie möglich auszulassen - aber da sind immer noch einige anspielungen von mir reingekommen, die gar nicht gewollt waren. ich muss sagen der größte teil der leser hat es gut verwunden von abercrombie etwas zu lesen zu bekommen - aber es gibt hier auch einige - wirklich einige - die einem mit ihrer engstirnigkeit ganz schön auf den keks gehen können. ich habe das gefühl das es am lesen liegt... wer diese bücher wirklich liest, der wird sich total begeistert in seinem sessel/bett/verplanten wochenende wiederfinden. denn es geht darum die story aufzusaugen und immer weiter zu nuckeln.
wer aber bücher liest um.. nun, keine ahnung was. um sagen zu können das er bücher liest, vermute ich, der wird damit keine freude haben, denn diese bücher sind für oberflächlichkeit einfach nicht gemacht. diese bücher könnten niemals im banalen wasser schwimmen - von der oberflächenspannung getragen werden. hier gehts darum was drin steckt und wie es miteinander verwoben wird. und darin ist abercrombie groß. es kommt alles irgendwann wieder. hier an diesem punkt gebe ich einen kleinen tip, was ich damit meine: das allererste kapitel von Kriegsklingen, dem ersten buch, heißt "das ende" ..... es behandelt logens absturz in die schlucht, wo er nur durch glück in den fluss eintaucht und überlebt, und nicht zerschmeddert wird - danach aber für tot gehalten wird.
"Das Ende" hat damit seine legitimation bereits erfahren. aber es gibt noch eine zweite.... und diese hat mich schlussendlich grinsen lassen.
 
noch mal zurück zur resonanz: abercrombie ist beliebt geworden - seine bücher verkaufen sich. ich denke er wurde angenommen. ;)
grüße
 
Du sollst nicht vorwärts finkeln!

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